Darf die Mahngebühr höher sein als der eigentliche Kaufbetrag?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Klar darf er das machen. Die Mahngebühr hat nichts mit dem Kaufbetrag zu tun. Mahngebühren liegen in aller Regel zwischen 5 Euro und 30 Euro (je nach Verwaltungsaufwand). Am besten begleichst du die 9,50 sofort, ansonsten kommen weitere Gebühren hinzu, die du tragen musst. Dann wirds richtig teuer.

Die Antworten von Bigcheese und Wodie sind unzureichend und in Teilen schlicht falsch. Zur Begründung:

  • Die Mahnkosten werden hauptsächlich aus den Kosten für Porto, Papier und Druck zusammengesetzt, der Verwaltungsaufwand des Gläubigers in Form von Arbeitszeit o.ä. darf nicht in die Berechnung einfließen

  • Nur weil fünf Euro häufig als Pauschale gefordert werden begründet das noch nicht die Rechtmäßigkeit der Forderung

  • Das Urteil vom Oberlandesgericht München vom 28.07.2011 hat eine pauschale Mahngebühr von fünf Euro, die die Stadtwerke München bei Zahlungsverzug berechnen für unrechtmäßig erklärt und ist nach eigener Kalkulation auf einen erstattungsfähigen Betrag von 1,20 Euro gekommen: Hier eine Zusammenfassung des urteils von der Verbraucherzentrale: http://www.vzbv.de/8472.htm

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