Dauerhafte volle EU-Rentnerin. Halbjähr. Auslandsaufenth. f. Rentenvers. OK, Grundsicherung verneint

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Sätze von Dir wie:

Was du weißt, habe ich schon längst gelesen

oder:

Die "Broschüre" habe ich schon lange vor deinem Hinweis gelesen

verwundern mich darüber, dass Du mit Deinem Wissen dann trotzdem noch diese Frage einstellst.

will man mich zwingen das Geld hier auszugeben

Wenn Du schon von Steuergeldern lebst, ist es doch wohl verständlich, dass dieses Geld wenigstens in dem Land bleibt, wo es erwirtschaftet wurde.

Mein Rat an Dich ist folgender: Bleibe in Deutschland und reg Dich nicht über Sachen auf, die nun mal vom Gesetz vorgegeben sind. Das ist auch besser für Dein Herz ;-)

Hallo Gizzmo74, tut mir leid für Dich, daß es Dir gesundheitlich schlecht geht, die Rente beruht auf Beitragszahlungen von Arbeitgeber und von Dir und hier sind die Abwesenheitsregelungen viel großzügiger, die Grundsicherung ist eine Leistung des Deutschen Staates und die ist an den Aufenthalt in Deutschland geknüpft. Meines Wissens (so handhabt das unser Sozialamt) dürfen die Leistungsbezieher sogar nur 2 Wochen pro Jahr ortsabwesend sein, sollte es länger sein, besteht kein Anspruch mehr und natürlich wird Dir auch die Krankenkasse Probleme machen, kann Dir nur raten, in eine wärmere Gegend von Deutschland zu ziehen, hier gibt es auch große Unterschiede z. B. zwischen dem kalten Süden (Alpenvorland) und dem milden Westen (z. B. Freiburger Gegend).

Kurz zu den Fakten:

  1. Fragesteller bezieht EU Rente
  2. Fragesteller bezieht Grundsicherung

Die GKV hat als Leistungsträger nichts, aber auch gar nichts damit zu tun.

1
@alfalfa

Danke für die Anmerkung alfalfa, mir ist schon klar, daß der Fragesteller zweierlei Einkommen hat, Rente aus der DRV und aufstockend Grundsicherung vom Sozialamt, habe aber die Frage auch so verstanden, daß er Schwierigkeiten hat, wenn er ein halbes Jahr im Ausland sich aufhält, wieder in die Krankenkasse zu kommen, oder hab ich das mißverstanden?

1
@Rentenfrau

Das hast Du missverstanden. Der Fragesteller will nicht dauerhaft ins Ausland, weil unser Gesundheitssystem das einzige ist, was ihn aufnimmt. Das ist auch problemlos möglich. Das ist nur der Grund nicht dauerhaft auszuwandern.

Der Fragesteller will: - 6 Monate in Südamerika leben - Volle EU Rente für die Zeit haben (unkritisch und okay) - Volle Grundsicherung für die Zeit on Topp - Begründet den Anspruch aufgrund der Gesundheitssituation - Regt sich darüber auf, dass Grundischerung nur 3 Monate bewilligt wird - Sucht Tipps um volle 6 Monate Grundsicherung zu bekommen - Ignoriert die Gesetzgebung und findet Fachinformationen zynisch - Kennt alle Informationen schon

und wundert sich über Antworten, und kennt nicht die Bedeutung des Wortes Zynismus. Da ist Hopfen und Malz verloren, da bleibt nur der Klageweg.

3

Nun, Grundsicherung erhält man nur, wenn man in Deutschland lebt. Das ist die Voraussetzung und keine Frage der Ethik. Insofern ist die Auskunft schon korrekt. Dein Gesundheitszustand wird auf die Entscheidung keinen Einfluss haben.

Doch sieh selbst:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232620/publicationFile/54129/grundsicherung_hilfe_fuer_rentner.pdf

Mit Grundsicherung kann man dieses Land ganz offiziell drei Monate verlassen, wenn man voll und dauerhaft - wie ich es bin - erwerbsunfähig ist. Wieso also nicht auch sechs Monate, wie es die Rentenversicherung genehmigt !!? Schließlich kann ich nicht mehr arbeiten, bin schwerkrank. Ich habe eine hochqualifizierte Ausbildung und ettliche Berufsjahre hinter mir, habe immer in alle Versicherungen dieses Staates einbezahlt (Rente, Unfall, Soziales und mit Sicherheit auch für Erwerbsunfähigkeit). Jetzt ist der Versicherungsfall da, den ich mir mit Sicherheit nicht gewünscht habe und nun will man mich zwingen das Geld hier auszugeben - darum geht es doch. Ich will nichts, was mir nicht zusteht und dann bekomme ich solche halbseidenen Antworten. Leute, erst richtig lesen, dann Antworten !!

