Darf der AG immer das Verkehrsmittel für "Dienstreisen" vorschreiben?

1 Antwort

Das die Kosten für Bahn+ÖPNV höher sind, ist ein Ausnahmefall.

Das die Fahrzeit länger ist, kann schon sein, das richtet sich nach den Orten und deren Nähe zu Autobahnanschlüssen.

Ich habe mal eben geprüft:

Berlin - Dortmund 489 km, Bahnkosten im Sparpreis ab 65,80 hin und zurück, o. Bahncard, Fahrzeit ca. 3:50 pro Strecke, mit dem Auto kaum zu schlagen.

Da Seminare ja auch manchmal in kleineren Orten mit speziellen Seminarhotels stattfinden, habe ich dann auch noch Bad Boll geprüft.

Berlin - Bad Boll 613 km, Bahnkosten Hin und zurück ab 83,80 o. Bahncard. Fahrzeit ca. 8 Stunden.

Da ergibt sich tatsächlich ein Fahrzeitvorteil bei der Nutzung des Autos. Aber mit der Bahn, kann man während der Fahrt arbeiten, ein Grund warum ich fast immer die Bahn für Geschäftsreisen nutze.

Davon abgesehen, wir haben eine ähnliche Regel in unseren Anstellungsverträgen mit Mitarbeitern. Sie opfern die Fahrzeit, weil sie ja auch an der Fortbildung interessiert sind.

Wem die Regel nicht passt und deshalb nicht an Fortbildungen teilnimmt, hat natürlich im weiteren Verlauf Nachteile, weil ihm Kenntnisse fehlen.

Ich zwinge nie Jemanden zu etwas, aber wer den Vorteil kostenloser Fortbildung nicht in Anspruch nimmt, zeigt, wie interessiert er an der Arbeit ist.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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