Darf das Surfverhalten kontrolliert werden auf der Arbeit ?

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Ist die private Internetnutzung erlaubt, darf der Arbeitgeber ohne Einwilligung des Arbeitnehmers nur in Ausnahmefällen das Surfverhalten kontrollieren. Selbst bei einem Verbot der privaten Nutzung gelten datenschutzrechtliche Bestimmungen, wenn auch eingeschränkt. Der Arbeitgeber darf in diesem Fall stichprobenartig prüfen, ob das Surfen der Arbeitnehmer dienstlicher Natur ist. Er darf Internet- und E-Mail-Verbindungsdaten aber nicht verwenden, um Mitarbeiter systematisch zu kontrollieren. Eine Vorratsdatenspeicherung von personenbezogenen Nutzungsdaten, wie sie für Internet-Provider obligatorisch ist, ist innerhalb von Unternehmen nicht vorgeschrieben und auch nicht erlaubt. „Eine detaillierte Überwachung von Mitarbeitern ist tabu“, so BITKOM-Präsident Prof. Scheer. „Besser als ein Verbot sind klare Regeln, in welchem Umfang die Beschäftigten das Web privat nutzen dürfen.“

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Laut BGH darf der Arbeitgeber stichprobenartig das Surfverhalten seiner Arbeitnehmer überprüfen. Nicht erlaubt ist eine dauerhafte Überwachung.

Selbstverständlich kann und wird der Arbeitgeber Dein Surfverhalten kontrollieren. Es kann zu einer Abmahnung und sogar zu einer fristolen Kündigung führen, wenn Du auf Seiten surfst, die nicht erlaubt sind. Ich war im Praktikum und es wurde mir verboten zu surfen, es sei denn ich nutze das Internet für recherchen und im Zusammenhang einer Arbeitsaufgabe. Das Surfverhalten von jedem Mitarbeiter wurde regelmäßig kontrolliert. Es habe schon Abmahnungen gegeben, wurde mir erzählt. Seitdem surft niemand mehr.

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