Denkmalschutz-Afa- ab welchem Einkommen u. welche Modelle gibt es?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wie bei (fast?) allen anderen Graumarktprodukten dürfte es kaum wen geben, der nachdem er das Objekt wieder los ist sagt, er hätte es wieder gemacht. Jeder bereut es und das sollte jedem zu denken geben. Nebenbei eine Erkenntnis, die mir etwas spät kommt.

Es ist so, dass sich der Initiator den Steuervorteil komplett via Kaufpreis einverleibt, wie man später merkt. Also so ähnlich, wie es mit Bauherrenmodellen und später mit Ostimmobilien war.

Man sollte jedenfalls einen Grenzsteuersatz am Höchststeuersatz haben. Idealerweise deutlich darüber, weil sich das Einkommen ja auch senkt.

Für jedermann ist es ganz sicher nicht. Man sollte es schon verkraften, ungefähr 60 bis 70 % des Investments zu verlieren. Wenn 30 % von der Steuer in zwölf Jahren zurück kommen (mehr ist es nie), sollte man immer noch von einem Verlust von etwa 30 bis 40 % der Anschaffungskosten ausgehen. Und das Geld ist gebunden.

Wenn man fremd finanziert gilt das analog. Es sollte einen also nicht umbringen, 30 bis 40 % der Anschaffungskosten bei Verkauf als Restdarlehen zu bezahlen.

Dass man normalerweise keinen Gewinn macht ist ein Killerargument gegen Fonds. Wenn sich doch welche finden, sollte man von einem Verlust von 40 bis 50 % ausgehen. Die sollen schließlich auch leben.

Üblicherweise kauft man sich in eine Bauherrengemeinschaft ein, die das Denkmal von einem Bauträger sanieren lässt. Wenn es saniert ist (also 2 - 5 Jahre später) wird die Einheit übergeben und die Abschreibung auf alle Aufwendugen zum Erhalt des Denkmals beginnt zu laufen.

Es kann bestimmt auch gut gehen, aber mir fehlen da die Beispiele.

Was möchtest Du wissen?