WahlOmat auch für Finanzen?

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3 Antworten

Nirgends wird so viel gelogen wie in Wahlprogrammen. Wie soll ein Computerprogramm (oder der Programmierer) erkennen, welche Wahlversprechen nur deshalb gegeben werden, um möglichst viele Wähler aus allen möglichen Interessengebieten zu ködern. Und wer garantiert uns, dass der WahlOMat objektiv ist und nicht den Interessen des Programmierers dient?

Nicht viel anders sieht es bei Finanzanlagen aus. Auch hier wird in der Werbung gelogen, dass sich die Balken biegen und der AnlageOMat wird seine Ratschläge auf Lügen aufbauen.

Dein Vertrauen an öffentliche Einrichtungen solltest Du Dir abschminken. Die werden von Staatsdienern betrieben, d.h. von Dienern des Staates, die nur ihrem Dienstherrn, dem jeweils herrschenden System, verpflichtet sind. Kleines Beispiel: Staatsanleihen gelten bei Behörden und der fehlinformierten breiten Öffentlichkeit als sicher. Tatsache ist, dass man mit verzinsliche Anlagen jeder Art, in den letzten 100 Jahren sein Geld gleich zweimal verloren hat.

Das dritte Mal ist derzeit in der Mache: Die Zinsen sind niedriger als die Inflation, und wenn sie steigen, werden sie dies langsamer tun als die Inflation. Zu allem Übel muss man die Zinsen versteuern, auch wenn man kein reales Einkommen daraus erzielt hat.

Fast alle Staaten dieser Welt sind rekordhoch verschuldet und haben keinerlei Interesse an einer stabilen Währung, denn Inflation entwertet auch ihre Schulden. Die EZB, auch ein Staatsdiener, früher zur Erhaltung des Geldwerts verpflichtet, hat nun nur noch das Ziel die Inflation durch unendliches Gelddrucken zu beschleunigen.

Niemand braucht einen behördlichen oder privaten DingsbumsOMat. Verlasse Dich besser auf Deine eigene Intelligenz und Deine eigenen Bemühungen auch bei Finanzprodukten hinter die Werbeaussagen zu blicken.

Finanzen sind ein so umfangreiches und schwieriges Thema, dass ich mich da ungern nur auf einen WahlOMat verlassen würde. Außerdem gibt es so viele Änderungen und Neuerungen, da käme man mit der Anpassung des Algorithmus doch gar nicht hinterher. Fazit: Nichts für mich. :)

Nein, das würde ich nicht tun. Das was alle machen ist in der Finanzbranche oft schwachsinnig. Da verlasse ich mich lieber auf meinen eigenen Kopf und auf einige sehr gut geprüften Experten, die ihre Aussagen stichhaltig begründen können.

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