Darlehensvertrag nur im Zusammenhang mit Girokonto?

2 Antworten

Die Bank darf das. Nach Par 492b BGB ist es ein "zulässiges Kopplungsgeschäft".

Ob jetzt gleichzeitig mit der Girokontoauflösung auch eine Kreditkündigung verbunden ist?

Es kommt darauf an, was die Bank dazu im Kreditvertrag, den Darlehensbedingungen und den Allgemeinen Bedingungen formuliert und festgelegt hat.

Da musst Du entsprechend selber nachlesen.

Evtl. hat es auch auf die Kreditkonditionen Einfluss, die sich dann entsprechend erhöhen würden. Falls ja, dann ist es eine rechnerische Abwägung zwischen erhöhten Konditionen gegenüber der Kontoführungsgebühr.

Danke für die Antwort.

Aber indirekt ist es für mich eine Kontoführungsgebühr für meinen Kredit, denn nur dafür wird das Girokonto ja gehalten.

Und Kontoführungsgebühren für ein Kreditkonto sind ja bereits vom Gericht als widerrechtlich beurteilt worden.

Mein Girokonto, auf das mein Gehalt geht und von dem aus ich die Kreditrate auf das weitere Konto überweise, habe ich bei einer anderen Bank. Von dort könnten die Kreditraten genauso abgebucht werden.

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Das Zusatzkonto hatte offenbar gemäß § 492b Abs. 1 Ziff. 1 a) BGB als einzigen Zweck die Kapitalansammlung zur Darlehnsbedienung.

Die nachträgliche Einführung einer Kontoführungsgebühr verletzt m. E. die Ein-Zweck-Bedingung; es soll zusätzlich eine Verwaltungskostengebühr erhoben werden, die einzig im Darlehnsgeberinteresse liegt. Aber vielleicht gibt es hier eine neuere bankenfreundliche Rechtsprechung?

Die Fragestellerin sollte nach der Genehmigung für die nachträgliche Gebührenerhebung durch die Aufsichtsbehörde gem. Abs. 3 fragen.

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Das kostenlose Girokonto anzubieten und zu verlangen scheint mir noch in Ordnung zu sein, aber nicht die nachträglichen Kontoführungsgebühren, die ja den angebotenen Sollzins erhöhen, wenn das Konto zwingend vorgeschrieben wird.

Vielleicht wäre die Möglichkeit der Kreditauflösung (ohne Vorfälligkeitsentschädigung) genau jetzt wünschenswert, um noch günstiger umzuschulden. Daher würde ich mir fachlichen Rat von einem Fachanwalt für Bankrecht einholen.

Girokonto: Wechsel zu Sparda + DKB sinnvoll?

Guten Abend,

ich bin derzeit Sparkassenkunde, bin aber mit dem Service und den Kontoführungsgebühren unzufrieden. Selbst für das Online-Konto wird eine Grundgebühr erhoben, obwohl selbiges bei anderen Sparkassen Filialen auch ohne angeboten wird. Daher erwäge ich nun einen Wechsel, wobei sich zwei Alternativen bieten:

  1. Volksbank: Die örtliche Filiale bietet ein kostenloses Konto ab 1000€ monatlichem Guthaben an. Zusätzlich sind eine begrenzte Anzahl an Online-Buchungen etc. kostenfrei, danach fallen jedoch Gebühren an.

  2. Sparda-Bank : Diese bietet ein kostenloses Girokonto an und der Service scheint auch sehr gut zu sein (lt. Aussage meines besten Freundes, welcher dort Mitglied ist). Sie hat aber auch einen gravierenden Nachteil: CashPool. Die Filiale ist von mir ca. 10km entfernt und der nächste CashPool Automat ist dann nochmal mehr als doppelt so weit entfernt. Da ich nur extrem selten in dem Ort mit der Sparda-Bank bin, wäre es immer sehr umständlich Bargeld abzuheben.

Daher habe ich an eine Kombination der Sparda-Bank mit einer Direktbank gedacht. In diesem Fall interessiert mich besonders die DKB, da sie mit der VISA Karte eine recht attraktive Möglichkeit anbietet, um weltweit an Bargeld zu kommen. Zeitgleich könnte ich das VISA Konto noch als Tagesgeldkonto nutzen.

Einen kompletten Wechsel zu einer Direktbank möchte ich eher nicht vollziehen. Ich tätige zwar fast alle Bankgeschäfte online, aber zumindest die Möglichkeit einer persönlichen Beratung vor Ort gefällt mir dann doch noch.

Was haltet ihr von dieser Kombination? Gibt es hier evtl. Nachteile, die ich aus Unwissen nicht bedacht habe? Oder habt ihr vielleicht eine andere Idee?

Ich bin für eure Ratschläge offen und dankbar :)

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