Den Staat als Erben einsetzen und gleichzeitig Erbschaftsteuer sparen?

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2 Antworten

Der Unterschied zwischen einem Vorausvermöchtnis und einer Teilungsanordnung (mit den dir beschriebenen Konsequenzen) ist, dass es bei einer Teilungsanordnung eine Quote mit Ausgleichsanspruch gibt.

Wenn er also das Bundesland und den Freund zu gleichen Teilen einsetzt und dann ungleich aufteilt, das Bundesland also einen Ausgleichsanspruch hat, würdne deine Konsequenzen gelten.

So wie es geschrieben ist, hat das Land keinen Ausgleichsanspruch, der Erbe muss aber auch die 40 Mio. versteuern.

Es ist nebenbei auch kein Vorausvermächtnis sondern ein ganz normales Testament.

Wo (in Gesetz oder Richtlinien) siehst du einen Hinweis darauf, dass es anders sein könnte???

FREDL2 15.12.2012, 13:22

@Rat2010: Danke, das wären auch meine Schlussfolgerungen gewesen. Die erschienen mir aber zu schlicht gedacht.

Auch das

Klar ist, dass das Bundesland RWN, dem die ErbSt ohnehin zusteht, diese nicht von sich selbst erheben wird

irritierte mich. Nach 13/2 kann der Staatsanteil am Erbe ggf. sowieso steuerbefreit sein.

Vielleicht lähmt mich auch nur der Respekt vor ledernen Gesellen.

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blackleather 15.12.2012, 13:27
@FREDL2

Vielleicht lähmt mich auch nur der Respekt vor ledernen Gesellen.

lol

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blackleather 15.12.2012, 13:26

Ah, ich glaube, im Ausgleichsanspruch nach § 2032 Abs. 1 BGB liegt der Denkfehler (Gottseidank der von MC, nicht meiner :) ).

Denn das Land kann ja tatsächlich im Wege der Erbauseinandersetzung von H 19.980.000 € (40.040.000 € : 2 - 40.000 €) verlangen - nicht als Steuer, sondern als Erbteil. Dem H blieben dann also 40.000.000 € - 19.980.000 - 10.000.000 € = 10.020.000 €. Und das ist genau die Hälfte des Gesamterbes abzüglich Freibetrag abzüglich Erbschaftsteuer.

Dass es kein Vermächtnis ist, war mir klar. War auch nicht beabsichtigt. Deswegen schreibt MC ja ausdrücklich, dass er beide zu Erben einsetzt.

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Rat2010 15.12.2012, 15:16
@blackleather

Ich bin kein Jurist oder Steuerberater. Man kommt den Lösungen nur immer recht nahe, wenn man überlegt, dass Gesetze oft schon gar nicht so schlecht sind. Wenn aber doch ein Fehler passiert findet sich garantiert eine DV oder Richtlinie, die das ausgleicht.

Davor solte man allerdings wissen, was der Staat will ;)

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bin noch am Nachdenken ...

FREDL2 15.12.2012, 12:52

Ich auch. Genauer gesagt, trau ich mich nicht so recht. Ich suche noch den Haken.

Auf eine Frage von blackleather erscheint mir meine Antwort zu einfach.

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