Der Grunglagenbescheid meines schwerbehinderten Enkelkindes vom Dezember 2018 bestätigt rückwirkend die Gültigkeit vom 08.02 2003 mit dem Merkzeichen "H".?

2 Antworten

Ist das Finanzamt verpflicht den Pauschbetrag auch ab dem Jahr 2003 anzuerkennen?

Ja, da die Anerkennung der Behinderung ein rückwirkendes Ereignis ist, § 175 (1) Satz1 Nummer 2 AO.

Dennoch ist fraglich, ob ein Bescheid auss 2003 noch geändert werden kann. Die Verjährungsfrist dauert 4 Jahre - maximal 7 Jahre, und man muss nicht groß nachrechnen, dass 2003 schon länger her ist als 7 Jahre.

Der Bescheid kann also nur geändert werden, wenn die Festsetzungsverjährung gehemmt wird. Hierzu fallen mir in diesem spontan nur 2 mögliche Szenarien ein:

  1. Gegen die Festsetzung der Einkommensteuer 2003 wurde ein Einspruch eingelegt, der noch nicht erledigt ist, § 171 (3a) AO.
  2. Der Bescheid wurde mit einem Vorläufigkeitsvermerk versehen, der sich auf genau diesen Umstand bezieht.

Ob das der Fall ist, können wir hier nicht wissen.

Der in § 175 (1) Satz 2 AO normierte besondere Beginn der Festsetzungsfrist im Zusammenhang mit der allgemeinen Festsetzungsverjährung ist im Einzelfall gesondert zu prüen.

Daher der Ratschlag: Änderung nach § 175 (1) Satz 1 Nummer 2 AO beantragen und gucken, was das Finanzamt sagt.

Hallo,

ich hatte seinerzeit den Pauschbetrag (Schwerbehinderung 80 GdB /Mz H meines Sohnes) auch für einige Jahre rückwirkend beantragt und problemlos erhalten. Als Nachweis fügte ich den Feststellungsbescheid / Versorgungsamt in Kopie der EstE bei.

Für welchen Zeitraum rückwirkend..... da bin ich leider überfragt.

Gruß !

@Andri123

Ich meine mich zu erinnern, dass man mir auf Nachfrage im FA damals inhaltlich folgendes sagte:

......mit Zustellung des 1. Feststellungsbescheid's in dem die vorhandene Diagnose erstmals auch für zurückliegende Jahre anerkannt wurde, kann mit der nächsten EstE der Pauschbetrag für diesen gesamten zurückliegenden Zeitraum beantragt werden.

Im oben geschilderten Fall war es der 1. Feststellungsbescheid 2018 mit Rückwirkung seit 2003, so müssten m.M. a l l e zurückliegenden Steuerbescheide geändert werden.

Anders wäre es wohl, wenn z.B. aus Unwissenheit eine Behinderung bereits seit xxxx vielen Jahren bestand und vom Versorgungsamt anerkannt wurde, diese steuerlichen Vorteile jedoch nicht innerhalb 3 (?) Jahren nach Feststellung beantragt wurden. In diesem Fall können die steuerlichen Vorteile m.M. lediglich 3 für die letzten 3 Jahre (?) rückwirkend beantragt werden, sowie ggf. für die Zukunft.

Ich würde beim FA einfach einen Antrag auf Änderung der zurückliegenden Steuerbescheide bis zum Steuer Jahr 2003 stellen und abwarten.

Eine evtl. zeitliche Ablehnung muss dann mit Nennung des AZ begründet werden.

