Depotentgelte bei Sparkasse oder irgendwo preisgünstiger?


06.02.2020, 13:51

06.02.2020

Auf Grund der Antworten hier noch ein paar, vielleicht erklärende Worte.

Ich hatte bis 2016 jährlich Dividengutschriften von

- E.ON

- Bayer AG

- Lanxess AG

Im September bekam ich eine Nachricht, dass E.ON eine Abspaltung an der UNIPER SE zugestimmt hat. (Entflechtung – Spin-off – Abspaltung der UNIPER SE.

Die Sparkasse ist dann tätig geworden. (Was immer das mit der Abspaltung so heißt)

Seit dieser Zeit bekomme ich jährliche Dividengutschriften von

- E.ON

- Bayer AG

- Lanxess AG

und

- UNIPER SE

Da die Gutschriften nicht gerade hoch sind, ärgert es mich, dass ich jährlich 29,75 € Depotentgelte zahlen muss.

Aus diesem Grunde meine Anfrage.

Habt bitte Nachsicht ob meiner Unwissenheit.

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Redest Du wirklich von Aktien? Ich glaube nicht, dass irgendeine Aktiengesellschaft sich dafür interessiert, ob der Aktionär Axel62 mit einer Firmenverschmelzung oder einer Umfirmierung einverstanden ist.

Du hast wahrscheinlich eher Fonds im Depot und wenn Du den Unterschied zwischen Aktien und Fonds nicht kennst, dann kann man Dir nicht jene Banken empfehlen, bei denen das Depot kostenlos ist.

Das sind nämlich allesamt Onlinebanken. Bei denen ist das Depot nur deshalb kostenlos weil sie keinerlei Anlageberatung erbringen.

Ich habe meine Frage ergänzt. Vielleicht wird sie dann klarer.

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@Axel62

Ich weiß nicht, wie es zu der Zusammenstellung dieses Depots gekommen ist. Sind das vielleicht Mitarbeiteraktien?

Sinn macht diese sehr einseitige Orientierung des Depots nicht.

An sich würde ich angesichts der einseitigen Ausrichtung raten, die Aktien zu verkaufen und das Geld anderweitig anzulegen. Tragischerweise hat es die Bayer-Aktie ja wegen des Monsanto-Desasters übel erwischt. Hier besteht noch Hoffnung auf Besserung der Lage und deshalb kein sofortiger Handlungsbedarf.

Für einen derart passiven Anleger wie Dich ist eine Onlinebank nun wirklich nicht geeignet. Bleib bei der Sparkasse und verlange von denen als Gegenleistung für die hohen Gebühren eine anständige Beratung.

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@Privatier59

Eine "anständige" Beratung wird er bei der Sparkasse als kleiner Kunde ganz sicher nicht bekommen. Da kämen doch nur Deka-Fonds infrage und es fragt sich, ob gar keine Beratung, zumindest in Bezug auf die vorhandenen Aktien, nicht gleichwertig wäre.

Da die Aktien offensichtlich schon sehr lange (gewollt) unverändert im Depot liegen und der FS an Trading kein Interesse und auch nicht die entsprechenden Kenntnisse dafür hat, sollte er die Aktien, wenn ihm denn die Depotkosten zu hoch sind, auf ein kostenfreies Depot übertragen lassen und sich weiterhin an den Dividenden "erfreuen".

Die Kurse sind sicher z.Zt. nicht gerade Verkaufskurse und selbst wenn die Aktien mal verkauft werden sollen/müssen, wäre es sinnvoller, wenn die Werte z.B. bei der DKB lägen, weil die Vk-Spesen erheblich niedriger wären als bei der teureren Sparkasse.

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@Zappzappzapp

Wenn meine Vermutung mit den Mitarbeiteraktien stimmt, dann hat der Fragesteller noch niemals im Leben eine Aktie selber gekauft. Wenn er sein Depot zu einer Direktbank schickt muss er sich in eine ihm völlig unbekannte Materie einarbeiten. Er muss wissen, ob er das will.

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@Privatier59

Natürlich muss er wissen, ob er das will. Damit er eine für ihn sinnvolle Entscheidung treffen kann, habe ich meine Empfehlung gegeben.

Da die Aktien offensichtlich seit Jahren lediglich im Depot liegen, ob Mitarbeiteraktien oder anderer Herkunft, und keine weiteren Käufe/Verkäufe stattgefunden haben und auch nicht geplant sind, wieso sollte er sich in irgendetwas "einarbeiten" müssen? Es geht nur um die kostengünstige Verwahrung seiner Aktien.

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@Zappzappzapp

Für 29,75 Euro in eine unbekannte Materie einarbeiten müssen? Auf Madagaskar ist das ein Monatseinkommen, hierzulande Peanats. Echt doof, wenn man sich für solche Minibeträge auf Feindesland begibt.

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@Privatier59

Wie ich schon geschrieben habe, der FS muss sich bei der von ihm beschriebenen Situation in nichts "einarbeiten".

