Darf die Bank einen Erbschein verlangen obwohl ein notarielles Testament vorlag?

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Doris: Es stellen sich zwei Fragen:

Befindet sich im Nachlass auch ein Grundstück, für dessen Eigentumsumschreibung auf die Erben das Grundbuchamt einen Erbschein forderte oder das not. Testament mit Eröffnungsprotokoll ohne weiteres ausreichte?

Mit welcher Begründung hat die Bank ihre Zweifel an den im Testament bestimmten Erben geäußert und stattdessen einen Erbschein zur Auflage gemacht?

Die Bank verfügt über rechtlich versierte Fachkräfte, das BGH-Urteil ist denen auch bekannt. Ob ihm allerdings ein ähnlicher Sachverhalt zugrunde liegt, kannst nur du prüfen. In dem Urteil heißt es:

"Bei den Anforderungen an den Nachweis der Rechtsnachfolge ist auch den berechtigten Interessen der Erben an einer möglichst raschen und kostengünstigen Abwicklung des Nachlasses Rechnung zu tragen. Dabei kann die Forderung nach Vorlage eines Erbscheins in unklaren Fällen berechtigt sein.“ Ist euer Fall unklar? Schau dir das Urteil in Internet an und vergleiche.

In diesem Zusammenhang ist noch dieses Urteil (Az. I-31 U 55/12) vom 01.10.2012 des OLG Hamm interessant (Hinweis aus finanztest 12/2012, S. 8 "Ohne Erbschein ans Konto"):

http://openjur.de/u/548430.html

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