0
@Gizzmo74

Wieso also nicht auch sechs Monate,

weil es im Gesetz nicht vorgesehen ist und jetzt mal ehrlich: Grusi bedeutet Grundsicherung -dazu gehört aber nicht die Finanzierung eines Urlaubes. (Aus welchen Gründen auch immer ) Und warum ich von Urlaub rede: Weil selbst der letzte Winter keine 6 Monate gedauert hat- auch wenn wir das alle so empfunden haben.

1
@Gizzmo74

Nun, Grundsicherung sichert das Existenzminimum im Inland ab und dient nicht dazu das Lebensniveau im Ausland zu erhöhen. Unser Sozialsystem sichert Dich durch:

  • Krankenversicherung
  • Erwerbsminderungsrente
  • Grundsicherung

im Inland ab. Es basiert auf einem Umlagesystem, d.h. die Bevölkerungsanteile die jetzt einzahlen finanzieren Deine Ansprüche. Das ist sicherlich teurer, als das was Du entnimmst.

Außerdem irrst Du Dich gewaltig. Der Versicherungsfall ist relevant, wenn Du dich privat abgesichert hättest, dann hättest Du einen vertraglichen Anspruch.

Es geht um Grundabsicherung im Inland. Punkt. Das ist die Gesetzeslage. Und bei Öffnung für Grundsicherung im Ausland, würden sicher viele kreative Köpfe dieses ausnutzen. Stichwort Florida Rolf. Auch wenn Du es für Dich als ungerecht empfindest, die Gesetze schützen vor Sozialbetrug.

Fazit: Du kannst gerne überwintern, doch dir steht nur die Erwerbsminderungsrente zu und maximal 3 Monate Grundsicherung. Das Du schwerkrank bist ist bedauerlich, räumt Dir jedoch keinen Sonderstatus ein.

Man will Dich nicht zwingen das Geld hier auszugeben, sondern bewilligt Dir lediglich das Geld zu was Dir zusteht. Und jetzt lese bitte mal den Link zum Thema Grundsicherung und die Rechtsgrundlagen. Grundsicherung dient nicht dazu ein Leben im Ausland zu finanzieren. Und wenn Du hochqualifiziert bist, müssten Dir die Argumente der Broschüre einleuchten.

2
@Gizzmo74

Nachsatz: Ja, ersteinmal richtig lesen. Gutes Stichwort. Alle Grundlagen findest Du in der Broschüre der DRV, die ich Dir als Link geschrieben habe. Das ist nicht halbseiden, sondern Real. Halbseiden ist Dein Kenntnisstand und jetzt mit der Replik die Anspruchshaltung, die Du an den Tag legst...

2
@alfalfa

Hallo blnsteglitz! Die "Broschüre" habe ich schon lange vor deinem Hinweis gelesen und ist nicht vollständig, sondern lediglich allgemein gehalten! Abgesehen davon stimmt auch nicht alles, was uns so erzählt wird, auch nicht von den so genannten offiziellen Stellen! Das habe ich nicht nur persönlich so erlebt!! Wer sich selber etwas bemüht, der kommt recht schnell dahinter! Wie wäre es, wenn du nochmal von vorne anfängst und meine Frage komplett ließt? Es geht nicht um einen Daueraufenthalt im Ausland mit Hauptwohnsitz dort. Es geht um sechs Monate im Jahr, mit Hauptwohnsitz in Deutschland - im Gegensatz zu diesem Florida-Rolf, der bereits fast ein viertel Jahrhundert (!) in den USA gelebt hat, bevor er - ohne je wieder freiwillig einen Fuß ins Vaterland zu setzen - Sozialhilfe beantragt und bekommen hat. Wenn ein Sozialamts-Mitarbeiter so etwas bewilligt, dann frage ich mich allerdings in wieweit dieser "bemittelt" war, denn auch ich hätte Florida-Rolf einen Riegel vorgeschoben. Abgesehen davon brauche ich kein Geld für eine sauteure US-Wohnung, da ich für die Unterkunft nichts zahle. Auch sonst entstehen für das Amt keine weiteren Kosten. Ein Vergleich mit dieser Person ist deshalb nicht haltbar und sogar irreführen. Worauf beziehen sich deine drei Monate Grundsicherung? Auf das Halbjahr, das ich dort leben will? Oder hast du dafür eine andere Rechnung, hm? Und wo bleibt die Logik, anstelle nur darauf hinzuweisen, dass etwas nicht im Gesetzbuch steht?

