Darf bei Mietrückstand und Rückstand bei den Heizkosten der Vermieter die Heizung ganz abstellen?

3 Antworten

Meines Wissens nach darf man im Mietrecht nicht selbst Hand anlegen, sondern muss sich eines Anwalts und eines Gerichts bedienen, um seine Vorstellungen bestätigt zu erhalten. Aber der vorliegende Fall ist derart krass, dass ich ebenfalls der Meinung bin, dass der Vermieter selbst die Heizung abdrehen darf. Aber das gilt sicher nur bei einer gewerblichen Vermietung. Ansonsten muss der Vermieter aufpassen, dass er nicht selbst von einem Anwalt des Mieters Post bekommt oder ein gerichtliches Verfahren.

Bei einem Wohnraum-Mietvertrag

darf der Vermieter während des Mietverhältnisses "gar nichts" abstellen.

Ich würde sogar so weit gehen, dass solange der Wohnraum-Mieter nicht ausgezogen ist "gar nichts" abgestellt werden darf.

Wenn der Mieter nicht freiwillig auszieht, muss das in Deutschland der Gerichtsvollzieher gegebenfalls mit Hilfe der Polizei machen.

Die Frage ist falsch gestellt. Ob der Vermieter gewerblich ist, spielt keine Rolle, sondern ob der Mieter gewerblich ist. Dann hängt es von der Vertragsgestaltung ab. Wenn der Mieter Privatmann ist, bedarf die Leistungseinstellung einer qualifizierten Ankündigung m.E. nach.

Sinnvoll wäre hier rechtlicher Rat eines Anwalts.

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Mietrückstand nach Auszug: Vermieter klagt und hält Kaution zurück

In meinem Bekanntenkreis gibt es folgenden Fall:

  • Pärchen bezieht Wohnung (beide im Vertrag) und wohnt 1 Jahr gemeinsam darin. Er zahlt alleine.
  • sie bezahlt die Kaution alleine.
  • nach Trennung bleibt sie alleine 2 Jahre in der Wohnung. Vermieter weiss davon. Im Vertrag bleiben immer noch beide stehen, keine Anpassung. Zahlung der Miete nur durch sie.
  • sie zieht letztendlich Ende letztes Jahres aus, zahlt die letzten 3 Monatsmieten nicht, da pleite.

Jetzt klagt der Vermieter auf die offenen 3 Monatsmieten gegen beide. Sie hat kein Geld mehr, er - der vor Jahren ausgezogen ist - hätte das Geld.

Der Vermieter hält die Kaution zurück als Sicherheit bis zum Urteil.

Die NK-Abrechnung ergibt eine Rückzahlung von 700 Euro (bekannt seit April 09).

Die Fragen:

  1. darf der Vermieter die Kaution einbehalten?
  2. wann ist der Vermieter verpflichtet, die NK-Rückzahlung zu leisten?
  3. kann Mietrückstand mit Kaution gegengerechnet werden (es erfolgt also keine Zahlung an Mieter)?

Ich habe zu allem eine vage Meinung, bin mir aber nicht sicher. Alte Fragen hier machen mich auch nicht sicherer.

Wer weiss Bescheid?

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