Die Grundbucheintragung läuft auf den Bruder, besteht Anspruch bei Geschwistern?

3 Antworten

Das Haus gehört dem Bruder (lt. Grundbuch), es besteht keine Grundschuld für Deinen Freund.

Worauf sollte er einen Anspruch stützen?

Hat er Belege für seine Zahlungen?

Hat er einen Vertrag mit Bruder, oder Eltern?

Warum hat er sich auf so eine Regel eingelassen?

Gibt es eine Vereinbarung über andere Vermögensteile der Eltern?

Ohne zusätzliche Angaben, wie es zu dieser ganzen Sache gekommen ist, kann man keinen Tipp geben, ausser, dass die Regelung wie beschrieben Deinem Freund keine Chance gibt an sein Geld zu kommen, ausser der Bruder zahlt freiwillig

Ja es gibt Belege die dokumentieren dass er die Ratenzahlungen für das Haus die letzten Jahre bezahlt hat. Die Eltern hatten vor vielen Jahren ein Haus per Zwangsversteigerung verloren, daher wollte der Sohn die Ratenzahlungen für das "neue Haus" bezahlen, da er aber erkrankt ist und arbeitsunfähig wurde, konnte er die volle Höhe der Rückzahlung nicht alleine bewältigen, daher ist mein Freund eingesprungen. Da mein Freund gehofft hat dass sein Bruder einmal wieder ins Berufsleben eintreten kann, wollte er die Umschreibung mit den gesamten Schulden nicht, da aber der Bruder wohl nicht mehr arbeiten kann muss sich nun etwas ändern.

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man an seinen Anteil

An welchen Anteil denn? Ohne Eintragung eines Grundpfandrechts oder als Miteigentümer besteht rein rechtlich KEINERLEI Beziehung zum Grundstück. Er ist Darlehensgeber und sonst nichts. Er könnte daher sein gesamtes Geld verlieren.

samantha1:

Hat "man" gegen den Bruder (Alleineigentümer) einen rechtskräftigen vollstreckbaren Titel (Urteil, notarielles Schuldanerkenntnis) erwirkt, bestehen folgende Möglichkeiten:

Pfändung des Verkaufspreises im Falle einer Veräusserung,

Pfändung des Übererlöses aus der Zwangsversteigerung,

unter bestimmten Voraussetzungen bereits jetzt eine Zwangshypothek auf dem Grundstück eintragen zu lassen.

Läßt der Bruder v o r h e r die von ihm nachweislich eingebrachten 150 000 € durch eine Eigentümergrundschuld für sich selbst grundbuchlich sichern, kommt "man" nur nachrangig zum Zuge, falls überhaupt noch was übrig bleibt.

Die einfachste Form, wäre wohl das notarielle Schuldanerkenntnis. nach Möglichkeit mit Grundschuldeintrag. Denn die gerichtlichen Schritte, die Du andeutest, würden die Familie zerreissen.

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@wfwbinder

wfwbinder: Eine außergerichtliche einvernehmliche ist einer gerichtlichen Lösung stets vorzuziehen, das sehe ich ebenso.

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Vor- und Nacherbe verkaufen Haus. Konkrete Erbfrage.?

Ich habe bereits zwei Fragen hier eingestellt und mir wurde nahegelegt sie kombiniert als eine neue Frage zu stellen, da sich die Sachlage so besser beantworten lässt:

Als meine Mutter starb hat sie mich und meinen Bruder als Nacherben für ihr Haus eingetragen und ihren neuen Ehegatten als Vorerben. Mein Bruder musste aus bestimmten Gründen sein Erbe ausschlagen und somit blieb ich als alleiniger Nacherbe übrig.

Alles wurde ins Grundbuch eingetragen und nun möchte der Vorerbe gerne das Haus verkaufen, da er sich die Reparatur- und Instandhaltungskosten nicht mehr leisten kann.

Ich würde dem gerne zustimmen (was ich ja muss damit wir es verkaufen können), vor allem um hohen Aufwand wenn er das Zeitliche segnet zu vermeiden.

So wie ich das verstanden habe, muss ich mich mit ihm auf die jeweiligen Anteile einigen, da es keine rechtlichen Vorgaben für diesen Fall gibt.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich meinem Bruder gerne die Hälfte von dem was ich als Anteil erhalte abgeben möchte, da meine Mutter es so wollte und er zum damaligen Zeitpunkt keine andere Wahl hatte als das Erbe auszuschlagen.

Nun zur eigentlichen Frage:

Welche Freibeträge fallen in diesem Fall an wenn ich meinem Bruder das Geld zukommen lassen möchte? Ich war der Meinung es wäre 20.000€, aber mir wurde nahegelegt, dass es mehr sein könnte.

Zusätzlich, weiß jemand, ob es möglich ist beim Hausverkauf das Geld auf zwei Parteien aufzuteilen ohne, dass jemand zuerst alles erhält und dann doch wieder Schenkungssteuern bezahlen muss?

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