Darf das Finanzamt einen Säumniszuschlag erheben, obwohl nach Einspruch die Steuerforderung aufgehoben wurde?

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1 Antwort

Natürlich. Es wurde ja nicht rechtzeitig gezahlt. Das Finanzamt hat ja auch gar keine andere Wahl, denn in § 240 (1) Satz 1 AO heißt es:

Wird eine Steuer nicht bis zum Ablauf des Fälligkeitstages entrichtet, so
ist für jeden angefangenen Monat der Säumnis ein Säumniszuschlag von 1
Prozent des abgerundeten rückständigen Steuerbetrags zu entrichten...

Und weiter in Satz 4:

Wird die Festsetzung einer Steuer...aufgehoben, geändert oder ...berichtigt, so bleiben die bis dahin verwirkten Säumniszuschläge unberührt;

Du kannst jetzt den Erlass der Säumniszuschläge beantragen. Ich würde das auch tun.

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