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Jobcenter hat Miete nicht an Vermieter überwiesen

Bei Antragsstellung habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass die Zahlung auf ein P-Konto erfolgen würde und dieses aber vom Finanzamt gepfändet ist und im Antrag angekreuzt, dass die Mietzahlung an den Vermieter erfolgen soll, Name und Bankdaten ebenfalls hinterlegt. Nun ist letzten Freitag der Bewilligungsbescheid angekommen und gestern die Zahlung rückwirkend für 2 Monate auf mein Konto eingegangen. Die Zahlung enthält auch die Miete für 2 Monate ( Nov. und Dezember 2012) Der Pfändungsfreibetrag auf dem Konto beträgt: 1.028,00 Euro. Die Mietzahlug : 1.100 Euro. nun habe ich dem Vermieter 1000 Euro Miete gestern überwiesen, habe somit lediglich 28 Euro übrig um denLebensunterhalt bis zum 31.12. 2012 zu bestreiten. Ebenfalls habe ich nun 100 Euro Mietschulden. Meine Frage lautet nun, da ich alles offen gelegt habe und auch darauf hingewiesen habe, dass eine Pfändung besteht und im Antrag angekreuzt habe, dass die Miete an den Vermieter erfolgen soll.. Gestern versucht die Sachbearbeiterin tel. zu erreichen, am Spätnachmittag per Fax an Sachbearbeiterin die Situation geschildert und um Rückruf für Lösung gebeten. Bisher nichts passiert. Wie ist nun die Rechtslage ? Da durch Bewilligungschreiben von Freitag der Antrag angenommen worden ist und in diesem auch klar ersichtlich ist, dass die Miete an den Vermieter zu zahlen ist. Die überwiesene mietzahlung habe ich ja auch an den Vermieter abzuführen uund kann das Geld ja nicht " zweckentfremden ". Danke für Antworten im vorraus

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Wie können Verlusttöpfe für 2 bestehende Depots verteilt werden, bzw was passiert mit nicht genutzten Verlust nach Verlustbescheinigung?

Liebe Finanzfrage-Gurus,

ich habe mich schon zur Thematik hier im Forum informiert, aber einige Punkte wurden bisher nicht genau beantwortet, daher Danke im Voraus für eure Hilfe!

Ich habe ein sehr altes Depot A und ein erst kürzlich eröffnetes Depot B, das wegen geringer Transaktionsgebühren auch kleinere Gewinnmitnahmen fördert.

In Depot A habe ich 2015 u.a. durch die VW Aktie einen deutlichen Verlust erlitten. Inzwischen wurden einige Verkaufsgewinne verrechnet, es verbleibt aber ein hoher 4stelliger Betrag der sich in absehbarer Zeit nicht relativieren lässt ... Eine Verlustbescheinigung zum 15.12.2015 hatte ich nicht beantragt da ich zu diesem Zeitpunkt noch kein weiteres Depot erwägt hatte.

Soweit ich verstanden habe, würden nun in 2016 weiterhin alle Aktien-Gewinne aus Depot A mit dem dort aufgelaufenen Verlusttopf verrechnet, während in Depot B zunächst alle Gewinne automatisch versteuert werden (kein verbleibender Freibetrag).

I. Wenn ich nun zum 15.12.2016 von Bank/Depot A eine Verlustbescheinigung erhalte, würde der Verlusttopf bei Bank/Depot A dann auf 0 ( null ) gesetzt.

a) ab wann genau, zum 1.1. 2017 ?

b) was passiert mit Aktiengewinnen/verlusten auf Depot A die zwischen o.g. Daten ( 2 Wochen) realisiert wurden - normale Versteuerung (25%+)?

c) Den verbleibenden Verlust aus der Bescheinigung kann ich über meine Einkommensteuererklärung/KAP St 2017 (also frühestens 2018) rückwirkend mit Gewinnen und dafür gezahlten Steuern aus Aktienveräußerungen BEIDER Banken verrechnen, richtig?

II. Wenn der ermittelte Betrag aus der Verlustbescheinungung 2016 im Folgejahr 2017 nicht "verbraucht" wird ( also Gewinne aus Veräußerungen bei BEIDEN Banken weiterhin unter der Verlustsumme bleiben), was passiert mit dem "Rest", kann ich den "buchhalterisch" an das Finanzamt / über die Steuererklärung solange in den Folgejahren weitergeben bis er vollständig verbraucht ist?

