Darf Vater mein Vater die Wohnung verkaufen?

6 Antworten

Nein. Oder schuldest du deinem Vater seinen Erbteil, wenn du dein Handy oder Auto einem Dritten verkaufst? (Stürbest du unverheiratet und kinderlos, wäre er dein Erbe).

Lebzeitig ist er nämlich in der Verfügung seines Vermöhemns völlig frei und ein Erbe entsteht erst im Todesfall an dem dann vorhanden Reinnachlass. Hier eben an dem Kaufpreis statt der Wohnung, sofern er den bis dahin nicht ausgegeben hat.

Frage dich, gehört die Wohnung Deinem Vater?

Wenn ja, kann er mit ihr machen, was er will.

Lebt er noch?

Wenn ja, gibt es nichts zu erben, denn erben ist der Erwerb von Todes wegen.

Natürlich kann er verkaufen und er kann mit dem Geld machen, was er will.

Nur wenn er dieWohnung unter Preis verkauft, ist es eine "gemischte Schenkung" und die bedingt einen "Pflichtteilsergänzungsanspruch," für den Fall, dass Dein Vater innerhalb von 10 Jahren verstirbt.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ist das denn nicht eine Art Enterben?

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@michael832

Nein!? Und selbst wenn, kann dein Vater doch machen, wenn er will.

Außerdem: Statt der Wohnung ist doch nach dem Verkauf der Gegenwert in Geld im Vermögen deines Vaters.

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@michael832

Nein. Dein Erbe besteht eben in Geld statt Wohnung und das steht dir erst im Erbfall, dem Tod deines Vaters zu.
Er wird dir nur die Wohnung nicht hinterlassen und das darf er, ist ja seine. Sein Auto dürfte bis dahon längst verschrottet auch nicht auf dich übergehen - was ist eigentlich dein Problem?

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Sobald er die Wohnung verkauft gibt es nichts zu vererben was die Wohnung betrifft.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Wenn er der Einzige ist der im Grundbuch steht, ja.

Wie kommst Du auf den eigentümlichen Gedanken, dass Dir Dein Vater überhaupt ein "Erbe" hinterlassen muss?

Und was Dein Vater jetzt mit dem Geld aus dem Verkauf der Wohnung macht ..... alleine seine Entscheidung.

Wie kommst Du auf den eigentümlichen Gedanken, dass Dir Dein Vater überhaupt ein "Erbe" hinterlassen muss?

Weil der Gesetzugeber genau das regelmäßig so vorsieht? "Mit dem Tode einer Person (Erbfall) geht deren Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere andere Personen (Erben) über. Gesetzliche Erben der ersten Ordnung sind die Abkömmlinge des Erblassers." §§ 1922 I, 1924 I BGB.

Das darf der künftige Erblasser ja abweichend regeln, aber so eigentümlich, wie dir das erscheint, ist es nun auch wieder nicht, sondern der Regelfall.

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@imager761

Stopp .... der Gesetzgeber kann nur bestimmen wie nach dem Ableben eines Erblassers mit dessen Hinterlassenschaft zu verfahren ist. Mir geht es um den Fakt .... zu Lebzeiten kann jeder mit seinem Vermögen umgehen wie er will und selbst wenn er sich an die Straßenecke stellt und Geldscheine verschenkt .... dann wäre es die freie Entscheidung dieser Person.

Mich mutet es eigentümlich an, wenn Kinder den Anspruch stellen ... zu erben. Motto Papas Häuschen soll erhalten bleiben , aber sich im Vorfeld z.B. für dessen Pflege einbringen ... bitte möglichst nicht .... der soll in eine preiswerte Einrichtung ziehen, die alleine aus seiner Rente + evtl. notwendigen Pflegeleistungen aus der Pflegeversicherung finanzierbar ist. Ein potentieller Erblasser soll erst einmal selbst die Früchte seiner "Ersparnisse" ernten ..... so sehe ich dies, als Elternteil mehrerer Kinder .

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