Brauche Rat zum Thema Kapitalerträge und Freibetrag!

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4 Antworten

Du kannst der Schwester natürlich einen beliebigen Betrag schenken. Dann gehört das Geld der Schwester und Du hast keine Möglichkeit mehr, dieses Geld zurückzufordern. Für die Schenkung selbst zahlst Du Schenkungsssteuer, da der Freibetrag ja nur 20.000 EUR in 10 Jahren beträgt. Das geht ohne Notar und einfach per Überweisung mit entsprechendem Verwendungstext. Der wesentliche Punkt dabei ist der obenstehende: Du hast keine Möglichkeit mehr, dieses Geld zurückzufordern. Gehört es Dir weiterhin, da beispielsweise mit der Schwester ein entsprechender Vertrag geschlossen wurde, so ist das Steuerhinterziehung, denn pro Nase gibt es nun mal nur 801 EUR Freibetrag. Versteuert wird es dann dennoch bei Dir.

Dabei spielt es keine Rolle, ob das nun ein einmaliger Betrag von 30.000 EUR ist oder 15 Zahlungen zu 2.000 EUR.

Wie hoch ist denn Dein Einkommen? Bis zu einem Betrag von 8.004 EUR plus noch ein paar Positionen zahlst Du keine Steuern. Ebenso wirst Du nicht die vollen 25% Abgeltungssteuer zahlen, wenn Dein persönlicher Steuersatz unter 25% liegt. Das ist die sog. Günstigerprüfung.

Der einfachste Weg, das zu erreichen, was Du erreichen möchtest, ist i.a. die Übertragung von Beträgen an Kinder. Hier sind erstens die Freibeträge deutlich höher, zweitens würde das Geld bei den Kindern als Startkapital in ihre eigenes Leben ja sehr gut aufgehoben sein, und drittens können Kinder mangels Einkünften ja bis zu 8.004 EUR plus ein paar Euro steuerfrei an Kapitalerträgen einstreichen.

Nicht zulässig ist jedoch, das Geld nur bei den Kindern zu parken und dann doch so darüber zu verfügen, als wäre es Dein Geld. Das wäre dann nämlich wieder der Fall mit der Steuerhinterziehung.

Abgesehen davon halte ich es für unsinnig, derart hohe Beträge längerfristig auf Tagesgeld zu parken. Das ist nach Inflation unsinnig. Stecke das in entsprechende Fonds, die keine Erträge thesaurieren.

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Wenn du deuner Schwester (das selbe gilt, wenn Eltern mit den Kindern so was machen) Geld schenken willst, ist das legal. anzeigepflichtig (§ 30 ErbStG) und Erbschaftsteuerpflichtig (Freibetrag ist in dem Fall 20.000 €) aber legal.

Dazu braucht es weder Notar noch sonst was. Es kommt nicht darauf an, ob du ihr ein mal oder verteilt Geld zukommen läßt. Im Gegenteil zeugt ein Umweg oder Verteilung von kriminellen Potential, was vor Gericht sicherlich nicht positiv gesehen wird.

Wenn du damit nur beabsichtigst, deine Steuer zu verkürzen, das Geld also weider zurück geschenkt werden soll, handelt es sich je nachdem um eine als Ordnungswidrigkeit zu sehende Steuerverkürzung oder eine in Deutschland als Straftat geahndete Steuerhinterziehung.

Unabhängig davon: ist es nicht wesentlich logischer, das Geld mit 5 bis 10 % anlegen zu lassen. Nach steuer bleiben dann statt der 1 - 2 % auf dem Tagesgeld (von der durch Hinterziehnung auch 1 - 2 % bleiben könnten) 3 - 7 %.

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Du weißt doch hoffentlich, dass Geschwister bei der Schenkungsteuer nur einen Freibetrag von 20.000,-- Euro haben?

http://de.wikipedia.org/wiki/Schenkung

Danach geht es mit 15% Steuer los.

Sofern in den vergangenen 10 Jahren keine weiteren Schenkungen erfolgt sind, fallen bei 30.000,-- Euro Zuwendung also 1.500,-- Euro Schenkungsteuer an.

Zum Notar mußt Du nicht, Deine Schwester muß aber die Schenkung beim Finanzamt anmelden.

Ich nehme an, diesen Punkt hast Du bei Deinen Berechnungen vergessen!

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Dazu brauchst Du kein Notar. Mach es einfach.Es kräht kein Hahn danach.

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Rat2010 12.09.2012, 13:24

Sehr bedenklich, die Antwort. Nach Geld in der Schweiz krähte bis vor kurzem auch kein Hahn.

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gandalf94305 12.09.2012, 13:27
@Rat2010

Na ja, strikt genommen ist die Antwort im ersten und letzten Drittel korrekt. Das Geflügel wird sich in der Tat nicht darum kümmern. Es gibt jedoch andere Behörden, die dafür zuständig sind :-)

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EnnoBecker 12.09.2012, 13:30

Da hast du recht. Ein Hahn kräht da nicht nach.

Es sei denn, der entsprechende Ermittlungsbeamte heißt Hahn.

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gandalf94305 12.09.2012, 13:36
@EnnoBecker

Der wird aber nicht krähen, sondern lieb und nett ein Schreiben schicken, in dem ein fragwürdiger Sachverhalt mit Bitte um Klärung hinterfragt wird :-)

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