Mein Bruder hat ein Haus auf elterlichem Grundstück gebaut, wird bei einer Teilungsaufhebungs-Versteigerung der Erlös hälftig aufgeteilt?

2 Antworten

Um zu verstehen, was dort passiert.

Eure Eltern hatten ein Grundstück mit Haus. Der Bruder hat auf dem Grundstück der Eltern gebaut.

Dann sind die Eltern verstorben. Ihr beide seid eine Erbengemeinschaft.

Nun wird versteigert, um diese Gemeinschaft aufzuheben?

Konntet Ihr Euch nicht einigen?

Eigentlich steht der Bruder schon ziemlich schlecht da, denn er hat ja schon den Bau gezahlt und bekommt, wenn er die Hälfte vom Erlös bekommt, ja praktisch nur den Wert des Grundstücks zu.

Ja wir konnten uns nicht einigen, weil mein Bruder eine Einigung, die schon beim Notar war, nicht unterzeichnen wollte.. Wird jetzt bei einer Versteigerung hälftig aufgeteilt oder nicht? Gibt es dazu wichtige Gesetze, etwa §94 BGB oder Urteile?

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@Vanalo

Vorbehaltlich des Inhalts des Testaments, gilt natürlich § 93 BGB bei der Aufteilung, ganz ohne Frage.

Nur erscheint mir die Konstruktion etwas seltsam.

Eure Eltern hatten ein Haus mit großem Grundstück.

Der Bruder baut sich darauf ein eigenes Haus (vermutlich mit eigenem Geld.

Bei dieser Teilungsversteigerung wird 50:50 geteilt. Aus meiner Sicht macht er Verlust. Ich hätte an Stelle Deines Bruders ohne Absicherung nicht auf dem Grundstück der Eltern gebaut.

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Vanalo:

Derjenige, der den Antrag auf Teilungsversteigerung (der Begriff „Auseinandersetzungs-Versteigerung wäre zutreffender) stellt oder einem bereits anhängigen Verfahren als Beteiligter beitritt, muss wissen, dass er nach dem Zwangsversteigerungsgesetz so behandelt wird, als betreibe er das Verfahren aus dem allerletzten Grundbuchrang. Das bedeutet:

Die den Anteil des Antragstellers belastenden Rechte und die den Anteil des Antragstellers mit-belasteten Rechte an dem Grundstück (z.B. Hypotheken, Grundschulden etc.) bleiben bestehen, sie werden durch das Verfahren nicht beeinträchtigt. Der Ersteher hat sie zu übernehmen. Bei hoch- belasteten, insbesondere aber bei überschuldeten Objekten, werden sich daher kaum Bieter finden mit der Folge, dass das das Verfahren mangels zulässiger Gebote vom Gericht eingestellt wird. Dagegen ist bei unbelasteten oder gering belasteten marktgängigen Immobilie das Biet- und damit das Erwerbsinteresse allgemein größer.

Das Vollstreckungsgericht darf den (ehemaligen) Miteigentümern einen Erlösanteil nur auszahlen, wenn alle Mitglieder der Gemeinschaft spätestens im Verteilungstermin eine übereinstimmende Erklärung abgeben. Andernfalls wird der Betrag bei der Hinterlegungsstelle des Amtsgerichts hinterlegt.

Dann muss einer der Beteiligten vor dem Zivilgericht gegen die übrigen Beteiligten auf Zustimmung zur Auszahlung des anteiligen Überschusses klagen. Deinem Bruder bleibt es unbenommen, die von ihm erbrachte Eigenleistung (Tagebuch über das Baugeschehen, Belege, Zeugen) nachweisen, um eine höheren Erlösanteil rechtzufertigen.

Beide Verfahren, Teilungsversteigerung und Prozess vor dem Zivilgericht, verursachen hohe Kosten und können sich etliche Jahre hinziehen, oft mit unbefriedigendem Ergebnis für alle Miteigentümer. Es ist deshalb immer vorteilhaft, den Zustimmungsboykott aufzugeben und ohne Zwang und Zeitdruck die freihändige Veräußerung durchzuführen. Im Interesse eines gerechten Ausgleichs aller Miteigentümer hilft auch hier ein Wertgutachten eines unabhängigen Gutachters und die Einschaltung eines Schlichters oder Mediators (z. B. Rechtsanwalt, Notar).

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