Darf mein Chef Geld verlangen nach Kündigung?

3 Antworten

Nein, dass darf er nicht. Der Chef hat eine Erpressung ausgesprochen. Für den LKW hat der Chef eine BETRIEBSHAFTPLICHT. Eine Spedition hat darüberhinaus noch weitere Versicherungen, um den Fuhrpark und die Fahrer abzusichern: eine LKW-HAFTPFLICHT, Teilkaskos und Vollkaskos.

Geh weg von dem AG. Er soll dir vorher bitte noch sein Angebot schriftlich geben. So er dann weiter versucht, den Schaden auf Deine Kosten einzutreiben, zeige ihn wegen Erpressung an.

Du hast ihm hoffentlich nicht gesagt, zu welchem neuen Arbeitgeber du wechselst, oder? Nicht das der alte Chef dort dummes Zeug erzählt ... und selbst wenn: es ist die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, keine persönlichen Daten aus dem Arbeitsverhältnis irgendwem zu zwitschern. Somit wäre das dann ein Fall für die Anzeige Nr. 2.

That´s it.

Nein er weiss nicht zu welcher neuen Firma ich gehen werde. Aber gut zu wissen hab mir schon Gedanken gemacht das dass nicht rechtens ist was er da tut. Ich bedanke mich vielmals

0

Entweder hat der Fahrer den Schaden zu verantworten, weil er grob fahrlässig gehandelt hat, oder es ist ein Fall für die betrieblichen Versicherungen. Die Erhebung der Forderung von der Kündigung bzw. Nicht-Kündigung des AN abhängig zu machen, ist indiskutabel.

Geh da weg, du bekommst sofort wieder eine neue Stelle. LKW-Fahrer werden händeringend gesucht, ich weiß wovon ich rede. (Ich würde dir ja jetzt eine Firma in NRW empfehlen, aber ich glaube, dann bekomme ich Haue vom Support 🙂). Wenn der Chef meint, du müsstest den Schaden zahlen, soll er klagen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Eine neue Firma hab ich schon :) grob fahrlässig wäre für mich wenn ich mit voller Absicht oder betrunken den Unfall verursacht hätte. Kann ja auch falsch liegen^^

1
damit ich anteilig den Lkw Unfallschaden bezahlen muss ca.2500€. Darf der Chef das einfach so

Das kommt darauf an. Um den bislang rechtsirrigen Meinungsäußerungen etwas Substantiiertes entgegenzusetzen:

Grds. gilt die priviligierte Arbeitnehmerhaftung, die bei mittlerer Fahrlässigkeit quotale, je nach Einkommen bis zu hälftiger Kostentragung vorsieht, bei grober Fahrlässigkeit gar volle Haftung. Nur leichte Fahlässigkeit sieht keine Haftung vor.

Da du uns den Unfallhergang nicht schilderst, noch ob es sich bei den 2.500 EUR um den Anteil an dem Gesamtschaden oder nur den Eigenanteil des AG handelt, den die Haftpflichtversicherung nicht trägt, gar dein Jahresgehalt offenbarst ist eine belastbare Antwort schlicht nicht möglich.

Mit den Solidaritätsbekundungen kommst du in der rechtlichen Bewertung der Frage, insbes. deinem Prozesskostenrisiko, jedenfalls nicht weiter :-O

Und es hat so garnichts mit Erpressung zu tun, wenn der AG im Hinblick auf ein langjähriges Beschäftigungsverhältnis von Haftungsbeteiligung absieht.

G imager761

Was möchtest Du wissen?