DAK- chronische Krankheit erst nach einem Jahr fürs Folgejahr anerkannt??

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4 Antworten

Hallo,

wenn in 4 Quartalen nacheineinander mindestens einmal in jedem Quartal eine ärztliche Behandlung aufgrund dieser Erkrankung erfolgte, stellt der Arzt die Bescheiniggung nach § 62 SGB V aus. Die 1%-Regelung gilt dann fürs ganze Kalenderjahr 2017.

https://www.g-ba.de/institution/sys/faq/12/

Für das Kalenderjahr 2016 gilt eine Belastungsgrenze von 2%. Wenn für eine andere Person im Haushalt (z.B. Ehegatte) wegen einer schwerwiegend chronischen Erkrankung die 1%-Regelung gilt, gilt diese für beide Ehegatten. 

Gruß

RHW

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Brigi123 04.05.2017, 23:27

Hoffentlich glaubt er es jetzt.

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Das ist wirklich so, dass die Chronikerregelung mit 1% erst greift, wenn ein Jahr lang in jedem Quartal behandelt wurde. Das machen alle Kassen so.

Rechtliche Grundlage ist die “Chroniker-Richtlinie“ des gemeinsamen Bundesausschusses bzgl. §62 SGB V.

Das hat nichts mit unserem Alltagsversändnis einer chronischen Erkrankung zu tun, es ist halt eine Definition

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patrasto 04.05.2017, 17:35

Gut, ab wann zählt dann nun die 1% REGELUNG ? Rückwirkend ab Beginn der Krankheit oder erst nach einem Jahr des Beginns der Krankheit und die 1% REGELUNG greift somit erst ab Beginn des 2. JAHR?

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Brigi123 04.05.2017, 17:55
@patrasto

Erst nach einem Jahr und nicht rückwirkend. Deine KV hat recht. Also in Deinem Fall 2% Zuzahlung in 2016 als Belastungsgrenze.

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Brigi123 04.05.2017, 18:12
@Brigi123

Gemäß der o.g. Richtlinie ist die Krankheit erst nach einem Jahr chronisch. Lies Dir doch die “Chroniker-Richtlinie“ mal durch.

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Sieh mal:

2.1. Schwerwiegend chronisch krank

"Schwerwiegend chronisch krank" ist, wer:

wenigstens 1 Jahr lang wegen derselben Krankheit mindestens einmal pro Quartal in ärztlicher Behandlung ist (Dauerbehandlung)

 

und 

mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt:Pflegebedürftig mit Pflegegrad 3 oder höher.Grad der Behinderung

 

(GdB) von mindestens 60 oder eine Minderung der Erwerbsfähigkeit bzw. ein Grad der Schädigungsfolgen (GdS) von mindestens 60 %. GdB oder GdS muss durch die schwerwiegende Krankheit begründet sein.Eine kontinuierliche medizinische Versorgung (ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, Arzneimitteltherapie, Versorgung mit Hilfs- und Heilmitteln) ist erforderlich, ohne die aufgrund der chronischen Krankheit nach ärztlicher Einschätzung eine lebensbedrohliche Verschlimmerung der Erkrankung, eine Verminderung der Lebenserwartung oder eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität zu erwarten ist.

http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Zuzahlungsbefreiung-fuer-chronisch-Kranke-820.html

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Die Belastungsgrenze der gesetzlich Krankenversicherten beträgt 2 % ihrer jährlichen Bruttoeinnahmen. Die Belastungsgrenze wird dann wegen chronischer Krankheit auf 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen abgesenkt, wenn der chronisch Kranke Patient an vier aufeinanderfolgenden Quartalen wegen der gleichen Krankheit in ärztlicher Behandlung war.

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