Es selbst hat die Frage nach der Ersparnis von €29,75 gestellt und ich habe ihm darauf geantwortet, nichts weiter. Ich kann nicht beurteilen, ob dieser Betrag für ihn "Peanuts" sind und das ist auch nicht meine Aufgabe.

Er ist sicher alt genug, um selbst zu beurteilen, was er daraus macht und ob er eine andere Bank als "Feindesland" betrachtet.

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Vielen Dank an Privatier59 und Zappzappzapp.

Eure Ausführungen waren allesamt sehr interessant für mich. Es ist tatsächlich so, dass ich von Aktiengeschäften echt keine Ahnung habe. Sie sind über meine Ehefrau in unseren Besitz gekommen. Diese hatte sie vor ganz vielen Jahren mal, auf Anraten der Sparkasse, gekauft. Sie hat sich aber letztlich auch um diese Art von Geschäft nicht gekümmert.

Wie schon richtig erkannt liegen die Aktien einfach so, quasi in der Schublade bei der Sparkasse und wir müssen für die Schublade die Depotgebühren zahlen. Mehr passiert eigentlich nicht, wenn man mal von den Überweisungskosten der Dividende absieht.

Ich werde mir mal den Vorschlag mit der DKB ansehen. So wirklich in die Geschäftswelt der Aktien will ich mich aber nicht einarbeiten.

Vielleicht ist auch die Idee, sie einfach zu verkaufen, nicht schlecht.

Letztlich ist es auch nicht schlimm, die 29,75 € jährlich zu zahlen, aber irgendwie scheints mir nicht notwendig zu sein.

Nochmals sehr vielen Dank für eure engagierte Information.

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Definitiv lohnt sich das - 29,75 Euro hast du dann im Jahr mehr. Wenn du nur Einzelaktien hälst, könntest du zum Beispiel zu TradeRepublic wechseln. Dort zahlt man in der Regel pro Order nur 1 Euro falls du noch andere Wertpapiere kaufen möchtest.

Es weiß natürlich keiner hier genau, was die Sparkasse dich da hat unterschreiben lassen. Grundsätzlich ist es so: Wenn ein Unternehmen etwas ändert, zahlst du normalerweise keine Ordergebühren. Du hast ja auch nichts anderes gekauft oder? Namensänderungen passieren schonmal, von Google zu Alphabet zum Beispiel.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich habe meine Frage ergänzt. Vielleicht wird sie dann klarer.

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Es gibt Banken ohne Depotgebühren, z.B.

https://www.dkb.de/privatkunden/broker/

Ob sich ein Wechsel für Dich "lohnt", musst Du selbst entscheiden.

Was Du sonst so schreibst,

hat sich bei einem Aktienanbieter irgendetwas geändert und die Aktien wurden umbenannt

und

Versteht man unter so einer Information und der Zustimmung der Umwidmung schon eine "Order"

ist leider unverständlich.

Ich habe meine Frage ergänzt. Vielleicht wird sie dann klarer.

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@Axel62

Durch die Abspaltung von Uniper hast Du lediglich zusätzliche Aktien in Dein Depot bekommen. Dadurch sollten Dir weder Kosten noch irgendwelche Nachteile entstanden (Es sei denn, die Depotkosten wären durch die zusätzliche Aktie gestiegen). Für die Abspaltung war Deine Zustimmung nicht erforderlich. Ich weiß nicht, was Du da hättest unterschreiben müssen.

Wenn Du die Depotkosten sparen und Dir dafür die Mühe machen willst, richte Dir ein Depot bei der DKB ein und lass die Aktien dorthin übertragen. Das ist recht einfach und der Übertrag kostet nichts. Damit machst Du nichts verkehrt.

Du sparst dann die Depotkosten und wenn Du die Aktien doch mal verkaufst, ist das auch günstiger als bei der Sparkasse.

Außerdem bietet die DKB auch noch ein kostenloses Girokonto an. Ich bin aus Kostengründen vor einem Jahr komplett zur DKB "umgezogen".

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@Zappzappzapp

Dann lass Dich mal überraschen, wie lange das Girokonto bei der DKB noch kostenlos bleiben wird. Der Marktführer ING-Diba nämlich hat seine Kunden gerade damit überrascht, dass er künftig für alle Girokonten mit weniger als 700 Euro monatlichem Zahlungseingang 4,95 Euro Gebühr nehmen wird.

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@Privatier59

Das war ja hier auch nicht das Thema, sondern lediglich eine Zusatzinformation für den FS. Günstiger als die Sparkasse wird die DKB mit Sicherheit bleiben.

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@Zappzappzapp

Aha, die Erde ist eine Scheibe weil ich Plattfüße habe. Ignoriere weiter die Fakten. Viel Spaß in dieser Parallelwelt.

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@Privatier59

Bleib einfach sachlich und akzeptiere, dass es unterschiedliche Meinungen geben kann. Ich lebe in der derselben Welt wie Du und komme in dieser sehr gut klar.

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