Darf nach einem Widerspruch zu einem Betriebsübergang dem Arbeitnehmer gekündigt werden?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, er (der alte wie der neue Arbeitgeber) darf Dich kündigen, aber nicht wegen des Betriebsüberganges (§ 613a Abs. 4 BGB). Da die Kündigung ohnehin schriftlich begründen muss, weißt Du wenigstens, was Sache ist. Gegen eine Kündigung muss innerhalb von 21 Tagen Kündigungsschutzklage erhoben werden. Also nicht bloss Widerspruch und Reden mit dem Arbeitgeber!

Der Arbeitnehmer darf übrigens nicht einem Betriebsübergang widersprechen, sondern nur dem Übergang des Arbeitsverhältnisses anlasslich eines Betriebsüberganges. Hättest Du dem Betriebsübergang (und nicht dem Übergang des Arbeitsverhältnisses) widersprochen, wäre der Widerspruch wirkungslos.

Über Kündigungsrechte des alten und neuen Arbeitgebers beim Betriebsübergang findest Du hier praktische Informationen: http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Betriebsuebergang.html#tocitem12

Wenn es nicht vertraglich festgehalten ist,und es vorher irgentwann mündlich vorgetragen worden ist,kann der arbeitgeber nicht kündigen. Du hast das recht einen wiederspruch ein zu legen,wird jedoch verneint,würde ich mich mit dem arbeitgeber nochmal persönlich darüber in ruhe unterhalten um eine lösung zu finden.

Gegen eine Kündigung hilft kein "Wiederspruch" und Reden mit dem AG, sondern nur eine fristgerechte Kündigungsschutzklage!

Gegen den Übergang des Arbeitsverhältnisses kann allerdings Widerspruch eingelegt werden.

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Ja das darf er trotzdem. Du kannst aber Kündigungsschutzklage erheben.

Allerdings solltest du für eine rechtssichere Antwort einen Anwalt fragen. Den alle Antworten hier sind sicherlich nicht rechtssicher, natürlich einschließlich meiner Antwort..

Die Kündigung ist nicht ausgeschlossen. Sie kann und wird dann voraussichtlich betriebsbedingt erfolgen. Im Übrigen hat schon LittleArrow richtig geantwortet

Ob eine betriebsbedingte Kündigung möglich ist, wird schon in meinem Link behandelt.

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Leider hattest Du offen gelassen, mit welcher Begründung der Mitarbeiter dem Betriebsübergang widersprochen hatte und deshalb ist unklar, was der Widerspruch und die Kündigung miteinander zu tun haben könnten.

Davon hinge aber die Antwort auf Deine Frage ab und natürlich auch von der offiziellen Begründung für die Kündigung.

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