Darf Handwerker über 1 Jahr später MwSt. in Rechnung stellen (aus Angst vor dem Finanzamt)?

3 Antworten

Wie war der "Pauschalfestpreis" vereinbart - mündlich oder schriftlich?

War es schriftlich, dann hast Du alles gezahlt und kannst einfach abwarten. Mit einer Klage würde ich nicht rechnen, da Du Dich "auftragskonform" verhalten hast und den Betrag bar bezahlt hast. Der Rest ist Angelegenheit der Firma.

Wenn es nur mündlich war, dann kommt es darauf an, wie clever die Firma ihre Nachforderung bei einer Klage begründen würde. Hier wäre es sinnvoller, zu zahlen.

Sie könnte z.B. sagen, dass die seinerzeitige Barzahlung lediglich eine Abschlagszahlung gegen Quittung war, der korrekte Betrag jetzt aus der offiziellen, leider verspätetet erstellten Schlussrechnung hervorgeht und darin natürlich auch die MWSt korrekt auf den Nettowert gerechnet und ausgewiesen dazukommt.

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Danke für die Antwort. Das Problem ist tatsächlich, dass sich das Ursprungsangebot durch mehrfache Änderungen und Erweiterungen nicht mehr als Auftragsgrundlage heranziehen lässt. Allerdings war es auch geringer als 10.000 € netto.

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@PeterWB

Schlechte Karten für Dich, denn das ist offensichtlich alles nicht nachweisbar. Da hast Du die Wahl zwsichen zahlen oder streiten und wahrscheinlich verlieren.

Merke: "Das was Du schwarz auf weiss besitzt kannst Du beruhigt nachh Hause tragen".

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@wjgmuc

Ja, da sehe ich inzwischen auch so. Allerdings hat die Firma doch ebenfalls das Beweisproblem mangels nachvollziehbarer Beauftragungsgrundlage. Und bei ihr ist steht eine Vermutung zur Absicht der Steuerhinterziehung im Raum, die nicht gerade unplausibel ist.

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@PeterWB

Da machst Du es Dir zu einfach.

Dadurch, dass die Arbeit nachweisbar ausgeführt wurde und Du eine Zahlung geleistet hast ist der Auftrag schon bestätigt.

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Die Firma behauptete, dass wir seinerzeit angeblich doch "ohne Rechnung" vereinbart hätten und sie nun die Mehrwertsteuer von knapp 2.000 € bei mir nachfordern müsse.

Die sagen ernsthaft, sie hätten Steuerhinterziehung als Vertragsbedingung vereinbart? Dagegen kannst Du Dich verwahren.

Wie soll ich mich verhalten? 

Ganz einfach, Du bestätigst den Eingang des Schriftstücks udn sagts, es wäre ein Pauschalpreis vereinbart gewesen, den hättest Du gegen Quittung bezahlt udn damit wäre die Sache für Dich erledigt.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
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Genau so ist es.

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Danke für die Antwort. Ich muss ja der Rechnung m.E. ja widersprechen. Die Firma legt es ja so aus, als hätte ich bisher nur eine Abschlagsrechnung gezahlt.

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@PeterWB

Siehste wohl, die haben wahrscheinlich die Argumentation gelesen, welche ich in meiner Antwort verwende.

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@PeterWB

Was steht denn auf der Quittung ausser, dass die Übergabe von 10.000,- bestätigt ist?

Steht da: für "Fassadensanierung" oder steht da Abschlag?

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@wfwbinder

Auf der Quittung steht kein Verwendungszweck. Mit der Quittung wurde mit aber eine extra Garantieübernahmeerklärung von 10 Jahren für die bearbeiteten Einzelgewerke übergeben, die auf das selbe Datum wie die Quittung datiert.

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67
@PeterWB

Dann ist für mich die Sache klar. Falls man Dich verklagt würde ich den Richter nur Fragen, "Bekommt man die Gerantieerklärung für die abgelieferte Arbeit immer schon dann, wenn erst eine Abschlagszahlung kassiert wird, oder bei der Endabrechnung?"

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"Darf Handwerker über 1 Jahr später MwSt. in Rechnung stellen" -

ja, das darf er. Dir aber kann das egal sein.

Sein hoffentlich grosses Problem mit dem Finanzamt freut mich.

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Ich hoffe nur sein Problem wird nicht meins, denn ich habe das ja irgendwie mitverschuldet oder?

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@PeterWB

Durchaus nicht. Du bist nicht verpflichtet Dich um Steuerangelegenheit anderer zu kümmern.

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