Darlehensvorschlag von einer Bank erhalten, wegen Finanzamt?


01.05.2021, 16:41

NACHTRAG: Das Darlehen wird erst nach 5 Jahren zurückgezahlt. Hat das eine Bewandtnis bei der Zinsberechnung?

3 Antworten

Ich hab nur mal kurz Zahlen jongliert und die in einen Internetrechner für Tilgungsdarlehen eingegeben, denn da wird Zins und Tilgung separat gesehen.

Um die 50.000 Euro abzuzahlen brauchst Du ca. neun Jahre. Bei einem Zinssatz von 5,5% auf den jeweiligen Kapitalrest müsste Du rund 12.000 Euro Zinsen zahlen.

Das wäre unter dem Freibetrag.

Klar, rechnet man 5,5% jeder Jahr auf den Gesamtbetrag, sind wir über 20.000 Euro.

Ich würde mich also lieber hinsetzen, eine Excel-Tabelle machen die die Tilgung Monat für Monat mit Restbetrag auflistet und dahinter den Zinsbetrag ermittelt.

Dann ziehst Du eine Summe unter oder über die Zinsspalte und wenn da ein Betrag unter 20.000 Euro steht, dann schickst Du die Tabelle an das Finanzamt und fragst, ob sie wirklich eine Steuererklärung wollen.

Die Sache ist ja auch, dass ich den Betrag erst 5 Jahre nach Unterzeichnung in Monatsraten zurückzahlen soll? Weißt du wie das mit den 5 Jahren sind wo ich noch nichts zahlen muss? Hat das irgendeine bewandnis?

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@NewBey

Hmm, fünf Jahre Tilgungsfreiheit, aber vermutlich laufen die Zinsen auf.

Ist halt lediglich ein Vorteil für die Bank. Fünf Jahre fixe Zinsen.

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Mit 5,5 % Zinsen passt das schon ganz gut!

"Nach Angaben der Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank lag der durchschnittliche Effektivzins für Konsumentenkredite im Mai 2020 bei 5,93 %. Das bedeutet, dass es für Kunden zurzeit relativ billig ist, einen Kredit aufzunehmen. Die folgenden Tabellen zeigen einige Beispiele für in Deutschland beliebte Kredite."

https://www.vergleich.de/kreditzinsen.html#:~:text=Nach%20Angaben%20der%20Zinsstatistik%20der,f%C3%BCr%20in%20Deutschland%20beliebte%20Kredite.

Du findest marktübliche Zinssätze im Internet, einen fiktiven Darlehensvertrag braucht es dafür nicht.

Dass es sich dabei im Schenkungsteuer handelt, ist eher unwahrscheinlich - da müsste ja erst mal der Freibetrag von 20.000 € überschritten sein. Es geht wohl eher um die Abzinsung des Darlehens?

 da müsste ja erst mal der Freibetrag von 20.000 € überschritten sein

Naja. 50.000€ sind bei 5,5% Zinssatz jährlich 2750€ Zinsen und das bei knapp 9 Jahren Laufzeit sind man insgesamt bei über 24000€, also über den 20.000€ Freibetrag oder habe ich hier ein Denkfehler?

Also würde es reichen, wenn ich dem Finanzamt so markübliche Zinnsätze schicken könnte? Kannst du mir da eine Internetseite empfehlen, die das Finanzamt akzeptieren würde? Bezweifle nämlich stark das bei diesen Konditionen im November 20 ich 5,5% Zinsen im Jahr hätte zahlen müssen. 3-4% halte ich für durchaus realistisch.

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@NewBey

Zunächst mal tilgen Sie ja auch, die Zinsen werden also stetig weniger. Vielleicht tilgen sie auch irgendwann mehr oder leisten eine Sonderzahlung. Und der Freibetrag ist eben erst dann überschritten, wenn es soweit ist.

Wenn das Darlehen z.B. für eine betriebliche Investition verwendet wird, dann geht es nicht um Schenkungsteuer, sondern um die Abzinsung des Darlehens, diese erhöht den Gewinn. Hat sich denn überhaupt das für Schenkungsteuer bei Ihnen zuständige Finanzamt gemeldet? Das ist oft ein anderes als das für Einkommensteuer zuständige.

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@Eifelia
Hat sich denn überhaupt das für Schenkungsteuer bei Ihnen zuständige Finanzamt gemeldet?

Ja hat sich gemeldet. Das mit den Tilgungen habe ich komplett verplant, aber ja. Stimmt. Trotz allem wäre es gut, wenn man einen Zinssatz anwenden könnte, der näher an der Realität liegt. 5,5 % in dieser niedrigzinszeit ist einfach nicht zeitgemäß. (Benutze das Darlehen nicht für betriebl. Zwecke.)

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