Darf ich im Namen meines Dienstleiters Rechnungen an mich ausstellen?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein darfst Du nicht :-)

Du kannst aber eine sog. Gutschrift erstellen. Das ist wie eine Rechnung, nur umgekehrt.

Du erstellst also quasi ein Schreiben an deinen indonesischen Unternehmer, gibst darauf seine Anschrift und seine Umsatzsteuer-ID an und schreibst dann, dass er aufgrund seiner Leistung XY von Dir eine Gutschrift in Höhe von XY erhält. Du weist ihn darauf hin, dass die Gutschrift als genehmigt gilt, wenn er nicht innerhalb von 14 Tagen widerspricht und das das Geld an seine Bankverbindung / Paypal etc bezahlt wird.

Falls Du mehrere Leistungen bezogen hast, die zusammen abgerechnet werden, kannst Du den Teil natürlich auch als Tabelle ausführen.

Nähere Infos gibt es auch im Netz. Bspw unter https://sevdesk.de/lexikon/gutschrift/

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Okay vielen Dank. Der Indonese hat kein angemeldetes Unternehmen und somit keine Umsatzsteuer-ID. Kann ich ihm trotzdem eine Gutschrift ausstellen, wenn ich nur sein Name und Adresse draufschreibe?

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@mb18s

Die Steuernummer bzw USt-ID ist zwingende Voraussetzung.

Es gibt hier im Forum die vertretbare Meinung, dass ein Ausweis der Steuernummer / USt-ID nicht zwingend ist, wenn Du selbst Kleinunternehmer bist und somit keine Vorsteuer abziehen kannst. Diese Meinung vertrete ich persönlich aber nur insoweit, als dass Du dann natürlich den Einkauf penibel darstellen musst (Mailverkehr und Zahlungsverkehr exakt zuordnen und belegen) .

„Die Gutschrift ist aus steuerrechtlicher Sicht eine Rechnung. Daher muss das Gutschriftsverfahren alle Pflichtangaben enthalten, die der Gesetzgeber hierfür vorsieht. Dazu gehören:

  • Namen und Anschrift des leistenden Unternehmers und des Empfängers der Leistung.
  • Steuernummer des Leistungserbringers (wenn vorhanden: Ust-IDNr.).
  • Rechnungsdatum und eindeutige Rechnungsnummer.
  • Angaben über die Art und den Umfang der Leistung oder Lieferung.
  • Angaben über den Zeitpunkt der Lieferung oder der Leistungserbringung.
  • besondere Vereinbarungen zur Zahlung (Zeitpunkt) oder Entgeltminderung und die Höhe der Steuersätze, die in der Rechnungsstellung enthalten ist.
  • einen Hinweis, dass eine Aufbewahrungspflicht der Rechnung/Gutschrift besteht, sofern diese steuerpflichtige Leistungen beinhaltet.

Wichtig ist, dass die Gutschrift als solche gekennzeichnet wird“

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