Darf Vermieter Schufa -Auskunft des Mieters verlangen und dass dieser Kosten dafür übernimmt?

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Die aktuelle Schufa-Auskunft und eine Selbstauskunft nebst Anlagen zu den darin gemachten Einkommensangaben sind unabdingbarer Standard. die Kosten trägt der Mieter. Der Mieter darf dies verweigern. Der Vermierter darf sich einen Mieter aussuchen, der dies nicht verweigert.

Das ist natürlich für viele private Vermieter der Königsweg um sich vor Mietnomaden zu schützen. Erbringt der potentielle Mieter nicht die geforderte SCHUFA Auskunft ist er gleich aus dem Rennen, und bei mehreren Bewerbern ist das auch noch keine Garantie.

Das Spiel funktioniert immer dann ganz gut, wenn der Wohnungsmarkt knapp mit verfügbarem Mietraum ist. Ansonsten könnte man als Interessent sich rumdrehen und gehen. Man sollte nicht vergessen, seine Visiterkarte zu hinterlasssen - damit der Vermieter nochmals nach ein paar Tagen anrufen kann. Es gibt auch Gegenden, auf dem Land, da werden Mietinteressenten der rote Teppich ausgelegt.

Man muss sich schon als potentieller Wohnungssuchender vorher über den Wohnungsmarkt, die Preise und die Gepflogenheiten informieren.

Für Vermieter ist es wichtig, Mieter zu finden, von denen sie garantiert ihre Miete bekommen. Dabei ist eine Schufa-Auskunft natürlich eine sehr gute Informationsquelle. Ein Standpunkt, den man zwar gut verstehen kann, aber nicht vertreten muss. Wenn du die Wohnung wirklich haben willst und die Schufa nichts negatives über dich zu berichten hat, kannst du ihm ja eine Eigenauskunft von der Schufa aushändigen. Diese kann man sich übrigens auch einmal pro Jahr kostenlos ausstellen lassen.

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