Büropauschale auch bei Niederlassung?

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Also ich verstehe die Frage nicht. Wer überweist dem NLL Geld und warum?

Die Verwaltung, damit er Miniausgaben nicht mehr entweder selbst bezahlt oder teilweise ohne Beleg abrechnen muß.

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@Rat2010

Höchstwahrscheinlich bin ich zu doof, um das zu kapieren.

Absetzbar sind doch betriebliche Aufwendungen. Eine Überweisung ist aber keine Aufwendung, sondern nur ein Aktivtausch. Also Geld von der linken in die rechte Hosentasche.

Wie soll denn die Abrechnung funktionieren?

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@EnnoBecker

So ähnlich wie eine Büropauschale, die man einem Mitarbeiter mir Homeoffice zahlt.

Ausgabenart: sonstige Bürokosten. Monatlich per Dauerauftrag.

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@Rat2010

Vielleicht komme ich langsam dahinter, was du meinst. Ich gebe mir ja Mühe.

Der NLL bekommt von (wem?) einen Fuffi und geht davon Kekse und Glühbirnen kaufen. Die Frage ist nun, in welchem Verhältnis der NLL zum Geldgeber steht. Sind es verschiedene Unternehmer? Dann hat der NLL eben Einnahmen in Höhe von 50 und Ausgaben in der Höhe, wie er sie eben hat und verbucht.

Oder der NLL und der Geldgeber sind im selben Unternehmen, dann sind wir wieder bei der linken und rechten Hosentasche.

Und wo erspart man sich da die Buchführung?

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@EnnoBecker

Das Unternehmen (Kapitalgesellschaft) hat eine kleine Niederlassung, die von einem mit Fixgehalt angestellten NLL geleitet wird.

Nun merkt der Chef des Unternehmens, dass es neben den ganzen Kosten, die das Unternehmen trägt auch noch eine Menge Kleinigkeiten gab, die bisher der NLL aus eigener Tasche gezahlt hat. Grund ist, dass der (Vollzeit angestellte) Leiter einen merklichen Teil davon selbst konsumierte. Allerdings eben auch Kunden, Lieferanten, die Teilzeitkraft, Mitarbeiter zu Besuch und der Chef. Letzterer findet es nicht gut, dass Kosten, die an sich betrieblich wären, vom NLL aus dessen Tasche gezahlt werden.

Nun hat der Chef die Möglichkeit, entweder alles über einen Versandhändler bestellen zu lassen. Weil die Niederlassung mitten in einer Großstadt ist, wirkt das umständlich. Er kann den NLL auch mit einer Bankkarte und einem Kassenbuch ausstatten, was aber - vom Aufwand her - der Sache weniger gerecht würde als dass er ihm pauschal z. B. 20 € im Monat überweist und den NLL weiter die Sachen dann besorgen lässt, wenn er dazu Zeit hat oder eh beim einkaufen ist.

Und wo erspart man sich da die Buchführung?

Ein Buchungssatz im Monat gegen mal drei, mal zwölf und dann vielleicht noch den einen oder anderen Eigenbeleg für Trinkgeld und Nachporto. Es ist ja nicht damit getan, die Ausgaben zu dokumentieren. Sie müssen auch abgerechnet, überwiesen und auf verschiedene Konten verbucht werden.

Wenn es nicht geht, geht es nicht. Wenn es aber (steierlich) eine Art "Büropauschale" für den Fall gibt, ist das eien gewaltige Vereinfachung.

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@EnnoBecker

Wenn es diese Art der Betriebsausgabe in dem Fall nicht gibt, ist die Frage beantwortet.

Gibt es neben Fahrtkostenerstatung (er fährt nur ein paar Stationen mit der Tram) und Essensgutscheinen noch etwas, wodurch ich im Endeffekt die selbe Wirkung erziele? Dem NLL also regelmäßig und unkompliziert was zahle, das beim Unternehemn Aufwand, beim NLL aber kein Lohn ist? Was ist vom Nachweis her am einfachsten?

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@Rat2010

Was ist vom Nachweis her am einfachsten?

Abrechnungten des NLL, beispielsweise Fahrtkostenabrechnungen.

Im Allgemeinen sollte aber darauf geachtet werden, dass der NLL Aufwendungen im Auftrag der Gesellschaft bezahlt, so dass ein Vertrag zwischen Händler/Diensteanbieter usw. und der Gesellschaft zustandekommt. Das wird beim Kaffeekauf in aller Regel der Fall sein.

Vermieden sollte werden, dass der NLL als Privatperson Aufwendungen trägt und dies an das Unternehmen weiterberechnet.

Grund dafür ist, dass nur der Unternehmer unter den üblichen Voraussetzungen die Vorsteuer abziehen kann. Die Privatperson kann das nicht umd sie kann auch nicht mit Umsatzsteuer weiterberechnen.

http://www.steuertipps.de/lexikon/f/fahrtkostenzuschuesse

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@EnnoBecker

Das Unternehmen ist nicht Vorsteuerabzugsberechtigt/tätigt nur steuerfreie Umsätze. Sonst gäbe es ja einen guten Grund gegen die Vereinfachungsüberlegung. Wahrscheinlich war es auch das, weshalb die Idee so abwegig wirkte?

Danke für den Link. Wenn ich den Aufwand mindern will, ist auch das Unsinn.

Spricht angesichts der neuen Umstände (kein Vorsteuerabzug) etwas dagegen, dass der NLL statt einer Handkasse den Kleinkram über Reisekostenabrechnugen abrechnet? In der Zentrale läuft das auch gut.

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@Rat2010

Wahrscheinlich denkst du zu kompliziert.

Der NLL oder die Sekretärin bringt halt Kaffee oder Büroklammern mit, gibt die Belege zum Buchen und lässt sich den Gegenwert auszahlen. Gern auch mit einem Papier, der mit "Reisekostenabrechnung" überschrieben ist.

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Ich würde an dieser Stelle das Stichwort "Handkasse" einwerfen wollen. Genau für solche Ausgaben ist doch diese vereinfachte Haushaltung da. Kontiert wird das ganze unter sonstigen Betriebsausgaben, Porto oder was auch immer.

Du hast natürlich recht! Weil das auch organisiert werden muss, sprich: der Niederlassungsleiter Geld bekommen, Belege aufheben und die Buchhaltung das ganze verbuchen muss, hätte ich es gerne auf einfache Art vermieden aber so wie ich mir das vorgestellt habe, klappt das wohl nicht. Dazu möchte ich anmerken, dass auch die Hauptniederlassung ohne jegliche Kassen auskommt. Da läuft der (seltene) Kleinkram - wegen regelmäßiger Einkäufe bei der Metro - über die Spesenabrechnung sehr gut. Nur hat der Niederlassungsleiter bisher keine Spesen.

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