Bringt eine neue Heirat automatisch mit sich, dass Kinder nicht mehr das ganze Erbe kriegen?

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DEr neue Ehegatte müßte, notariell beurkundet, auf das Erbe verzichten, oder ers müßte, zusammen mit den Kindern und dem neuen Ehegatten, ein Erbvertrag, ebenfalls notariell beurkundet, aufgesetzt werden.

Durch Testament ist es nicht hinzubekommen.

Oder geht auch neu heiraten ohne Erbe zu schmälern irgendwie

Natürlich geht das. Aber am Weg zum Notar mit entsprechenden Kosten führt da nichts vorbei. Man muß nämlich einen Ehevertrag mit entsprechenden Vereinbarungen abschließen. Ohne vertragliche Regelung wird der neue Ehegatte zusammen mit den Kindern Erbe und wenn man die neue Ehefrau durch Testament enterben würde, bliebe ihr das Pflichtteil.

Das Erbe einer Person geht an die testamentarisch oder durch gesetzliche Regelungen bestimmten Ehepartner und Verwandten oder durch Adoption aufgenommenen Kinder, wobei bei Ausschlüssen ggf. Pflichtteilsansprüche bzw. bei Schenkungen ggf. Pflichtteilsergänzungsansprüche bestehen. So das deutsche Recht.

Damit ist klar, daß nach einer Scheidung erst mal der zuvor berechtigte Ehepartner kein Erbe mehr zu erwarten hat, sondern nach Wiederheirat der neue. Die eigenen Kinder sind daher nominell gleich gestellt wie in der vorigen Ehe.

Allerdings zählt für das Erbe die Verwandtschaft, d.h. bei Patchwork-Familien wird die Zuteilung des Erbes komplizierter. Nehmen wir mal an, Du hast zwei Kinder A und B und die neue, mittellose Ehepartnerin hat auch ein Kind C. Es herrsche gesetzliche Zugewinngemeinschaft ohne speziellen Ehevertrag.

  • Verstirbst Du zuerst, erben die Kinder A und B jeweils 1/4 Deines Vermögens, die neue Ehefrau 1/2. Verstirbt die Ehefrau, bekommt das Kind B als Alleinerbe alles Vermögen der Ehefrau, d.h. 1/2 Deines Vermögens.

  • Verstirbt die Ehefrau zuerst, so bekommen die Kinder A und B nichts, das Kind B mangels Masse auch nichts. Kinder A und B erhalten dann jeweils 1/2 Deines Vermögens nach Deinem Ableben.

Es wäre daher in solchen Fällen sinnvoll, über eine testamentarische Regelung dafür zu sorgen, daß die Kinder gleichmäßig bedacht werden. Der überlebende Ehepartner kann jedoch (Ausnahme "Berliner Testament") diese Regelungen nach Ableben des ersten Ehepartners auch wieder ändern.

Nach §2346 BGB ist es möglich, daß Ehegatten oder andere gesetzlich Erbberechtigte auf ihre gesetzlichen Erbrechte oder Pflichtteilsrechte zu Lebzeiten des Erblassers mit einem notariell beurkundeten Erbvertrag verzichten. Dazu müßte in Deinem Fall jedoch die neue Ehefrau dem Erbvertrag zustimmen. Typischerweise erfolgt dies im Gegenzug in Verbindung mit einer definierten Abfindung.

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