Darf mein Chef die feiertags und wochenend Zuschläge für sich behalten?

3 Antworten

Es gibt zwei Vertragsbeziehungen:

  1. Den Dienstleistungsvertrag zwischen dem Unternehmen und Auftraggebern.
  2. Den Arbeitsvertrag einzelner Mitarbeiter/innen mit dem Unternehmen.

In jedem dieser Verträge können, müssen aber nicht Zuschläge für bestimmte Zeiten oder Leistungen vereinbart sein. Das sind zwei verschiedene Verträge. Im ersten wird das vereinbart, was erreichbar ist, um die Einkünfte für das Unternehmen zu sichern. Im zweiten wird das vereinbart, was nötig ist, um die Erbringung der Leistungen zu sichern.

Daher gibt es keinen Anspruch auf von Auftraggebern gezahlte Zuschläge, wenn diese nicht auch in den Arbeitsverträgen oder einer Betriebsvereinbarung so definiert sind.

Mein Vorarbeiter meinte den einen Tag zu mir das ich meine Stunden dann an den tagen doppelt zählen kann. Ist das denn nicht eigentlich betrug von meiner Seite. Weil mein chef weiß davon glaube ich nichts. Aber das doppelt zählen (was ich nie gemacht habe ) ist doch dann sowas wie ein Zuschlag oder ?

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@Antoinette195

Das "doppelt zählen" ist auch eine Form des Zuschlags, aber letztendlich ein Betrug, da die Stundenzahl dann nicht der Realität entspricht. Normalerweise werden bei einer Zeiterfassung Stunden als tatsächliche Stunden erfasst und zuschlagfähige Zeiten dann entsprechend markiert, denn es gibt Zuschläge von 25%, 50% oder 100% - beispielsweise in Abendstunden, vor 06:00 Uhr oder an Feiertagen/Sonntagen. Das alles muss jedoch schriftlich festgehalten werden, damit Du nicht tatsächlich Betrug begehst, der zwar so vereinbart sein mag, aber nicht wirklich offiziell stattfindet. Bedenke, dass wenn Du zwei Stunden arbeitest, vier aber aufschreibst, das Unternehmen die vier Stunden mit dem Stundensatz auch abrechnet.

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@Antoinette195

wenn dein Vorarbeiter dir sagt das du am WE die Stunden doppelt aufschreiben sollst, dann hast du automatisch die 100 % Zuschläge, dann würde ich das auch so machen.

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@gandalf94305

Ja aber das doppelt zählen habe ich nie gemacht und jetzt sitzte ich trotzdem mit einer Kündigung und einem betrugs Vorwurf zuhause.

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@gandalf94305

Ja die habe ich ja auch erst gestern bekommen aber ich wollte eigentlich auch nur wissen ob mir das Geld was der für mich bekommen hat, mir auch zusteht

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@Antoinette195

Wenn Du mit "der" Deinen Chef meinst, dann gat der das Geld nicht für Dich bekommen, sondern für die Leistung, die er vertraglich mit dem Kunden vereinbart hat. Um diese Leistung zu erbringen, beschäftigt Dein Chef Arbeitnehmer - Dich und Deine Kollegen. Seinen Arbeitnehmern muss er das bezahlen, was in den Arbeitsverträgen vereinbart ist. Der Kunde hezahlt nichts "für Dich".

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@Eifelia

Das hab ich ja auch nicht gemeint. Wir angestellten machen ja die meiste Arbeit während mein chef irgendwo in der Stadt sitzt und Kaffee mit seinen bekannten trinkt und aus diesem Grund verstehe ich nicht wieso er das Geld was eigentlich für uns gedacht ist benutzt um sein Haus schöner zumachen.

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Er muss dir das zahlen, was im Arbeitsvertrag resp. Rahmen-Tarifvertrag steht.

Toll. Das heißt jetzt also das ich nur eine Einnahme Quelle für ihn bin

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@Antoinette195

Solange du es dir gefallen lässt .....

Wende dich an deinen Gewerkschaftsvertreter. Oder zeige ihn bei der Handwerkskammer an.

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@vor10tagen

Aber am Ende bringt mir das doch nicht viel weil er denkt das er im recht ist

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@gandalf94305

Also wenn ich den ganzen netten Leuten hier glaube heißt das jetzt für mich das ich das ganze Jahr für nichts arbeiten war und das ich meinen Urlaub und die 300 Überstunden nie wieder sehen werde

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@Antoinette195

Das ist eine Frage des Arbeitsvertrags. Wenn Du diesen akzeptierst, werden damit gewisse Randbedingungen festgelegt, an die sich beide Seiten halten müssen - insbesondere Vergütungen und Überstundenregelungen. Manchmal sind solche Dinge auch in zusätzlichen Betriebsvereinbarungen geregelt, die vom Arbeitsvertrag dann inkludiert werden. Zum Zeitpunkt, als Du diesen Arbeitsvertrag akzeptiert hast, wurde die Überstundenregelung (anscheinend eine Nichtvergütung, sondern Freizeitausgleich), eine Vergütung (anscheinend ohne Zuschläge) und eine Urlaubsregelung vereinbart. Das gilt nun eben.

PS: Da dies aber kein Chat, sondern ein Forum ist, werde ich auf weitere Kommentare nun nicht mehr antworten.

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@Antoinette195

Wieso denn nun wieder "für nichts"? Du hast doch wohl deinen Lohn bekommen?

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@Eifelia

Ja aber ich habe mir die Überstunden für den Winter zusammen gesammelt und die werde ich jetzt ja nicht wiedersehen. Also heißt es grob gesagt das ich für nichts gearbeitet habe weil das sind ca. 2 Monate die mir noch zustehen müssten.

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@Antoinette195

Nochmal extra für dich: Es ändert sich nichts, wenn du dir alles gefallen lässt.

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Was steht in deinem Arbeitsvertrag?

Nur Müll. Habe auch über 300 Überstunden die er laut Vertrag nicht bezahlen muss.

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@Antoinette195

Dann frag bei deiner Gewerkschaft nach. Die unterstützen dich, wenn er sich nicht an den Rahmen-Tarifvertrag für das Gebäudereiniger-Handwerk hält. Schwarze Schafe gibt es immer wieder.

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@Antoinette195

Und warum hast Du den Vertrag unterschrieben, wenn da nur "Müll" drinsteht? Wenn hier gefragt wird, was im Vertrag steht, ist gemeint, dass Du WÖRTLICH zitieren sollst, was darin vereinbart ist. Mit der Aussage "nur Müll" kann niemand etwas anfangen!

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@Eifelia

Ich habe diesen Vertrag unterschrieben weil ich arbeiten wollte und immernoch will. Es tut mir ja leid und mit Müll meine ich das auch. In dem Vertrag steht nichts sinnvolles drinne außer wieviel ich bekomme und wieviel ich arbeiten muss.

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