Darf ein Vermieter während des bestehenden Mietverhältnisses zusätzlich Geld auf ein Mietkautionskonto eines seiner Mieter einzahlen?

4 Antworten

Der Vorgang ist dubios. Allerdings gelten 700 Euro für den gewieften Schwarzgeldhalter als ein derart lächerlicher Minibetrag, daß er sich diese Mühen nicht machen würde. Das muß andere Gründe haben.

Um Deinen Erwartungen an die Höhe des zu erwartenden Zinses etwas zu dämpfen: Mietkautionen werden auf einem Sparbuch angelegt. Es gibt kaum eine Bank, die mehr als 0,05% Jahreszins dafür zahlt und selbst im Jahre 2011 dürften es allenfalls 0,10% bis 0,15% gewesen sein.

Das Einzige, was mir dabei einfällt ist, dass er das Geld vom Mietkonto auf das Kautionskonto geschickt hat, um geringere Mieteinnhmen gegenüber dem Finanzamt zu simulieren. 

Das hat sich dann aber durch die Verrechnung mit den Renovierungkosten neutralisiert.

Nur läßt sich der Zahlungseingang dadurch ja nicht reduzieren. Da Mietkautionskonten auf den Namen des Vermieters laufen und der Mieter lediglich Treugeber ist, wäre das eine reine Umbuchung innerhalb eigener Konten. So einfach läßt sich das FA nicht an der Nase herum führen. Ich tippe eher auf chaotische Buchführung und einen verloren gegangenen Überblick über die eigenen Finanzen.

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@Privatier59

Ja, aber die Eingänge auf den Mietkautionskonten fallen ja nicht in die Einnahmen aus V+V.

Also, wenn der so tut, als wäre es ein Betrag der noch auf Kaution geht, könnte es klappen, ausserdem, sieht sich das Finanzamt diese Dinge nicht so genau an.

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Ich habe spontan gedacht, dass der Vermieter angesichts eigener finanzieller Probleme dort auf dem Mieterkautionskonto sein Geld insolvenzsicher zwischengeparkt hätte. Aber mit der Rückbuchung auf sein Konto war diese Überlegung nicht mehr relevant.

Vermutlich war die Einzahlung nur eine Fehlbuchung seinerseits.

Jürgen Schneider pflegte mit Eigenkapitalquoten in dieser Höhe ganze Einkaufszentren zu finanzieren. Ausgeschlossen ist das also nicht.

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