Details zur doppelten Haushaltsführung I - Familienheimfahrten

2 Antworten

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1) Richtig. Keine Entfernungspauschale, sondern Abrechnung wie Dienstreisen.

2) Richtig. Der Ort des doppelten Haushalts zählt als Wohnung. Die Fahrt von dort zur Arbeitsstätte ist Fahrt Wohnung-Arbeitsstätte und hier gilt die Entfernungspauschale.

3) Nachweis ist schwer. Nimm einen Kalender am besten so ein billiges Teil, das gerne in Kaufhäusern rumliegt (DIN A4 6 Monate Vorderseite, 6 Monate Rückseite). Trag dort einfach ein, an welchem Tag um wieviel Uhr Du heimgefahren bist, und wann Du wieder zurückgefahren bist. Wenn dem Finanzer langweilig ist, kann er das bei der Bahn nachgoogeln.

Anmerkung: Familienheimfahrt gelten Dienstreisegrundsätze. Die 0,3 Euro je km gibt's nur für PKW, nicht für öffentliche Verkehrsmittel. Öffentliche Verkehrsmittel gelten die tatsächlichen Kosten!

ich würd die Tickets aufheben.

"Mein" FA wollte die gefahrenen km per Werkstattrechnungen nachgewiesen haben... (alle seit Jahren exakt gleicher km-Stand)

hatte gottseidank zufällig die Tankquittungen gesammelt, damit waren sie dann zufrieden. Mußte ab diesem Zeitpunkt netterweise Fahrtenbuch führen...

vorbeikommen und Auto vorführen war übrigens nicht die präferierte Lösung, man wollte das Büro offensichtlich nicht verlassen

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@annbu

In dem letzten Halbsatz ist ein Fehler. Es geht nicht darum was ein Beamter will, wenn es danach ginge, würde in Deutschland jedes häusliche Arbeitszimmer in Augenschein genommen. Ein Beamter hat sich danach zu richten, was ihm erlaubt ist, bzw. was verhältnismäßig ist.

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zu 1) korrekt

zu 2) Du kannst die täglichen Fahrten zur Arbeit ebenfalls ansetzen.

zu 3) Du kannst die Bancard Mobility 100 ja ansetzen, dafür hast Du ja eine Quittung und über die Einzelfahrten brauchst Du keinen Nachweis erbringen.

Aber Du kannst nicht für die Familienheimfahrten die Bahncard und die Fahrt mit dem PKW gleichzeitig ansetzen, da musst Du Dich schon für ein Verkehrsmittel entscheiden. Und wenn Du zwischen PKW und Bahn abwechselst, dann wirst Du Dir schon die Frage gefallen lassen müssen, warum Du die teurere Bahncard nimmst und nicht preiwertere Einzeltickets.

Hallo Snoopy,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Interessant wird 3) ja, wenn z.B. bei der Strecke Berlin - Frankfurt die theoretisch anzusetzenden 430km x 45 Wochen x 0,3€ = 5.805 € p.a höher sind, als die Kosten der Bahncard 100-Kosten. Kann man in dem Fall trotzdem die höheren Kosten ansetzen, auch wenn man sich eine BahnCard 100 holt?

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@Welle

Da es durchaus üblich ist zwischen Frankfurt und Berlin mit dem PKW zu pendeln kannst Du einfach diese Kosten ansetzten. Nur die Bahncard ist dann steuerlich aussen vor. Und zur Führung eines Fahrtenbuches wurdest Du ja sicher in der Vergangenheit nicht vom Finanzamt verdonnert.

Persönlich kannich Dir aber nur davon abraten diese Strecke jedes Wochenende mit dem PKW pendeln zu wollen - das kostet viel mehr Zeit und ist Stress pur, auch wenn man gerne Auto fährt. Nur auf der A9 ist das Fahren relativ ruhig.

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