darlehnskündigung

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6 Antworten

Soweit ich weiß kündigt in solchen Fällen meist die Bank wegen "Gefährdung der Vermögenssituation" des Kreditnehmers außerdordentlich nach § 490 Abs. 1 BGB (http://www.slb-law.de/de/aktuelles/bankrecht/kreditrecht-kreditkuendigung-unwirksam-rechtsanwalt.html). Eigentlich sollte die Bank auch an einer verträglichen Lösung bzw. Fortführung des Engagements interessiert sein. Denn mit einer Privatinsolvenz ist ihr ja auch nicht gedient. Ein Recht auf eine Umfinanzierung ist mir allerdings nicht bekannt. Da gilt wohl tatsächlich der Grundsatz "Verträge sind zu halten". Ich würde der Bank daher einfach klarmachen, dass die Gefahr groß ist, dass sie am Ende lehr ausgeht, wenn sie sich nicht bewegt. Denn ein einvernehmlicher Aufhebungsvertrag ist in der Regel immer möglich. Würde mich interessieren wir ihr die Sache gelöst habt. VG

Eine der Maxime des Rechts lautet "Pacta sunt servanda - Verträge sind einzuhalten". Das gilt, wie qtbasketqtbasket schreibt, für alle an einem Vertrag beteiligten Parteien. D.h., wenn der Darlehensvertrag nichts dergleichen hergibt, ist man an diesen gebunden. Den § 489 I Nr. 2 BGB einmal außer Acht gelassen, da die entsprechenden Fristen lt. Ihrer Beschreibung nicht auf Ihren Sachverhalt zutreffend zu sein scheinen (bitte einen entsprechenden Juristen konsultieren), erkennt die BGH-Rechtsprechung in den Fällen

  • des Hausverkaufes und

  • des Ablehens eines höheren Kreditvolumens durch die eigene Bank, obgleich eine andere Bank bereit wäre, das höhere Volumen zu gewähren.

geschützte Gründe für die vorzeitige Zurückführung eines Kredits.

Das OLG Naumburg hat diesen Gründen einen weiteren hinzugefügt. Zur Ablösung berechtigt ist ein Darlehensnehmer auch dann, wenn er sein Darlehen deshalb auf ein niedrigeres Zinsniveau umschulden möchte, weil er ansonsten irgendwann die monatliche Ratenlast nicht mehr erbringen kann. Gleichwohl gilt insoweit aber auch die Rechtsprechung des BGH, der die bei den übrigen wirtschaftlich nicht genötigten Darlehensnehmern in Zeiten günstiger Zinsen besonders beliebten Umfinanzierungen als keine besonders triftigen Gründe für eine Kündigung gegen Vorfälligkeitsentschädigung ansieht. (Quelle: http://www.wehrt.de/vorfaelligkeitsentschaedigung/fehlen_besonderer_voraussetzungen-neu.aspx).

Haben Sie Betracht gezogen, diese Möglichkeit juristisch prüfen und ggf. durch einen Sachverständigen finanzmathematisch untermauern zu lassen? Viel Erfolg.

Pauschal kann man in Ihrem Fall wirklich nicht sagen, was das beste wäre. Auf jeden Fall würde ich nicht zur erstbesten Bank laufen und dort eine Anfrage stellen. Vor einigen Monaten hat die Stiftung Warentest herausgefunden, dass viele Filialbanken bei der Schufa eine Kreditanfrage stellen, wenn der Kunde den Kredit direkt in die Filiale geht, um den Kredit da zu beantragen. Das Problem: Eine Kreditanfrage wird in der Schufa registriert. Damit das nicht passiert, muss eine Konditionsanfrage gestellt werden. Bei dem Test kam heraus, dass Onlinebanken im allgemeinen besser abschneiden http://www.test.de/Kreditberatung-Die-Kreditversager-4374697-0/

Das bedeutet: Bei Onlinebanken kannst du mehr Anfragen stellen, ohne dass sich daraus ein Nachteil für dich ergibt.

Was bist du denn für ein Clown? Frisch angemeldet und dann so einen Käse schreiben. Der letzte Satz ist ja der absolute Abschuss :D

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Verträge müssen eingehalten werden, von beiden Seiten !!!

Und wenn der Kreditgeber nicht umfinanzieren will, wird es ziemlich schwierig. Bei einer Hypothek ist eine Vorfälligkeitsentschädigung für den Kreditgeber ein legales rechtliches Instrument, wenn der Kredit vorzeitig vom Kreditnehmer gekündigt werden sollte.

Man sollte dazu die Hilfe einer Verbraucherzentrale annehmen, das ist zwar nicht kostenlos, aber so steigen die Chancen doch für den Kreditnehmer deutlich.

Aber man sollte sich im Klaren sein, ohne die Zustimmung der kreditgebenden Bank geht gar nichts.

ja, es gibt ggfalls eine Möglichkeit vorzeitig gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung aus dem Darlehen herauszukommen.

Das widerum wird unter dem Strich aber vermutlich die Zinslast nicht drücken.

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@TopJob

Hallo das kann man so gar nicht sagen. Es kommt auf den gesamten Fall bei Ihnen an.

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Du bekommst doch ohne Bonität GAR KEIN Darlehen, egal zu welchen Konditionen und bei welcher Bank! Du mußt ja froh sein, nicht selbst gekündigt zu werden!

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