Darf bei einer Fahrgemeinschaft jeder der Mitfahrer die Pendlerpauschale in Anspruch nehmen?

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Steuerlich ist eine Fahrgemeinschaft kein großes Problem: Jedes Mitglied einer Fahrgemeinschaft kann die Kilometer zwischen Wohnung und Arbeitsplatz als Werbungskosten absetzen, auch wenn er nur Beifahrer war. Pro einfachen Kilometer sind dies 0,30 Euro, die werden multipliziert mit der Zahl der Arbeitstage (220 bis 225).

"Am besten wechseln sich die Mitglieder ab, etwa wochenweise", rät der Steuerberater Martin Steffen aus Flensburg. Das hat mehrere Vorteile: Fährt immer der gleiche Autobesitzer und kassiert von den Mitfahrern Spritgeld, muss er das Geld im ungünstigsten Fall ab 256 Euro im Jahr als Nebeneinkommen versteuern. Zweiter Vorteil, der bei großen Distanzen von fast 100 Kilometern zum Tragen kommt: Wer nur Beifahrer ist, kann die Entfernungspauschale bis maximal 4.500 Euro im Jahr in Anspruch nehmen. Wer glaubhaft macht, das er tatsächlich selber gefahren ist, darf mehr von der Steuer absetzen.

Umwege, um Mitfahrer einzusammeln, zählen nicht bei der Pauschale, es gilt nur die direkte Verbindung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Steffen: "Nur wenn der Umweg die Fahrzeit deutlich verkürzt, erkennt das Finanzamt Mehr-Kilometer an." http://www.geldsparen.de/sparen/Auto/mitfahrgemeinschaften.php

Pendlerpauschale unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel: Die Entfernungspauschale gilt unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel. Arbeitnehmer können mithin die Entfernungspauschale auch dann beanspruchen, wenn sie mit dem Bus, dem Motorrad, dem Boot, dem Fahrrad oder auch in einer Fahrgemeinschaft den Weg zum Arbeitsplatz zurücklegen. Ausnahme: Flugzeug. Bei einer Fahrgemeinschaft können sowohl der Fahrer als auch alle Mitfahrer die Entfernungspauschale für sich beanspruchen. Es wird hier auch nicht zwischen Eheleuten unterschieden. Wenn Ehegatten gemeinsam zur Arbeit fahren, kann somit jeder für sich die Entfernungspauschale in der Steuererklärung absetzen.

Ja, denn die Pendlerpauschale ist eine Entfernungspauschale und keine Fahrtkostenpauschale (wie z. B. die bei Dienstreisen.

ja, das kann jeder pendler beannspruchen

Ja dürfen sie aber nur bis zu einer Höchstgrenze von 4500 €

Für die Wege, für die kein eigener oder zur Nutzung überlassener Kraftwagen benutzt wird, ist die Entfernungspauschale auf insgesamt 4500 Euro begrenzt. Die Pendlerpauschale gilt nicht für Flugstrecken und bei steuerfreier Sammelbeförderung. Steuerfreie oder pauschal versteuerte Aufwendungszuschüsse bzw. Sachleistungen des Arbeitgebers für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind auf die ermittelten Werbungskosten für Fahrten zur Arbeit anzurechnen,

http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/stsp0104.htm

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