Darf der Arbeitgeber auch den Versicherungsmakler vorschreiben, auch wenn dieser offensichtlich nicht das für mich beste Angebot erstellt hat?

4 Antworten

Der Arbeitgeber kann festlegen mit welchem Unternehmen die BAV geschlossen wird. Dies muss erfolgen bevor er die Wahlfreiheit in der Form lässt das schon Mitarbeiter frei wählen durften. Sonst wäre es eine unangemessene Benachteiligung.

Ja.

Als Arbeitnehmer hat jeder das Recht auf Einrichtung einer betrieblichen Altersvorsorge bis zur jeweiligen Höchstgrenze.

Den Durchführungsweg und das Produkt sowie den Berater und Betreuer bestimmt der Versicherungsnehmer. Versicherungsnehmer ist bei der der bAv grundsätzlich der Arbeitgeber.

Wenn der Arbeitgeber entweder keine bAv anbietet oder eine solche sogar verweigert steht dem Arbeitnehmer mindestens das Recht zu den Versorgungsweg "Direktversicherung nach § 3.36 EkStG einzurichten. Dazu ist der Arbeitgeber mindestens verpflichtet.

Alles Andere ist Sache des Arbeitgebers, der ist Versicherungsnehmer.

Das beste Angebot gibt es nicht. Der Vertrag sollte die gestellten Anforderungen erfüllen, nicht nur die gesetzlichen sondern auch die persönlichen.

Stellen Sie sich einen Betrieb mit 20 Mitarbeitern vor und der Arbeitgeber müsste mit 20 Gesellschaften und 20 Beratern oder Verkäufern arbeiten.




Ja, darf er.

Was heisst denn "offensichtlich" nicht das beste Angebot ?

Als Makler darf er 3 von der Firma vorgegebene Versicherungen mit uns als AN abschließen. Er bietet hier jedoch beim Beratungsgespräch keinerlei Alternativen, sondern schlägt seinen Kunden ausschließlich nur eine Versicherung vor.

Ein Bekannter von mir ist ebenfalls Makler und hat die angebotenen Versicherungen miteinander verglichen. Hier stellte sich klar heraus, dass das unterbreitete Angebot nicht das für mich persönlich beste ist.

Unter "Makler-/ Versicherungs-Kollegen" wurde dann die Info ausgetauscht, dass er als "Firmen-Makler" nunmal die höchste Provision bei der einen Versicherung bekommt. Lt. Firmen-Ranking ist diese Versicherung auch seit Beratungstätigkeiten durch den Makler, auf Platz 1 der Versicherungen gerutscht. In den Jahren zuvor war dies nicht abzusehen / denkbar.

Dadurch ist es für mich keine unabhängige Beratung mehr, was bei mir zum Vertrauensverlust gegenüber diesem Makler geführt hat.

Also was nun? Die Beratungsleistung bei jemand anderem in Anspruch nehmen, um anschließend bei dem "Firmen-Makler" die Wunsch-Versicherung abzuschließen, ohne von diesem vernünftig beraten worden zu sein?

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@Tetti

Der Arbeitgeber kann den "Makler" vorschreiben. Wenn du sogar noch die Wahl hast eine von 3 Versicherungen zu wählen hast du Glück, das ist sehr großzügig von dem Arbeitgeber. Es bleibt dir aber doch freigestellt dich gegen eine Versicherung zu entschließen.

Der Makler muß ein Beratungsprotokoll erstellen, warum lässt du dir nicht die Vor- und Nachteile der 3 Gesellschaften erläutern und wenn du möchtest schließt du dann einen Vertrag ab oder auch nicht.

Du mußt aber auch sehen, das "dein Makler" natürlich auch gerne sein Produkt plazieren möchte, ich kenne aus Erfahrung diese Gespräche, wo ein anderer Makler/Versicherungsvertreter unbedingt versucht ein Produkt zu plazieren. Aus diesem Grund sind Firmen gut beraten sich einen Partner zu suchen und mit diesem einen "Rahmenvertrag" abzuschließen um genau das zu unterbinden.

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@Tina34

Der Rahmenvertrag wurde ja mit dem Makler abgeschlossen. Dennoch versucht genau dieser Makler ausschließlich das für Ihn beste Angebot (Maklerprovision) an den Mann zu bringen. D.h. der Rahmenvertrag hat in diesem Fall wohl nichts genützt...

Danke euch für die Hilfe...dann werd ich wohl in den sauren Apfel beißen müssen.

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@Tetti

OK, sowas geht gar nicht und widerspricht dem Maklertum.

Den AG hierüber informieren macht Sinn ?

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@Tetti

In den sauren Apfel beissen, was den Makler angeht. Aber wenn es 3 Anbieter geben darf, dann solltest Du auf einem Vergleich bestehen.

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