BU-Rente, wer zahlt Versicherungen?

5 Antworten

Hallo,

das kommt auf die Situation an:

1) Wenn man als Arbeitnehmer mehr als 450 Euro verdient, berechnet der Arbeitgeber die Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung direkt aus dem Arbeitsentgelt. Etwa die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge wird direkt vom Brutto abgezogen. Die private BU-Rente ist komplett beitragsfrei.  

2) Wenn man eine Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht, zieht die Rentenversicherung die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung meist direkt von der Rente ab. Die Abzüge von der Rente betragen etwa 10%.

3) Wenn man Arbeitslosengeld bezieht, zahlen die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter die Sozialversicherungsbeiträge allein. Von der privaten BU-Rente werden keine Beiträge gezahlt.

3) Wenn man weder eine Arbeitnehmertätigkeit noch eine gesetzliche Rente noch Arbeitslosengeld bezieht, werden die Beiträge von allen Einnahmen berechnet, mindestens aber von 991 Euro monatlich (2017). Der Mindestbeitrag liegt bei monatlich ca. 180 Euro monatlich. 

Vor dem Abschluss einer BU-Rente am besten zunächst bei der Deutschen Rentenversicherung über die konkreten Voraussetzungen für eine Rente wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderungsrente der Deutschen Rentenversicherung informieren.

Gruß

RHW

Beispiel: Du lebst nur von der  BU. 

Gem. § 5 Abs. 1 Nr. 13 b SGB V bist Du verpflichtet, Dich gesetzlich krankenzuversichern. 

Da Du berufsunfähig bist und nicht mehr arbeitet, muss sich auch kein Arbeitgeber an den Beitragszahlungen beteiligen. 

Diese Aufteilung gilt nur bei bestehenden Arbeitsverhältnissen. 

Daher hast Du gem. § 250 Abs. 3 SGB V Deine Krankenversicherungsbeiträge allein zu bezahlen.

 Als Grundlage zur Beitragsbemessung wird die ges. Krankenversicherung die BU heranziehen.

 Die genauen Grundlagen der Beitragsbemessung regeln die KKen jeweils in ihren Satzungen.

 Sollte es einmal zu dieser Situation kommen, rate ich Dir, Dich zügigst bei einer Krankenkasse zu versichern, denn: Mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses und Eintritt der BU ist auch die Beitragspflicht gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung entstanden - und das rückwirkend.

 

Ohje, dann bedeutet das, dass ich in solch einem Falle, meine KK-Beiträge voll selbst entrichten muss.... Und Rentenbeiträge? 

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@IAK006

Die Höhe der BU-Rente sollte so hoch gewählt werden, dass du davon deine private Altersvorsorge bedienen kannst, wenn diese keine Beitragsbefreiung bei BU beinhalten (Versicherer zahlt dann die Beiträge weiter).

Berufsunfähigkeit bezieht sich ja immer auf den zuletzt ausgeübten Beruf.

Erst wenn du konkret einer anderen Tätigkeit nachgehst, die mind. 80% deines vorigen Einkommens ausmacht würde die Rente wegfallen.

Z.B.: Bist du berufsunfähig in Job A und fängst nach einer gewissen Zeit in Job B auf Teilzeit an.

Job B ist versicherungspflichtig, du erreichst aber nicht 80% des vorigen Einkommens, ergo erhälst du nach wie vor die BU-Rente.

Lass dich von einem Maklerkollegen beraten.

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Daa kommt darauf an. Wenn Du, neben der BU-Rente noch sozialversicheurngspflichtig beschäftigt bist (was ja grundsätzlich in begrenztem Umfang möglich ist), dann Dein Arbeitgeber und Du, so wie vorher auch. Wenn Deine BU-Rente Dein einziges Einkommen ist, keiner bzw. Du (z.B. KV).

ok, besten Dank! Das heißt, dass wenn ich keiner Beschäftigung nachgehe, ich nichts zahlen muss? Weder Rentenversicherung noch Krankenversicherung? 

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@IAK006

doch, die Krankenversicherung zahlst Du alleine und die brauchst Du auch.

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@IAK006

Gem. §§ 188 Abs. 4 SGB V und 193 VVG bist du verpflichtet jederzeit krankenversichert zu sein.

Wenn niemans sonst für dich die Beiträge entrichtet (DRV, Arbeitgeber etc.) bist du selbst Beitragsschuldner.

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