Darf man trotz Kontopfändung weiterhin bargeldlose Geldgeschäfte tätigen?

1 Antwort

Ja, du hast Recht. Ich sende hier mal 2 Links mit bei denen ich das heute gelesen habe:

http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/finanzen_steuern/?sid=544844

und im Folgenden der von mir hier ein hineinkopierten Text. Der Link folgt in zweitem Post: "3. Mehr Schutz bei Kontopfändungen Schuldner sollen im Falle einer Kontopfändung bessere Möglichkeit erhalten, Geldgeschäfte weiterhin über ihr Girokonto abzuwickeln. Der Bundestag beschloss die Einführung eines sogenannten P-Kontos, eines Pfändungsschutzkontos, mit dem ein Betrag von derzeit 985,15 Euro künftig vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt wird. Jeder Bankkunde kann demnach von seiner Bank oder Sparkasse die Umwandlung seines Girokontos in ein solches Konto beantragen. Damit bleiben Einkünfte, die zum Lebensunterhalt benötigt werden, künftig pfändungsfrei. Diese Regelung gilt auch für Selbstständige.

Bislang führt die Pfändung eines Bankkontos dazu, dass es weitgehend blockiert ist. Anfallende Zahlungsgeschäfte des täglichen Lebens wie Miete, Energiekosten oder Versicherungen können erst wieder über das Konto abgewickelt werden, wenn der Schuldner eine Gerichtsentscheidung über die Freigabe in Höhe des für ihn geltenden Freibetrages erwirkt. Darüber hinaus führt die Pfändung des Kontoguthabens in vielen Fällen zu einer Kündigung des Kontos.

Gläubiger können bislang mit einem gerichtlichen Beschluss das Konto eines Schuldners pfänden lassen - einschließlich des Pfändungsfreibetrages von 985,15 Euro, wie Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) erklärte. Der Schuldner muss dieses Guthaben, das ihm zusteht, erst in einem aufwendigen und bürokratischen Verfahren vor Gericht geltend machen. Dabei vergeht häufig viel Zeit, so dass der Schuldner wochenlang ohne Geld auskommen muss und seine laufenden Kosten wie Miete und Strom nicht mehr über das Konto zahlen kann."

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