Darlehen und Grundschulden

4 Antworten

Es müßte mit 15.000,- zusätzlich eingetragener Grundschuld und einer Zweckerklärung für die nun nicht mehr benötigten 25.000,- gehen.

Aber mir ist schon klar, das die BAnk es gerne neu eingetragen und getrennt haben möchte.

Mit den Leuten reden und probieren.,

Hallo Kuddel45,

hoffentlich kann ich Dir hiermit weiterhelfen:

Grundsätzlich verhält es sich so, dass Du nur die günstigen Immobilienfinanzierungskonditionen bekommen kannst, wenn das Darlehen auch (vollständig) durch eine Grundschuld abgesichert ist. Einen Blankoanteil von 15.000 Euro wird Dir eine Bank über ein günstiges Immobiliendarlehen daher nicht gewähren.

Wenn der Kredit bzw. die 15.000 Euro nicht über eine Grundschuld auf der Immobilie abgesichert sind, wäre man ja im Realkreditbereich. Diese Raten- bzw. Konsumentenkredite haben aufgrund der schlechteren Sicherheit auch schlechtere/höhere Konditionen.

Grundsätzlich bist Du bzgl. der Grundschuldeintragung auf das Entgegenkommen Deiner Bank angewiesen. Zumal Diese in Deinem Fall auch eine Art "Monopolstellung" hat: Da Deine Bank bereits eine erstrangige Grundschuld auf Deiner Immobilie eingetragen hat, wir Dir keine andere Bank ein KfW-Darlehen über 40.000 Euro, mit einer zweitrangigen Grundschuld im Grundbuch besichert, gewähren.

Am besten besprichst Du die Möglichkeiten nochmal in einem persönlichen Beratungsgespräch mit Deiner Bank. Wenn Du eine gute Bonität hast und damit ja auch ein guter Kunde für die Bank bist, kommen Sie Dir evtl. entgegen?!

Alles Gute für Dein Vorhaben.

Viele Grüße,

Interhyp AG, Franziska

Wenn der Kredit bzw. die 15.000 Euro nicht über eine Grundschuld auf der Immobilie abgesichert sind, wäre man ja im Realkreditbereich>

Liebe Franziska von der Interhyp: Erlauben Sie mir den kleinen Hinweis, dass der Realkreditbereich zutrifft für dinglich gesicherte Kredite bis 60% des Beleihungswertes. Wir wären also keinesfalls im Realkreditbereich, sondern eher im Konsumentenkreditbereich.

Alexander Solya

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Kuddel:

Du hast der Bank gegenüber noch ein weiteres Argument.

Die Grundschuldzinsen sind Inhalt des dinglcihend Rechts. Sie sind ebenso akzessorisch (forderungsunabhängig) wie der Kapitalbetrag von 100 000,-- €.

Die Bank kann die im Grundbuch eingetragenen Zinsen (von z.B. 18 % ) geltgend machen, obwohl ihr darlehensvertraglich vielleicht nur 5 % zustehen. Mit den überschießenden Grundschuldzinsen (13 %) kann sie einen Teil der gesicherten Hauptforderung abdecken, wenn die Sicherungsabrede eine Haftung auch der Grundschuldzinsen für alle gesicherten Forderungen vorsieht, was üblich ist.

Die Bank kann zu diesem Zweck die Grundschuldzinsen in voller Höhe selbst dann geltend machen, wenn die Zinsen auf das gesicherte Darlehen jeweils gezahlt wurden (also keine Zinsrückstände bestehen). Dies gilt nur dann nicht, wenn ausnahmsweise etwas anderes vereinbart oder die Zahlung auf die dinglichen Grundschuldzinsen erbracht wurden. Die Bank könnte geltend machen:

Hauptforderung 100 000,-- + Grundschuldzinsen 18 % für zwei Jahre 36 000 = insgesamt 136 000,-- € Hauptforderung 75 000 + 40 000 = insgesamt 115.000,-- €.

Es besteht m. E. eine ausreichende Grundbuchsicherung. Überzeuge den Bankberater, dass es eines Neueintrags nicht bedarf.

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