Darf Vermieter Niederschlagwasser für sich nutzen?

3 Antworten

Dein Denkfehler: Das Wasser fliesst doch in die Kanäle, ob er es vorher als Brauchwasser verwendet oder nicht. Die Abwassergebühr bleibt daher umlagefähig, § 2 Nr. 3 BetrKV.

Das sind zwei verschiedene Vorgänge.

1. Die Gemeinde verlangt Gebühren, vermutlich pro Quadratmeter, für hypothetisch abgeleitetes Abwasser.

2. Der Vermieter nutzt Regenwasser, für dessen Ableitung die Gemeinde Gebühren verlangt.

1a. Die Gemeinde wird nicht weniger von diesen Gebühren verlangen, nur weil der Vermieter das Wasser auffängt (Und anschliessend doch in den Untergrund kippt).

2b. Der Vermieter könnte den Mietern seinen finanziellen Vorteil gutschreiben, wenn er denn einen finanziellen Vorteil hätte und wenn die Mieter einen Nachteil hätten.

Zu Punkt 2b kann man natürlich einen Rechtsstreit führen, in dem es wohl um eine Gutschrift von 3 Euro monatlich ginge.

Ich find das toll, dass dein Vermieter so an die Umwelt denkt. Und ich bin der Ansícht, dass er das Regenwasser ansich auch so abrechnen kann, da er mit Sicherheit auch entsprechende Gebühren entrichten muss. Oder meinst du, der Staat stellt dir auch noch das Regenwasser zur Verfügung?

Was möchtest Du wissen?