CS Euroreal -Sachlage?

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buecherwurm: Dieser Fonds mauert wie alle anderen in Liquidation befindlichen Immobilienfonds und läßt konkrete Angaben nicht heraus. Der Trost für die Anleger ist, dass noch bis 2017 Zeit ist. Ich fürchte, wer Fondsanteile vor der Schließung des Fonds zum regulären Ausgabepreis erstanden hat, wird Verlust machen denn einige der Objekte sind schon abgewertet worden. Allerdings dürfte weit mehr als der derzeitige Börsenkurs rumkommen. Ich würde den Bestand halten.

Ich bin etwas pessimistisch. In allen möglichen Publikationen ist die Rede vom Verkauf zu "angemessenen" Preisen und ich kann allen nur raten, die Fondsgesellschaft zu kontaktieren um verbindliche Aussage zu der Frage zu bekommen, was denn "angemessen" ist. Es wird nullkommanichts dabei herauskommen. Ausser heisser Luft (und sonst nichts).

Meine Befürchtung geht dahin:

  • Die Kapitalanlagegesellschaft wird irgendwann voller Trauer feststellen, dass man viele Objekte nicht hat verkaufen können (die Managementgebühr wird man allerdings weiterhin entnehmen).
  • Der Rest wird auf die Commerzbank zur Verramschung übertragen.
  • Die Commerzbank wird dann die operativen Tätigkeiten hierzu - nach einer Ausschreibung - an die bisherige Kapitalanlagegesellschaft übertragen. Klingt zu fantastisch, als dass es wahr sein könnte? Stimmt, aber ich bin sicher, es wird dennoch so sein. Siehe Degi Abwicklung.

Und allen Lesern, bei denen nun das Gefühl des "Geschmäckle" aufkommt sei gesagt: das alles ist zulässig laut Bafin. Und natürlich wäre es falsch anzunehmen, dass die Kapitalanlagegesellschaft vorsätzlich den Verkauf bremst um möglichst lange Managementgebühren abkassieren zu können und anschliessend als externer Dienstleister nochmal zulangen zu können. Nein, sowas Böses würden die nie tun.

Vom normalen Kursniveau von so ca. 60 EUR abgekommen, notierte der Fonds im Mai 2012 bei der testweisen Öffnun für einen Tag bei ca. 57,80 EUR. Das war ein Abschlag von ca. 3,7%. Inzwischen notiert der Fonds nach Ausschüttungen von 11,75 EUR noch bei 43,36 EUR. Allerdings wären auch reguläre Ertragsausschüttungen in dieser Zeit fällig gewesen, wobei die Substanzreduktion bei der 2013 Zahlung zu berücksichtigen wäre. Die effektiven Ausschüttungen der Substanz betragen daher vielleicht nur 8,50 EUR. Rechnet man das auf den aktuellen NAV, so ergibt sich gegen die 57,80 EUR von Ende Mai 2012 ein Abschlag von weiteren 10%.

Im Vergleich zu anderen Fonds, die ihre Bewertungen um 20-30% korrigieren mußten, ist das ein deutlich besserer Wert. Abschläge von ca. 10% sind bei moderatem Verkaufsdruck durchaus zu erwarten.

Die wesentliche Frage lautet eher, wie viele Objekte im Bestand noch übrig bleiben werden, wenn im April 2017 dann das Mandat der Fondsgesellschaft endet und die Depotbank die Liquidation weiterführen wird. Die Quoten der Verkäufe nach 2017 werden nochmals deutlich sinken.

An der Börse werden die Anteile zu 26,00 EUR (für Verkäufe) gehandelt. Das entspricht ziemlich genau einem Abschlag von 40%, was mir nun etwas pessimistisch erscheint. Man sollte jedoch auch bedenken, daß natürlich das Kapital für Fondsanleger bis 2017 festgelegt ist, während bei einem Verkauf über die Börse der Erlös direkt wieder zur Verfügung steht.

Mit scheint, in der aktuellen Lage ist erst mal Abwarten angesagt.

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