Chef will Zusimmung daß der Arzt von Schweigepflicht entbunden wird, üblich?

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11 Antworten

Nein, eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bzw. -unfähigkeit ist allein Sache des behandelnden Arztes. Ab sechs Wochen muss der Chef nicht einmal mehr den Lohn zahlen, dann geht es ihn erst recht nichts mehr an, warum man krank ist.

Eine solche generelle Zustimmung würde ich nicht geben. Begründung: Die Daten wären ja auch für andere Zugänglich, der Chef kann sie ja weitergeben. Falls man fürchtet gekündigt zu werden, lassen Sie sich die Krankheit vom Arzt bescheinigen und legen dies dem Arbeitgeber vor. Dann kennt er Ihre Krankheit, erfährt aber nix zur Therapie und den Heilungsaussichten.

Welche Krankheit du hast ist ausschließlich dein Problem. Deinen Chef geht das überhaupt nichts an. Offensichtlich misstraut er dir und glaubt du seist vielleicht gar nicht krank. Da solltest du eine Klärung herbeiführen -für dich. Er kann dir auch kündigen, wenn er die Arbeitskraft an deiner Stelle braucht.

Was wäre deine Alternative? Amtsärztliche Untersuchung oder Kündigung kannst du nicht verweigern wenn er schon jetzt vermutet, dass mit deiner vollständigen Arbeitskraft weder in absehbarer Zeit noch irgendwann überhaupt zu rechnen ist oder er bei deinen Krankmeldungen Gefälligkeitsatteste unterstellt :-(

Entgegen manch rechtsirriger Meinung schützt Krankheit nicht vor Kündigung :-)

G imager761

NIE NIE NIE würde ich eine Schweigepflichtsentbindung unterschreiben.

Wer weiß was die beiden miteinander bereden? Über mich?

Ich war/bin auch ernsthaft erkrankt und ein offenes Gespräch mit dem Chef ist allemal sinnvoller und dann weiß ich welche Informationen weitergegeben werden.

Laut Gesetz muss man natürlich gar nichts sagen. Diesen Weg halte ich aber auch für kontraproduktiv und schließe mich da einigen Vorschreibern an.

Anna

Das ist arbeitsrechtlich nicht in Ordnung dein Chef darf das nicht verlangen - sollte er deshalb eine Abmahnung oder eine Kündigung aussprechen, wirst du vor jedem Arbeitsgericht obsiegen.

Und noch eines - auch dein Arzt darf sich nicht so mal eben von seiner Schweigepflicht entbinden lassen, weil ein Dritter ein angeblich berechtigtes Interesse anmeldet, das sollte dein Arzt auch wissen.

Du solltest im Gespräch mit deinem Chef auf das geltende Arbeitsrecht hinweisen, du darsft dich also ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, weigern zu unterschreiben.

imager761 01.05.2013, 09:20

du darsft dich also ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, weigern zu unterschreiben.

Tatsächlich? Wer nicht darlegen will, dass er lediglich vorübergehend arbeitsunfähig ist und schon bald wieder voll zur arbeitsvertraglich geschuldeten Lesitung zur Verfügung steht, spielt dem AG mit seiner Vermutung voll in die Karten und bettelt geradezu um Beendigung seines Arbeitsvertrages :-(

sollte er deshalb eine Abmahnung oder eine Kündigung aussprechen, wirst du vor jedem Arbeitsgericht obsiegen.

Unfug. Eine Kündigung darf auch bei Krankheit ausgesprochen werden.

G imager761

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Fragfreund 01.05.2013, 10:14

Für qtbasket :

"Guter Rat". Die anderen Kollegen, die Karriere machen möchten, wirds freuen.

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Fragfreund 01.05.2013, 10:25

qtbasket, Frage an dich. Du hast zwei Arbeitnehmer. Einer ist dauerkrank und unkooperativ, was Auskünfte über sein "Leiden" angeht. Ein anderer macht täglich seine Arbeit und wenn er mal krank ist, informiert er seinen Chef über den Anlass. Welchen würdest du fördern,befördern oder bei Stellenstreichungen/ betriebsbedingten Kündigungen/Übernahme aus dem Ausbildungsverhältnis usw. berücksichtigen ?

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qtbasket 01.05.2013, 12:54
@Fragfreund

@imager761 : sorry , das Arbeitsrecht ist anders, man sollte nicht behaupten, was man meint oder fühlt, außerdem die Fragestellerin hat etwas anderes gefragt !!!

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Fragfreund 01.05.2013, 13:44
@qtbasket

Sie hat gefragt : "Würdet ihr so was unterschreiben" ?

Was hat das mit Arbeitsrecht zu tun ?

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Warum nicht?

Wenn ich mich gut mit meinem Chef verstehe und er mir hilft wieder auf die Beine zu kommen. Vielleicht hat er Beziehungen zu Ärzten, die mir besser weiterhelfen können als die bisherigen behandelnden Ärzte?

Ansonsten müsste ich mir doch Fragen stellen wie: Traue ich meinem Arbeitgeber nicht? Habe ich was zu verbergen? Wäre es besser, wenn ich eine andere Arbeit hätte, die mir mehr Spaß macht?

Was Du hast darf dem Chef nicht interessieren. Natürlich würde ich so eine Einwilligung nie und nimmer unterschreiben.

es kommt darauf an. Vermutlich würde ich nicht zustimmen, aber zu einem Betriebsarzt gehen oder einem Arzt, der dieser Pflicht der "Neutralität" nachkommen kann.

Das ist "unter normalen Umständen" jederman`s eigene Entscheidung. Würde es nie unterschreiben. Wenn der Chef Dich kündigen will hat er auch so Mittel und Wege dazu Mehr unter Google: Ärztliche Schweigepflicht

Natürlich würde ich so etwas unterschreiben. Ein gutes Arbeitsverhältnis setzt gegenseitiges Vertrauen vorraus. Und wenn der Arbeitgeber vermutet, dass er einen Simulanten beschäftigt, ist das für beide Seiten nicht gut. Es gibt genügend "Krankheiten", wie die sogenannten Bandscheibenprobleme, bei denen der eine oder andere Hausarzt sehr schlecht einschätzen kann, ob es stimmt, was ihm der "Kranke" da so erzählt. Von Gefälligkeitsbecheinigungen mal ganz abgesehen. Das gleiche ist das Problem mit den sogeannten psychischen Erkrankungen. Ein wenig mit dem Kopf wackeln und schon gibs eine AU-Bescheinigung . Und die sogenannten "Burnouter" belasten dann die verbleibenden Kollegen.

Ich kann verstehen, dass der Arbeitgeber auch mal wissen will, was sein Dauerkranker denn nun hat. Schließlich hat er einen Arbeitsvertrag mit einem Gesunden geschlossen und ist keine Kurklinik. Ich wäre dafür, dass die AU-Bescheinigung für die Krankenkasse und den Arbeitgeber identisch sind, also die Ziffernkodierung der Krankheit enthalten.

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