db x trackers und i Shares ETF auf MSCI World- automatisch Währungsrisiko gegeben?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du setzt Dich immer einem Währungsrisiko aus, wenn Konstituenten des Fonds im Ausland notieren oder der NAV des Fonds in einer nicht-EUR-Währung notiert. Man kann zwar argumentieren, daß globale Firmen eher weniger von Wechselkursen abhängen, aber ein Rest bleibt immer. Ebenso ist jede Fremdwährungskonversion mit Spreads verbunden, d.h. man verliert irgendwo einen kleinen Betrag.

Andererseits ist das ja nicht nur ein Risiko, sondern auch ein gewollter Aspekt des MSCI World. Man möchte ja international diversifizieren, um auch über Währungsräume hinweg und Regionen hinweg zu investieren. Risiko hin oder her - Risiken bestehen auch mit anderen Anlagen und wenn diese sich nun gegenseitig abschwächen, dann ist das Ziel einer Portfoliodiversifikation erreicht.

Die Antwort ist daher klar: Ja und Nein. Was willst Du denn erreichen? :-)

Ja.

Die Messung des Währungsrisikos aus diesem Index ist schwierig. Vordergründig sind ca. 54 % US-Unternehmen im Fonds und Frankreich stellt mit ca. 5 % das größte Euroland dar. Den gesamten Eurolandanteil konnte ich gerade nicht herausfinden, aber er liegt vielleicht bei max. 10 %.

Für Dich, als Eurolandbewohner, stecken also jede Menge US-Firmen drin.

Aber ich will auf was anderes hinaus: Der Firmensitz ist nicht so relevant, da viele US-Firmen einen erheblichen Teil Ihres Umsatzes (und Ertrages) im Nicht-Dollar-Raum erwirtschaften. Umgekehrt ist der Umsatz und Ertrag der deutschen Exportstars im Nicht-Euro-Raum auch sehr wesentlich.

Es ist daher schwierig, das Währungsrisiko in diesem Index (wie auch in vielen anderen) genauer zu beziffern.

DH - guter zusätzlicher Hinweis!

Konkretes Beispiel Dax: Die durchschnittliche Exportquote der Dax-Unternehmen liegt bei ca. 40%. Zwar gehen die meisten dieser Exporte in die EU (sagen wir 50% davon), der Rest aber eben auch nach USA, China/AP, LA etc. - Damit hätte also sogar der "deutsche" Dax einen Circa-Anteil von 20% in ausländischen Währungen.

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@GAFIB

Während der DAX ja die Marktkapitalisierung der Aktien wiedergibt, ist es beim Währungsrisiko der DAX-Firmen noch komplizierter (aber dies gilt genauso für die Aktien im MSCI World Index oder anderen Indices). Das Währungsrisiko kann sich auf der Umsatzseite, aber auch auf der Beschaffungsseite und auf der Kosten- oder Ertragsseite auswirken. Daher ist der Rückschluss von der Exportquote problematisch. Wechselkursrisiken werden von manche Firmen mehr oder weniger abgesichert (was je nach Handelsseite, Währung und Absicherungstermin mit Kosten oder Erträgen verbunden sein kann). Bei Ölfirmen findet der Umsatz (und der überwiegende Rohstoffbezug) überhaupt nur auf $-Basis statt.

Mangels ausreichender Informationen über die Fremdwährungsrelevanz für den Börsenkurs eines Unternehmens, muss man m. E. die Indices und die darauf basierenden ETFs einfach so nehmen, wie sie aufgelegt wurden. Es steckt also ein erhebliches Währungsgrauzonenrisiko drin selbst im DAX!

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