Der Vater meiner Tochter ist selbstständig und zahlt nur den Mindestunterhalt - was kann ich tun?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

na ja, als Selbständiger macht er eine Bilanz, oder eine Einnahmen- Ausgaben Überschussrechnung. Also kann man aus seiner Steuererklärung ablesen, wieviel er verdient.

Auf der anderen Seite hat er natürlich die Möglichkeit (je nach Branche) eventuell etwas Geld "nebenbei" zu machen. so wie ein Arbeitnehmer eben auch mal schwarz arbeiten kann.

Ich finde es schon mal gut, dass ein selbständiger Unterhalt bezahlt. Man darf halt auch nicht vergessen, dass Selbständige meistens kein regelmäßiges Einkommen haben. Bei den meisten schwankt es ziemlich. Da kann es ganz schön knapp werden im Monat. Meiner Meinung nach kann man mit einem Mindestunterhalt erstmal auch zufrieden sein. Ich denke, es ist derzeit sowieso ein Märchen, dass die Kleinunternehmer oder auch die sogenannten Selbständigen oder Gewerbetreibenden so viel Geld verdienen - die haben genug zu kämpfen und zu überleben. Da bleibt fast kein Spielraum mehr. Ein Gespräch hilft da wohl eher weiter.

Hallo Susanne 30,

lt. dem von Dir Geschilderten gehe ich davon aus, dass der Vater deiner Tochter die Vaterschaft offiziell anerkannt hat, so dass eine Unterhaltsverpflichtung besteht?

Wenn ihr euch gut versteht, dürfte es für ihn doch eigentlich kein Problem darstellen, dir sein Einkommen zu belegen - ohne dass der Rechtsweg beschritten werden muss. Seinen ihm zustehenden Selbstbehalt berücksichtigend könntest du doch so ganz einfach nachvollziehen, ob alles rechtens abläuft. Als Vater sollte ihm doch auch daran gelegen sein, seine Tochter gut versorgt zu wissen.

Wenn er sich weigert, vor dir mit wirklich offenen Karten zu spielen, müsstest du dann allerdings - um die Rechte deiner Tochter zu sichern - den Rechtsweg bestreiten; meistens klappt's dann leider plötzlich gar nicht mehr so gut mit dem Verstehen. Falls er nebenbei etwas mogeln sollte, kannst du ihm das wahrscheinlich eh nicht nachweisen (falls du das überhaupt willst...), die offiziellen Einkommensnachweise muss er jedoch sowieso REGELMÄSSIG erbringen. Bei stark schwankendem monatlichen Einkommen müsste dann ein allen Parteien gerecht werdender Durchschnittswert ermittelt werden, der jedem das Überleben ermöglicht. Ich wünsche euch, dass ihr das hinkriegt, außer viel Ärger würde das auch das Anwaltshonorar vermeiden. Dass sowas wunderbar funktionieren kann, wenn sich alle ehrlich und anständig verhalten, weiß ich, da mein Ex-Mann und ich es so bereits seit Jahren erfolgreich praktizieren. Toi, toi, toi und viele Grüße - 1000Volt

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