Darf man bei eigenen Unternehmen die Hierarchie und Jobbezeichnungen selbst bestimmen?

4 Antworten

Es gibt gewisse Gremien und Funktionen, die aus Compliance mit gesetzlichen Anforderungen heraus bestehen müssen.

Ob Du allerdings den Finanzvorstand als solchen, als CFO oder als Finanzdirektor bezeichnest, ist Dir überlassen. Ein HR Vorstand wird zum Chief Happiness Officer. Leute, die die Blumen gießen, sind Plant Manager. Marketing Mitarbeiter werden zu Brand Warriors. Ein Business Development Direktor wäre ein Chief Inspiration Officer. Anstelle des CTO gibt es einen Chief Geek. Und Du kannst mal nachschauen, welchen Titel Parisa Tabriz auf Ihrer Visitenkarte hat.

Vielen Dank für die Antwort. Könnte ich also - rein theoretisch, nicht dass ich es machen würde - jeden Angestellten "CEO" nennen? Oder gibt es da eine Mindestanforderung für?

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@metagross

Na ja, CEO ist rein semantisch jemand, der im Unternehmen einmal vorkommt - sonst wäre es ja kein "Chief". Du kannst aber alle als "Director" oder "Chief" irgendwas bezeichnen. Corporate Director, Office Director, Financial Director, Art Director, Coffee Director, Copy Machine Director, ... Gerne auch mit "President"...

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@gandalf94305

Stimmt. Zusätzlich: Du müsstest darauf achten, dass du deine Leute nach außen nicht als Geschäftsführer darstellst, die aber in Wirklichkeit nicht diese Rechte haben. Du haftest dafür.

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@metagross

Du müsstest darauf achten, dass du deine Leute nach außen nicht als Geschäftsführer darstellst, die aber in Wirklichkeit nicht diese Rechte haben. Du würdest dann dafür haften. Alles unterhalb Geschäftsführer/CEO darfst du gestalten wie du magst.

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Grundsätzlich kannst du deine Posten so benennen, wie du willst. Aber von der Idee, jeden als CEO bezeichnen, würde ich dir doch eher abraten. Man solle keine Befugnisse vorgaukeln, die nicht bestehen. Außerdem müsstest du einen Missbrauch dieser Bezeichnung (Vortäuschung einer Entscheidungsbefugnis durch den entsprechenden Mitarbeiter gegenüber Dritten) gegen dich wirken lassen. Und ich glaube nicht, dass du möchtest, dass jeder Hilfsarbeiter Büro und Grundstücke verkaufen kann.

Woher ich das weiß:Hobby – Hobbyjurist - Grundwissen, garniert mit Recherche

CEO eines Foodtrucks zu sein klingt natürlich wesentlich imposanter als Imbißwageninhaber.

Das Risiko ist, bei der Umwelt als Aufschneider und Schaumschläger anzukommen.

Wem das egal ist soll loslegen.

Ja das ist eigentlich egal.

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Solange du keine beleidigenden Bezeichnungen nutzt kanst du deine Mittarbeiter beliebig benennen.

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