III. Andererseits könnten ja ggf. bei beiden Banken NEUE Verlusttöpfe auflaufen - dieses kann ich aber jeweils wieder verhindern indem ich bei Banken jährlich eine Verlustbescheinigung beantrage, um diese ZUSÄTZLICH zu verbliebenen "Alt-Verlusten" in der Einkommensteuer/KAP St. aufzuführen - ist das richtig ... (zB. für 2018: Depot A Rest-Verlust v. 2016 + Depot A Verlust 2017 + Depot B Verlust 2017) ?

IV. Habe über die plausible Option gelesen, einfach das Alt-Depot inkl bestehenden Verlusttopf komplett auf das neue zu übertragen - ich möchte aber Depot A gerne behalten, wegen einiger Features die ich weiterhin nutzen möchte und die das neue Depot nicht bietet.

Kann man denn ggf. einzelne Postionen und gleichzeitig auch den VOLLEN Verlusttopf aus Depot A auf das neue Depot B übertragen ? Oder geht das nur bei vollständigem Depot-Übertrag?

Danke für Eure Hilfe, und viele Grüße!

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Kilometerpauschale Google Maps

Hallo, ich mache nun seit etwa 10 Jahren meine Steuererklärung mit immer den gleichen Kilometerangaben, da ich GDB 50% G habe kann ich ja die Hin und Rückfahrt ansetzen. Das war bisher auch kein Thema. In 2003 kam mal eine Nachfrage, weil ich die weitere Strecke fahre (brauche aber rund 15 bis 20 min. weniger Zeit) da habe ich der Sachbearbeiterin einen Ausdruck der Route von Google Maps vorbeigebracht und sie hat es auch akzeptiert. Wieso auch nicht, ist ja alles korrekt gewesen. Das war dann alle 3-4 Jahre mal wieder ein Thema, also habe ich dann wieder einen Ausdruck der Route ins Finanzamt gebracht, dann wurde wieder alles ganz normal akzeptiert. Ich hätte wohl auch nicht aufgemuckt, wenn ich die kürzeste Strecke hätte abrechnen müssen. Das war aber wie gesagt kein Thema. Dann musste ich zeitweise wegen meiner neuen Hüfte etc. gefahren werden. Das hat mein Mann dann gemacht, die FA Beamtin hat uns dann auch noch empfohlen die Leerfahrten mit anzugeben. Das war auch gut so, ich bin ja fast nur noch für Benzin zur Arbeit gefahren. Im Jahr 2010 kam dann eine neue Sachbearbeiterin, die akzeptierte dann weder die Leerfahrten (obwohl vom Arzt und Versorgungsamt bescheinigt) noch die weitere Strecke. Gut, man ärgert sich, nimmt es aber dann doch hin. Leider habe ich den Fehler gemacht und einen Widerspruch eingelegt. Darauf kam jetzt aus heiterem Himmel eine Strafanzeige wegen Steuerhinterziehung - weil ich immer zu lange Strecken angegeben hätte! Wieso hat die vorherige Sachbearbeiterin denn nie gesagt, dass ich die kürzeste Strecke fahren muss? Ha tirgendjemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wenn ja, kann man sich denn überhaupt gegen so eine ungerechte Anzeige wehren? Ich habe jetzt gelesen, dass die Finanzbehörden bis zu 10 Jahre rückwirkend die ihrer Meinung nach zu vielen Kilometer wieder zu berechnen und dann das doppelte draufzutun als Strafe! Ich verstehe so etwas nicht, ich dachte immer man kann seinen Sachbearbeitern trauen, und wenn was nicht passt, streichen die das. Bloß weil ich die Bearbeiterin mit einem Widerspruch geärgert habe, kann diese doch nun nicht einfach mal behaupten, dass ich die ganzen Jahre betrogen habe. Kann mir irgendwer einen Rat geben?

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