0
@Gizzmo74

Gesetzesgrundlage guckst Du hier, besonders § 24

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_12/BJNR302300003.html

Ansonsten gibt es noch ein anderes Forum sozialhilfe24.de

Über das Verfahren des Verwaltungsaktes bleibt Dir selbstverständlich der Weg der Klage vor dem Sozialgericht offen. Dann bekommst Du Rechtssicherheit.

Beraten können Dich Rechtsanwälte oder Rentenberater, denn Rechtsberatung ist in diesem Forum nicht erlaubt.

Und in der Tat, Grundsicherung zählt zur Sozialhilfe. Der einzige Unterschied zum Fall Florida Rolf und Deiner Anfrage ist, dass Du gerne 6 Monate überwintern willst, er jedoch ein wenig länger verblieb. Und das sich die Sozialgesetzgebung - zum Glück - geändert hat.

0
@alfalfa

Braver Bürger! Was du weißt, habe ich schon längst gelesen: Ich wollte eigentlich einen Schritt weitergehen und nicht auf der Stelle treten - denn dann kann man sich das Gerede sparen. Daß du hier helfen wolltest, ist ja auch nicht der Fall, denn dann hättest du nicht - auch noch irreführende - Argumente gegen mich gesammelt.

Das war: Deutsche gegen Deutsche, Teil 2.

0
@Gizzmo74

Das war Wunschdenken versus Rechtslage Teil 1 versus Ignoranz Teil 2. Hilfe bestand darin, Dir die Rechtslage zu verdeutlichen und nicht Umgehungstatbestände im Sozialrecht zu konstruieren. Wenn Dir das alles klar ist, dann empfehle ich Dir den Klageweg.

Dir steht vollkommen frei im Ausland zu überwintern. Punkt. Nur ohne aufstockende Grundsicherung. Was ist daran so schwierig zu verstehen. Das ist nunmal die bestehende Rechtsprechung und dafür ist nicht das Forum verantwortlich.

Irreführend ist Deine feste Ansicht einen Rechtsanspruch aufgrund des Gesundheitsstatus oder aufgrund der Tatsache dass Du irgendwann mal in die Sozialsysteme eingezahlt hast, ableitest.

Das hat nichts mit Deutsche gegen Deutsche zu tun. Komm bitte in der Realität an, sonst wird das nichts.

3 Monate Auslandsaufenthalt (Ermessungssache) plus EU Rente oder nur EU Rente, wenn es länger sein soll. Was ist so schwierig am § 24 SGB XII?

Ja, und braver Bürger...du etwa nicht? Sorry, erst um Informationen bitten, und dann noch zynisch werden. Und nun: Rechtsanwalt beauftragen und Good Luck!

3
@alfalfa

Ich habe nicht um irgendwelche Reaktionen / Informationen von irgendwem gebeten. Die Fragestellung ist klar, nur darauf will ich eine Anwort! Alles andere ist überflüssig, blabla: Das ist echter Zynismus !!

0
@Gizzmo74

Die Antwort ist auch klar. § 24 SGB XII. Ansonsten Klageweg.

Außerdem waren es gleich drei Fragen, wenn man die Fragezeichen in Deinem Posting liest. Dazu noch ohne Absatz Punkt und Komma, was es nicht einfacher macht im Bereich Verständlichkeit.

Die Antworten sind:

  1. Nach § 24 SGB XII steht Dir bei einem dauernden Auslandsaufenthalt keine Grundsicherung zu.

  2. Anträge werden im Rahmen eines Verwaltungsaktes entschieden. Dagegen kannst du Einspruch erheben. Der Rechtsweg steht Dir offen. Rentenberater und Anwälte dürfen Dich vertreten.

