Darf ich zur Grundsicherung hinzuverdienen?

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3 Antworten

Hallo Mirabella8,

Sie schreiben:

Darf ich zur Grundsicherung hinzuverdienen?Ich erhalte nur 360 € Altersrente und musste leider Grundsicherung beantragen<

Antwort:

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http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_12/__82.html

§ 82 Begriff des Einkommens

(1) Zum Einkommen gehören alle Einkünfte in Geld oder Geldeswert mit Ausnahme der Leistungen nach diesem Buch, der Grundrente nach dem Bundesversorgungsgesetz und nach den Gesetzen, die eine entsprechende Anwendung des Bundesversorgungsgesetzes vorsehen und der Renten oder Beihilfen nach dem Bundesentschädigungsgesetz für Schaden an Leben sowie an Körper oder Gesundheit, bis zur Höhe der vergleichbaren Grundrente nach dem Bundesversorgungsgesetz. Einkünfte aus Rückerstattungen, die auf Vorauszahlungen beruhen, die Leistungsberechtigte aus dem Regelsatz erbracht haben, sind kein Einkommen. Bei Minderjährigen ist das Kindergeld dem jeweiligen Kind als Einkommen zuzurechnen, soweit es bei diesem zur Deckung des notwendigen Lebensunterhaltes, mit Ausnahme der Bedarfe nach § 34, benötigt wird.

(2) Von dem Einkommen sind abzusetzen

1. auf das Einkommen entrichtete Steuern, 2. Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung einschließlich der Beiträge zur Arbeitsförderung, 3. Beiträge zu öffentlichen oder privaten Versicherungen oder ähnlichen Einrichtungen, soweit diese Beiträge gesetzlich vorgeschrieben oder nach Grund und Höhe angemessen sind, sowie geförderte Altersvorsorgebeiträge nach § 82 des Einkommensteuergesetzes, soweit sie den Mindesteigenbeitrag nach § 86 des Einkommensteuergesetzes nicht überschreiten, 4. die mit der Erzielung des Einkommens verbundenen notwendigen Ausgaben, 5. das Arbeitsförderungsgeld und Erhöhungsbeträge des Arbeitsentgelts im Sinne von § 43 Satz 4 des Neunten Buches.

(3) Bei der Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist ferner ein Betrag in Höhe von 30 vom Hundert des Einkommens aus selbständiger und nichtselbständiger Tätigkeit der Leistungsberechtigten abzusetzen, höchstens jedoch 50 vom Hundert der Regelbedarfsstufe 1 nach der Anlage zu § 28. Abweichend von Satz 1 ist bei einer Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen von dem Entgelt ein Achtel der Regelbedarfsstufe 1 nach der Anlage zu § 28 zuzüglich 25 vom Hundert des diesen Betrag übersteigenden Entgelts abzusetzen. Im Übrigen kann in begründeten Fällen ein anderer als in Satz 1 festgelegter Betrag vom Einkommen abgesetzt werden. Erhält eine leistungsberechtigte Person mindestens aus einer Tätigkeit Bezüge oder Einnahmen, die nach § 3 Nummer 12, 26, 26a oder 26b des Einkommensteuergesetzes steuerfrei sind, ist abweichend von den Sätzen 1 und 2 ein Betrag von bis zu 200 Euro monatlich nicht als Einkommen zu berücksichtigen.

An sichersten sind Sie gestellt, wenn Sie diese Frage direkt bei Ihrem zuständigen Sachbearbeiter anbringen, wo Sie Ihren Antrag auf Grundsicherung eingereicht haben.

Wer ist zuständig?

Zuständig ist der Sozialhilfeträger Ihres Wohnortes. Er entscheidet, ob Grundsicherung zuerkannt oder abgelehnt wird, aber auch über einen eventuellen Widerspruch.

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Als sogenannter Freibetrag werden 100 Euro nicht an die Sozialleistung angerechnet. Dieser Betrag bleibt Dir also zusätzlich ohne Abzüge.

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Kommentar von Primus
09.03.2014, 10:23

PS. Bei der Regel - Altersrente gibt es keine Hinzuverdienstgrenze mehr und Du darfst soviel verdienen wie Du möchtest, um von der Grundsicherung weg zu kommen.

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allo

Alle Details sind hier bei der DRV beschrieben:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/2_Rente_Reha/01_re...

Es wird im Allgemeines JEDES Einkommen für die Grundsicherung im Alter berücksichtigt und angerechnet, wobei bei Erwerbseinkommen

70% auf die Grundsicherung im Alter angerechnet werden

und damit 30% beim Grundsicherungsempfänger "hängen" bleiben

Bei 100€ Erwerbseinkommen wird also die Grundsicherung im Alter um 100€ x 70% = 70€ gekürzt, dass heißt 100€ -70€ = 30€ mehr im Monat hat der Grundsicherungs-Empfänger

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