BU-Versicherung noch mit 49?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn du so lange angestellt warst, solltest du dich freiwillig bei der Deutschen Rentenversicherung versichern. Mindestbeitrag von 79,60 €/Monat Siehe hier unter Beiträge Rentenversicherung. http://www.rentenberater-test.de/relaunch/informationen/werte.php

Damit erhältst du dir deinen Anspruch auf gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Diesen findest du in deiner letzten Rentenauskunft. Das machen viele die irgendwann mal Selbständig werden. Erkundige dich bei der DRV. Man kann immer bis Ende März den Beitrag für das vorige Jahr bezahlen. Für eine gleichhohe private Berufsunfähigkeitrente, musst du ganz sicher wesentlich mehr Beitrag zahlen.

Hier hab ich zwei Einwände:

Freiwillige Beiträge begründen keinen Anspruch auf EM-Rente, den hätte er nur nach Antragspflichtversicherung und 36 Pflichtbeiträgen in den letzten 60 Monaten.

Mindestbeitrag ist nur noch 78,40 € durch die Anpassung des RV-Beitrags auf 19,6%.

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@Kevin1905

Natürlich muss der Mindestbeitrag lückenlos zur letzten Beitragszahlung geleistet sein. Ich habe noch für 2011 , 79,60 € bezahlt.

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Du hast im Grunde zwei Möglichkeiten. Den lückenhaften aber eventuell günstigeren Schutz der gesetzlichen Rentenversicherung, oder den eventuell teureren privaten BU-Schutz.

  1. Gesetzlich: Berufsschutz gibt es nicht. Es zählt nur die allgemeine Leistungsfähigkeit am Arbeitsmarkt. Weniger als 3 Stunden am Tag bedeutet voll erwerbsgemindert, 3-6 Stunden teilweise EM. Um Anspruch auf EM-Rente zu haben müssen die letzten 5 Jahre 36 Pflichtbeiträge entrichtet worden sein. Die Volle EM-Rente deckt dich nur knapp über Sozialhilfeniveau ab.

  2. Privat: Du kannst dich gegen die Berufsunfähigkeit versichern, allerdings musst du alle Vorerkrankungen angeben und aufgrund deines Einstiegsalters wird der Beitrag sicher relativ hoch sein.

Du solltest beides durchrechnen (lassen) und schauen was für dich günstiger ist und wie weit du abgesichert sein willst.

Eine BUV in fortgeschrittenem Alter abzuschließen wird tatsächlcih relativ teuer. Wenn es schon gesundheitliche Einschränkungen gibt, dann würde das auch zu Ausschlüssen oder Beitragszuschlägen führen. Andererseits ist die Zeit bis zum Renteneintritt (ca. 66 Jahre) doch noch recht lang. Ich empfehle, einen Versicherungsmakler zu nutzen für eine Gesamtmarktanalyse. Das ergibt dann konkrete Beitragswerte und eine Entscheidung wird möglich. Zur groben Vororientierung kann der folgende Rechner dienen, der aber eine Makleranalyse nicht ersetzten kann, weil gerade bei BUV eine detaillierte Beratung wichtig ist: http://www.biallo.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/?gebAm=01.01.1963&fuerM=1&fuerR=0&beruf=84&akT=10&fuerA=0&betr=1000&vtrAm=01.04.2012&bisJ=66&nnDK=1&verstyp=BU&sortID=zahlbetrag&lS=1&Seite=2&rub=&sub=&AktionsCode=&variant=&subrub=

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