Corona Hilfe II und ALG II?

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1 Antwort

Eine interessante Konstellation. Die Bekannte, auf welchem Gebiet sie auch immer arbeitet, hat keine Einnahmen mehr wegen Corona. Das geht leider vielen so.

Ihr geht es sonst gut, denn sie hat zwei Autos.

Nun hat sie keine betrieblichen Fahrten mehr, was bei erzwungener Einstellung der Tätigkeit logisch ist.

Warum meldet sie den betrieblichen Wagen nicht einfach ab? Dann spar sie für den zweiten Wagen schon mal die laufenden Kosten für Steuer und Versicherung.

Das die 5.000,- gegen die Festen Kosten gegengerechnet werden, ist logisch, denn dafür ist das Geld ja, um diese Kosten zu tragen.

Fahrtenbuch sollte bei betrieblichen Fahrten logisch sein. Schließlich könnte sie das auch von er 1 % Regelung befreien, wenn sowieso ein zweites Fahrzeug vorhanden ist.

Sie hätte sich in der Sache lieber von ihrem Steuerberater betreuen lassen sollen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Vielen Dank für die Antwort.

Die Abmeldung des betrieblichen Fahrzeugs würde aber nicht zur Einstellung der Kosten führen.

Der Firmenwagen ist finanziert 260€ monatlich und bräuchte auch nach der Anmeldung einen Stellplatz der wiederum geld kosten würde. Geld gespart wäre dann leider immernoch nicht.

Das dir 5000€ gegen betriebliche feste Kosten gegengerechnet werden verstehe ich ja. Das das Jobcenter die 5000€ aber als frei verwendbare Einnahme verwerten will verstehe ich nicht, da sie nicht privat genutzt werden darf und nicht veränderte überschüsse hieraus, welche nicht betrieblich benötigt wurden, wahrscheinlich zurück gezahlt werden müssen.

Ein Fahrtenbuch steuerlich zu führen um Geld zu sparen ist für sie wenn sie kein Tätigkeitsverbot mehr hat für sie nicht interessant, dieses Geld zahlt sie dann gerne mehr und bleibt flexibel mit der 1% Regelung.

Sobald das Tatigkeitsverbot aufgehoben ist meldet sie ALG II sofort wieder ab, weil bereits nach 1 Woche die Einnahmen den ALG II Satz überschreiten. Es geht hier also nicht um ein nicht rentables Unternehmen mit zu hohen Kosten, sondern die Situation ist ausschließlich auf die Corona Krise zurück zu führen .

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@Aaron79

Entschuldige, aber ich begreife es noch immer nicht. Du bemängelst, dass die 5.000,- nicht frei verwendbar sind, aber vom Jobcenter so angerechnet werden. Die Anträge und die Anlagen EKS werden immer für 6 Monate gemacht. bei 5.000,- / 6 = 833,- Euro. Allein die Autoausgaben sind ab Mai 410,- Euro. Telefon, Internet, sonstige Kosten, da ist man doch schnell bei 833,- Euro.

Ich habe schon stapelweise Anlagen EKS ausgefüllt und kann nur sagen, da findet man immer etwas, was noch einzutragen ist.

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@wfwbinder

Nein ich bemängel eben nicht das die 5000€ nicht frei verwendbare sind sondern ich bemängel das das Jobcenter die 5000€ Soforthilfe, )welche eben nicht frei verwendbare ist) so bewertet als wäre sie eine frei verwendbare Einnahme zur Deckung des Lebensunterhaltes, welche sie nicht ist.

Bezüglich der EKS nach den 6 Monaten: Bis auf die Fahrzeugkosten in Form der Kreditraten und der KFZ Versicherung für den Firmenwagen gibt es, bis zur Aufhebung des Tätigkeitsverbots, bis auf Steuerberatungskosten tatsächlich keine weiteren betrieblichen Kosten. Das einzige was es da im Normalfall noch gibt ist ein Mobilfunkvertrag, der auf Grund des Tätigkeitsverbots zur Zeit ebenfalls zu 0% gewerblich genutzt wird .

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