die jüngste Schwester bekommt das Haus mütterlicherseits und möchte die 3Geschwister auszahlen? Wieviel bekommt jedes Geschwister?

2 Antworten

Ergänzend zur Antwort und dem Link von EnnoWarMal noch ein Hinweis:

Lass den Wert des Hauses auf jeden Fall von einem öffentlich vereidigten Gutachter festlegen. Das kostet zwar ein paar Euro, aber vermeidet weitgehend einen Streit.

Ferner berücksichtigt ein Gutachter bereits in seinem Wertansatz etwaige wertmindernde Faktoren, also z.B. ein geplantes Wohnrecht für die Eltern o.ä. wenn er es weiss.

Ein vereidigter Gutachter ist aber teuer.

Ich nehme für solche Dinge immer einen Makler, das ist hier bei uns für das Vormundschaftsgericht auch ausreichend. Ich habe gerade eine Rechnung über 300,-€ für eine solche Werteinschätzung erhalten. Ein echter Gutachter hätte doch mindestens 1.000,-€ gekostet.

Das war allerdings auch mit allen Beteiligten vorher abgesprochen, dass diese Werteinschätzung ausreichend ist. Es ging auch um die Veräusserung eines Anteils an die Miterben. O.k., und das Haus ist nahezu wertlos und der Makler bekommt häufiger Aufträge von mir, ansonsten hätte er wohl mehr genommen.

Wenn man sich nicht einig ist, hast Du natürlich Recht.

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Schwester von geerbten Haus auszahlen - welcher Betrag ist fair?

Hallo,

die beiden Schwestern A und B haben von deren Großtante gemeinsam zu je 50 % ein Haus geerbt.

Das Haus ist recht alt (BJ 1960 und ziemlich renovierungsbedürftig. Es hat beispielsweise keine Zentralheizung, feuchter Keller, schimmlige Wände usw). Allerdings ein relativ großes Grundstück mit 800 qm.

Ein Verkauf kommt für beide Schwestern nicht in Frage, das Haus soll in Familienbesitz bleiben. Auch eine Vermietung ist nicht gewollt.

Da der Erbfall eher plötzlich eingetreten ist und die Schwestern noch relativ jung sind (Anfang 20) haben beide keine finanziellen Rücklagen.

Durch die entfernte Verwandtschaft liegt alleine die Erbschaftssteuer bei 60.000 €.

Schwester B hat kein Interesse das Haus zu behalten und/oder selbst dort einzuziehen und könnte es sich auch nicht leisten (weder die laufenden Unterhaltskosten, noch könnte sie die finanziellen Mittel aufbringen um ihre Schwester auszuzahlen).

Deshalb hat Schwester A die nötigsten Renovierungsarbeiten durchführen lassen und ist in das Haus eingezogen. (Schwester A ist finanziell auch ein wenig besser aufgestellt, da sie einen besser bezahlten Job hat.)

Der Plan war von Anfang an, dass Schwester A also Schwester B ausbezahlt da es für beide die ideale Lösung ist.

Schwester A bezahlt für Schwester B deren Anteil der Erbschaftssteuer (also 30.000 €) plus einen Betrag X.

Wie hoch sollte dieser Betrag X nun ausfallen? Zahlt man sich unter Geschwistern in solch einem Fall tatsächlich 50 % des Marktwertes aus? Das Haus ist durch das Alter nicht mehr viel wert und muss innerhalb der nächsten Jahre sehr umfangreich saniert werden, damit es nicht "auseinanderfällt".

Durch den Zustand des Hauses möchte Schwester A keine "Unmengen" an ihre Schwester bezahlen, Schwester B möchte aber natürlich auch nicht zu wenig bekommen.

Gibt es hier User mit ähnlichen Situationen? Welcher Betrag wäre hier angemessen? Im Bekanntenkreis haben wir uns durchgefragt und dort war keiner dabei, der seinem Geschwister 50 % vom tatsächlichen Marktwert gezahlt hat (oder andersherum bekommen hat). Aber was wäre dann ein fairer Betrag unter Geschwistern, denen der Erhalt und Familienbesitz des Hauses sehr am Herzen liegt?

Bei wem könnte man sich da erkundigen? Beim Notar oder Anwalt vielleicht?

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