Braucht man für den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ein Attest vom Zahnarzt?

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6 Antworten

...sicher ist sicher, eine Bestätigung des Zahnstatus bei Antragsstellung schadet nicht und vermeidet im Leistungsfall Streitigkeiten. Erforderlich ist es nicht. Ach ja, bitte bei Zahnergänzungen gibt es Ergänzungsversicherungen nach Art der Schadensversicherung und nach Art der Lebensversicherung. Erstere sind günstiger, weil sie keine Altersrückstellungen bilden, werden aber zu definierten Zeitpunkten teurer (z.B Beitragssprung mit 40 LJ). Die anderen bilden AR und versuchen eine Art Flatrate abzubilden. Doch auch hier gibt es Beitragsanpassungen, je nach realem Schadensverlauf. Bei Zahnergänzungen gilt es zu prüfen, ob Labor und Materiallisten hinterlegt sind, ob prozentual zur GKV geleistet wird oder unabhängig von der GKV etc. etc. Viel Kleingedrucktes, dass Du als nicht Fachmann nicht aus den Bedingungswerken herauslesen wirst. Insofern die Empfehlung sich hier an einen Versicherungsmakler.Wäre ärgerlich wenn wegen 2 eingesparten Euro pro Monat man später auf einigen hundert Euro sitzen bleibt.

Manchmal verlangen das die Versicherer. Bei mir war es so, weil ich angegeben hatte, dass kürzlich eine Behandlung erfolgte. Und da wollten die wissen, ob das abgeschlossen ist und haben den Zahnstatus bei meinem Zahnarzt angefragt.

Es gibt auch eine (mir bekannte)Versicherung die gänzlich auf die Frage nach fehlenden oder nicht behandelten Zähnen verzichten. allerdings eine Wartezeit von 8 Monaten beinhalten und 50% von der Arztrechnung bezahlt. ( nur ich möchte hier keine Werbung einfügen also such selbst. )

Frag nach , welche Leistung in den ersten Jahren erbracht werden. zbs. im ersten Jahr MAX. 1000 euro im 2.Jahr MAX. 2000 Euro etc.

Frag nach, welche Leistungen überhaupt übernommen werden.

Es gibt,viele ähnliche aber unterschiedliche Tarife

Nur so als Tipp:

Erkundige dich vor Abschluß der Versicherung, in welchen Intervallen die Versicherung ihre Beiträge erhöht. Lasse dir die Erhöhungen der letzten Jahre berichten.

Es ist nicht unüblich, dass die Versicherung mit "günstigen" Beiträgen die Kunden ködert, aber regelmäßig zum Jahresende saftige Beitragserhöhungen kommen. Schnell wird eine solche Versicherung von einem Jahr zum anderen doppelt so teuer.

So ein Fall für kräftige Erhöhungen (aber nicht gleich doppelt so teuer) ist die Barmenia!

Nachlesbar: http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/meldung/Barmenia-Zahnzusatzversicherung-Beitrag-fast-verdoppelt-4190832-4191372/

Als Begründung für die Kostenerhöhung müssen stets die "Implantate" herhalten.

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@LittleArrow

Der Fall war etwas anders gelagert. Der Tarif ZG war eines der leistungsstärksten auf dem Markt. Patienten die bei Antragstellung Kerngesund waren haben sich nach der Wartezeit zum Teil Zahnleistungen im Wert eines Mittelklassewagens einbauen lassen. Das diese Kosten auf das Kollektiv umgelegt wurden, ergibt sich aus dem Wesen einer Versicherung. Auch nachzulesen, dass mittlerweile mehrfach wegen Betrugs zwischen Zahnarzt, Versicherungsvermittler und Patient ermittelt wird. Traurige aber bittere Realität.

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@alfalfa

Meinst Du das Wort Mittelklassewagen stellvertretend für Implantate? Oder wäre da nicht Luxusmobil zutreffender?

Von den Betrugsfällen höre ich zum ersten Mal. Wo kann ich das nachlesen? Und besteht Hoffnung, dass die Schadensersatzleistungen der betreffenden Schuldigen dem Versicherungskollektiv gutgeschrieben werden?

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@LittleArrow

Schmunzelt, wie man es nimmt. Mittelklassewagen können auch ganz schön teuer sein. Zu dem Fall hatte vor knapp 1-2 Jahren das Versicherungsjournal ausführlich berichtet. Da der ZG nach Art der LV kalkuliert ist, sind nach VAG jegliche versicherungswirtschaftliche Ergebnisse zu 90 % dem Kollektiv gutzuschreiben. Wenn Forderungen realisiert werden muss der Mechanik nach folgend dieses auch dem Kollektiv gutgeschrieben werden.

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@alfalfa

Leider sind diese alten Beiträge im versicherungsjournal nicht frei verfügbar:-((

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Die meisten Zahnzusatzversicherungen sind ohne Attest vom Zahnarzt abschließbar. Meist werden nur die üblichen Gesundheitsfragen wie

  • fehlen derzeit Zähne
  • sind Behandlungen angeraten oder beabsichtigt
  • besteht bereits Zahnersatz älter als 10 Jahre

Erst wenn man z.B. einer der Fragen mit "negativ" beantworten muss, kann es bei einigen Versicherungen sein, dass ein zahnärztlicher Befundbericht nötig wird. Aber das kommt dann immer auf die jeweilige Versicherung an.

Nein. Man muss nur die gestellten Fragen ehrlich beantworten. Spezielle alle Lücken, fehlende Zähne, zählen und genau angeben.

Das ist sicher richtig. Ich habe damals die Fragen der Versicherung durch meinen Zahnarzt beantworten lassen und war damit auf der sicheren Seite.

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