  3. Es ist keine Frage der Ethik, sondern des SGB XII, ob Anspruch besteht.

  4. Foren wie Sozialhilfe24.de sind spezialisiert auf "Rechtsfinessen".

  5. Rechtsberatung und Rechtsbeugung sind gem AGB hier ausgeschlossen.

  6. Adäquate Kommunikation, klare Fragenstellungen etc. sind auch im realen Leben hilfreich - Wie es in den Wald reinruft, so schallt es hinaus.

  7. Auch wenn Dir die Antworten - fachlich fundiert nicht gefallen - das ist nunmal die Gesetzeslage.

  8. Dein Gesundheitszustand ist für die Beurteilung Deines Anliegens irrelevant für die Beurteilung des Antrags.

  9. Handlungsoptionen kennst Du ja.

Wenn Du nicht Antworten von "irgendwem" willst, dann verabschiede Dich doch einfach von diesem Forum. Auch das steht Dir frei. Und Deine Fragen (!) sind klar beantwortet. Punkt! Auch wenn dir das Ergebnis nicht gefällt.

3
@alfalfa

Ein Hinweis noch zum Thema Krankenversichetung. Du schreibst, dass Du gesundheitlich angeschlagen bist und deshalb gerne eine Zeit des Jahres in Südamerika verbringen willst. Solltest Du vor Ort erkranken und einen Rücktransport benötigen, so wird das die GKV nicht zahlen, da es keine SGB V Leistung ist. Auch wirst Du aufgrund Deiner Vorerkrankungen keine Deckung bei einer Reise Auslandsversicherung bekommen. Also hast Du bei Deinem Vorhaben das Risiko, dass Du den Transport zurück aus eigener Tasche finanzieren musst. Bei dem was Du schreibst hast Du ein erhebliches finanzielles Risiko.

1

Ach so - ein neuer Florida Rolf !!!

Hoffentlich verweigert man dir die Grundsicherung - mal eben überwintern auf Kosten des Steuerzahlers !!!

Das ist schon ein ziemlich starkes Stück, andere Leute zahlen fleissig ihre Steuern hier und du verpisst dich auf deren Rücken nach Südamerika.....

Es ist wirklich nicht zu fassen.

hättest du aber auch ein bißken netter ausdrücken können......

;-)

1
@blnsteglitz

Kannst du denn auch nicht richtig lesen?! Ich hoffe doch: Siehe mein Kommentar bei der Antwort von blnsteglitz. Außerdem werden hier Äpfel mit Birnen verglichen! Wenn du alles durchgelesen hast, kannste dich ja nochmal melden.......

0

Desinformiert! Wer Florida-Rolf (siehe wikipedia) mit mir vergleicht, will unbedingt Birnen und Äpfel gleichsetzen.

Neidisch auf schwere Krankheit?! Autsch!

Bösartig!

Unproduktiv!

Armes Deutschland! Deutsche gegen Deutsche!

0
@Gizzmo74

Na dann hast Du den Artikel auch gelesen und den § 24 SGB XII gelesen.

http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/12/index.php?norm_ID=1202400

Damit dürfte Deine Frage beantwortet sein, zumal die Erwerbsminderungsrente ja unberührt bleibt. Und der bedauerliche Grund, Krankheit, ist zur rechtlichen Beurteilung des Sachverhaltes nicht relevant.

Das Widerspruchsverfahren und die Klagewege bleiben dir ja offen. Anwälte und Rentenberater können bei der Umsetzung der Ansprüche rechtlich behilflich sein.

Damit dürfte Deine Frage wohl hinreichend beantwortet sein.

1

D.H. Einzig korrekte Antwort, die der Fragegeber versteht. Ich hab es mal fachlich probiert, doch Sozialversicherungsbetrug ist einfach nich meine Domäne.

0

Lieber Qtbasket,

bei allen aufwallenden Emotionen bei Postings bitte sachlich und fair bleiben. Mit Beleidigungen ist niemandem geholfen. Wenn aus deiner Sicht das Vorhaben der Fragestellerin aus rechtlicher oder wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn macht oder gar nicht erlaubt ist, kann darauf ja auch sachlich hingewiesen werden. So hilft dann deine Antwort vielleicht auch Dritten, die sich genau das selbe wie die Fragestellerin überlegt haben, ihren Plan zu überdenken.

Freundliche Grüße

Jürgen vom Support

0

Was möchtest Du wissen?