Darf ich einem Ehrenamt mit Aufwandsentschädigung neben meinem 450 EUR -Job nachgehen als selbständiger Hartz4 Empfänger?

2 Antworten

Ja, das darfst Du.

Wenn ich allerdings die Stichworte “Ehrenamt Aufwandspauschale ALG-II“ google, dann wird mir ganz schnell ein Urteil vom Herbst 2017 angezeigt, wonach die Pauschale angerechnet werden darf.

Was ja nicht gerade das Ehrenamt stärkt, aber es geht ja nur selten darum, was man als gerecht empfindet.

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Weswegen es ja Rechtsempfinden heisst und nicht Rechtsprechung.

Und ALG II dient nicht der Stärkung des Ehrenamtes, sondern dem Unterhalt des Empfängers. Wenn er weniger braucht, bekommt er weniger.

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@correct

Mit einer Aufwandspauschale für eine ehrenamtliche Tätigkeit erzielt man allerdings keine großartigen Einnahmen. Sicher hast Du das genannte Urteil nicht gelesen und weißt auch nichts über die Pauschale z.B. von ehrenamtlichen Betreuern. Du weißt sicherlich auch nicht, wieviel mehr es kostet, einen Berufsbetreuer einzusetzen anstelle eines ehrenamtlichen Betreuers. Aber danke für Deine Meinung.

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@Andri123

Das Urteil hätte ich auch dann nicht gelesen, wenn es genannt worden wäre.

Es geht auch nicht darum, wieviel man bekommt, sondern dass man etwas bekommt.

Es ist auch völlig egal, was ein Betreuer kostet - es ist eine völlig andere Baustelle.

Die sog. öffentliche Hand arbeitet mit ebenfalls sog. Titeln.

Aus diesem wird dieses - aus jedem jenes bezahlt (aus dem Topf Pensionen werden selten Maschinengewehre gekauft).

Und - das ist keine Meinung.

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@Andri123

Ich habe dazu auch eine Meinung, falls von Interesse:

Das BSG hat so entschieden und begründet, soviel zur Rechtmäßigkeit ! ! !

.........viele Hartz4 Bezieher bekommen auf dem 1.Arbeitsmarkt trotz stätiger Bemühungen einfach keinen Job .....ja, es gibt zum Glück auch solche Menschen darunter !

Warum man dann gerade diesen Menschen, die ein Ehrenamt zeitlich am ehesten ausüben können und noch dazu aus eigenem Antrieb tätig sind diese paar Euronen nicht im Ganzen belässt, entzieht sich auch meinem sozialen Verständnis. Denn gerade Tätigkeiten welche gern verrichtet werden, sind von bester Qualität !

Deshalb, dieses Urteil ist kontraproduktiv und passt m.M. nicht zu den Visionen der Bundesregierung, zur Einführung eines mtl. Grundeinkommen's.

Im Moment ist es noch so, dass sich freiwillige Arbeit leider nicht sonderlich auszahlt, schon gar nicht für die Ärmsten der Gesellschaft.

Gruß !

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@Gaenseliesel

Deine Meinung kann ich nur teilen.

Man wird dabei auch offene Türen bei Politikern einrennen - nur bei den falschen.

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Soweit ich weiß liegt der anrechnungsfreie Betrag aus ehrenamtliche Tätigkeiten (Aufwandsentschädigungen) bei 200€ pro Monat. Für weitere Einnahmen gilt allerdings dann auch dieser Höchstbetrag. Soll heißen; wenn man z.B. eine Aufwandsentschädigung von 200€ bekommt und 450€ Lohn, sollten nur etwa 80% von dem Lohn also 360€ angerechnet werden. Also müssten man dann 290€ mehr als der Regelsatz bekommen. Bei geringerer Aufwandsentschädigung wird die Rechnerei etwas komplizierter.

Ich bin regelmäßig als Wahlhelfer tätig und bekomme dafür je eine Aufwandsentschädigung von 35€. Die werden nicht angerechnet, ich muss dafür aber einen Nachweis vorlegen.

http://www.ehrenamt-deutschland.org/verguetung-aufwandsentschaedigung/grundsicherung-sozialhilfe.html

Steuerliche Absetzbarkeit von Pflichtpraktikum mit 450-EUR-Job

Hallo zusammen,

ich habe hier mal einen Steuerfall:

Ein Student absolviert im Rahmen seines Studiums ein Praxissemester (also sechsmonatiges Pflichtpraktikum) an einem anderen Wohnort. Die hierzu entstehenden Kosten (also Wohnung, Heimfahrten, ...) kann er ja im Rahmen der doppelten Haushaltsführung steuerlich geltend machen. Das gleich gilt für den Verpflegungsmehraufwand in den ersten 90 Tagen des dortigen Aufenthalts. Er hat in diesem Jahr keine Einnahmen, sodass mit der Steuererklärung den Verlust ins nächste Jahr vortragen kann (es handelt sich um eine Zweitausbildung, daher Werbungskosten und keine Sonderausgaben).

Nun erhält der Student eine Aufwandsentschädigung für das Praktikum im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung (450 EUR pro Monat). Diese Einnahmen sind bekanntlich nicht in der Steuererklärung anzugeben. Nur wie sieht dies im Zusammenhang mit den oben genannten anzusetzenden Kosten aus? Können diese trotzdem steuerlich geltend gemacht werden?

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