Darf Bank Geldanlage mit festem Zinssatz vorzeitig wegen geänderter Kapitalmarktzinsen kündigen?

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6 Antworten

Du solltest davon ausgehen, dass die AGBs in deinem Vertrag von der Rechtsabteilung deiner Bank geschrieben wurden - aus der Sicht der Bank gilt deshalb : alles in Ordnung.

Ob du als Kunde benachteiligt wurdest, das ist eine völlig andere Frage - dazu solltest du schon eine rechtskundige Person befragen, dies sich da genau auskennt - beispielsweise bei einer Verbraucherzentrale. Hier wäre das schon eine nicht zulässige Rechtsberatung.

Aber grundsätzlich solltest du dir überlegen, ob du zu einem solchen Geldinstitut noch Geschäftsbeziehungen pflegen möchtest. Was hindert dich eigentlich daran nach der Kündigung dein Kapital woanders anzulegen - denn ein Rechtsstreit bedeutet auch für dich Ärger und Kosten, bis du letztlich beim BGH eventuell zu deinem recht kommst.

Meine Meinung: bei 2% Zinsen, die dir nun nicht mehr gewährt werden sollen - nichts wie weg. Es gibt zwar nicht mehr viel an Zinsangeboten in dieser Höhe, aber bei www.fmh.de kannst du dich zumindest über die aktuell guten Angebote informieren.

PS. Es gibt zurzeit auch gut laufende Aktienfondes, die bringen mehr.

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Kommentar von Burgenblicker
14.03.2013, 19:41

Vielen Dank für die Anwort. Die Verbraucherberatung hat bei der telefonischen Auskunft zwar auch ihre Verwunderung ausgedrückt, mich dann aber an die örtliche Verbraucherberatung verwiesen. Eine Beratung durch einen ihrer Rechtsanwälte würde 35 Euro kosten, ich könne ja einen Termin machen. Kostenlos wäre für mich, wenn ich mich an die für die VR-Bank zuständige BVR-Schiedsstelle in Berlin wenden würde. Dort würde der Ombudsmann als unabhängiger Streitschlichter meine Beschwerde bearbeiten. Die Beantwortung könne aber bis zu 3 Monate dauern. Die örtl. Verbraucherberatung hat aktuell keine Beratungstermine mehr frei gehabt. Aber die Zeit drängt, wegen der Frist Mitte April. Handle in dieser Sache übrigens nur als Bevollmächtigte. Die Filialleiterin der Bank hat mich heute leider auch nicht zurückgerufen, mache mir keine großen Hoffnungen, werde mich jedoch massiv beschweren und wenn möglich alle Konten meines dementen Vaters auflösen. Da ich nur Bevollmächtigte über dessen Konten bin, kann ich leider keine spekulativen Geschäfte, sprich Aktienkäufe tätigen u nicht zu online-Bank wechseln.

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Warum sittenwidrig. Die Möglichkeit der Kündigung wurde ja nicht verschwiegen. Es gibt jeden Menge Konstruktionen. Das war kein reines Festgeld, das Du hattest, sondern eines mit Kündigungsmöglichkeit der Bank, die natürlich sich das recht zur Kündigung nimmt, wenn die Zinsen gefallen sind. Du hättest vorher die Bedingungn besser lesen sollen. Nun hast Du eben Pech gehabt und musst zu niedrigeren Zinsen wieder anlegen. Mir sind jede Menge solche Produkte bekannt in denen sich die Bank bessere Bedingungen einräumt als dem Kunden. Du musst die Produkte ja nicht kaufen. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

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Kommentar von Burgenblicker
14.03.2013, 20:05

Danke, für die ernüchternde Antwort. ;-) Wusste vorher schon,dass der Hauptfehler bei mir liegt, den Vertrag damals so akzeptiert zu haben. Das Verhalten der Bank gegenüber einem langjährigen, guten Kunden (mein Vater) ist trotzdem nicht o.k.. Aber heute zählen nur harte Zahlen, keine Werte.

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Finde es einfach nur unanständig! War mein Vertrag sittenwidrig?

Das eine muß nicht zum anderen führen. Ich würde da eher mal die AGB der Inhaltskontrolle unterziehen. Insbesondere erscheint das Klauselwerk widersprüchlich und die Kündigungsklausel überraschend. Allerdings muß man für endgültige Urteile zu diesem Thema das gesamte Klauselwerk in der Hand haben und der Gang zum Anwalt dürfte in dieser Sache bestimmt nicht lohnen. Lohnender ist da wohl der Gedanke, wieso man 20 Riesen mit kümmerlichen 2% vor sich dahin vegitieren läßt in einer Zeit wo der Aktienmarkt boomt.

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Kommentar von Burgenblicker
14.03.2013, 17:56

Als Bevollmächtigte für meinen dementen Vater waren mir die Hände sehr gebunden. Darf da keine spekulativen Geschäfte tätigen, auch kein Online-Konto bei einer günstigeren Bank eröffnen usw.

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Das ist wirklich seltsam.

Ich persönlich, aber ich bin kein Fachmann, würde hier Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um das nicht aktzeptieren zu müssen.

Es handelt sich ja hierbei, auch wenn es so im Kleingedruckten steht, um eine einseitige Benachteiligung des Kunden. Das geht, meinem Rechtsverständnis nach, nicht.

Als erstes würde ich diese AGB einmal dem Verbraucherschutz zur Verfügung stellen, zeitgleich den Vorgang dem BaFin mit Bitte um Prüfung zukommen lassen.

Ich habe wirklich schon gedacht, ob man dann nicht von der Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen kann. Geht wohl nicht :-))

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Kommentar von Mikkey
14.03.2013, 18:11

Die einseitige Benachteiligung sehe ich auch, zumal dem Kunden hier ja nicht in gleicher Weise ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt wird, für den Fall, dass die Kapitalmarktzinsen steigen.

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Die VR - Bankengruppe wäre so ziemlich die letzte Bank der ich Geld anvertrauen würde.

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Kommentar von volksbanker
14.03.2013, 21:31

Sehr geistreich! Nur zur Info - es war die einzige Bankengruppe, die keine Staatshilfen in Anspruch genommen hat. Frag mich wie du den Diamant-Status erreicht hast...

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Kommentar von Burgenblicker
15.03.2013, 02:56

Mit einfach so hingeworfener, lapidarer Antwort kann ich nichts anfangen, da müsste schon mehr Substanz dahinter sein. Was ist der Grund für so eine schlechte Bewertung?

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Banken haben Rechtsabteilungen, die solche Dinge vorab prüfen. So gesehen wird das auch in Ordnung sein - besonders kundenfreundlich ist dies sicherlich nicht. Machen kannst du wenig - auch wird die Bank keine Kulanz an den Tag legen. Du kannst nur für dich die Konsequenz ziehen und in Zukunt keine Geschäfte mehr mit diesem Institut machen.

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