Darf das Finanzamt den angegebenen Weg zur Arbeit ablehnen?

2 Antworten

Man darf u. U. den zeitlich günstigeren Weg ansetzen.

Hier ein Auszug aus einem Urteil des BFH Diese pauschale Grenze hat der Bundesfinanzhof (BFH) relativiert (VI R 19/11, VI R 46/10). Eine Mindestzeitersparnis von 20 Minuten ist danach nicht immer erforderlich. Vielmehr seien alle Umstände des Einzelfalls, wie zum Beispiel die Streckenführung oder die Schaltung von Ampeln in die Beurteilung einzubeziehen. Eine Straßenverbindung könne zudem auch dann "offensichtlich verkehrsgünstiger" sein, wenn bei ihrer Benutzung nur eine geringe Zeitersparnis zu erwarten ist. Das sei dann der Fall, wenn sich jeder "unvoreingenommene, verständige Verkehrsteilnehmer unter den gegebenen Verkehrsverhältnissen für die Benutzung der Strecke entschieden hätte", so die Richter.

verkehrstechnisch günstigeren Weg

wenn d.h. dass es der zeitlich kürzere Weg ist, dann hake hier nach und argumentiere so dem Finanzamt gegenüber. Üblich ist der entfernungsmässig günstigste Weg, der anzusetzen ist. Spart man mit einem längeren Weg Zeit, dann kann dieser angesetzt werden.

Das sollte jedoch den Tatsachen entsprechen, denn das Finanzamt kennt die lokalen Gegebenheiten.

Wird die Entfernung zur Arbeit, die man bei der Steuererklärung angibt, vom Finanzamt kontrolliert?

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ich bearbeite grade meine Steuererklärung für 2011. Ich nutze dafür WISO.

Wie ist das nun mit den Kilometern, kürzeste Strecke ist prinzipiell erstmal klar, es sei denn man legt plausibel dar, warum man einen längeren Weg fährt.

Laut Routenplaner Google-Maps sind es 90 km (kürzere Strecke) mit einer Fahrdauer von 1 Std 9 min.

gebe ich meine (längere) Route über die Autobahn an, kommen 106km und eine Fahrzeit von 1 Std. 16 min raus, also laut Routenplaner 7 minuten länger.

Aber in der realität sieht das anders aus, über die Autobahn bin ich ca. 5-10 minuten schneller als über die kürzere strecke durch die Stadt.

Frage ist nun, ob das Finanzamt die paar Minuten anerkennen wird? Die (längere) Strecke fahre ich wirklich jeden Tag, weil der Berufsverkehr in der Stadt einfach ein Grauen ist.

Zudem habe ich mir eine eigene Excel-Tabelle angefertigt, in der ich Buch führe und die verschiedenen Wege mal "ausprobiert" habe und handschriftlich festgehalten habe: Datum der Fahrt, Wegstrecke (also Stadt oder Autobahn), Startzeit, Ende der Fahrt, Dauer der Fahrt und zurückgelegte Kilometer laut Tageskilometerzähler.

Wird so eine selbstgeführte Aufzeichnung in der Regel auch akzeptiert, wenn meine angegebenen Kilometer nicht anerkannt werden?

Ich fahre mit eigenen privaten PKW. Kilometer sind eindeutig nachweisbar (Kaufvertrag Anfang 2011, Kilometerstand heute). Alle Tankquittungen sind sauber aufgehoben, jeweils mit Gesamtkilometerstand und Tageskilometer vermerkt (zur Verbrauchsermittlung in Spritmonitor).

Danke euch. Grüße Olm

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