Brauche ich zwingend einen Erbschein?

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3 Antworten

Ja, wegen der fehlenden notariellen Beglaubigung ist grundsätzlich ein Erbschein erforderlich. Aber ich stolpere über diese Aussage:

Meine Eltern haben ein handschriftliches Testament erstellt und ... hat meine Mutti noch ein Testament handschriftlich erstellt,

Es ist nur eine Vermutung, aber wenn Deine Eltern gemeinschaftlich ein sog. Berliner Testament erstellt haben, dann ist Deine Mutter nicht berechtigt, etwaige wechselbezügliche Verfügungen nach dem Tod ihres Mannes zu ändern. Es ist zu prüfen, ob sie dieses Sparbuchguthaben durch den Tod ihres Mannes (anteilig oder vollständig) erhalten hat (also wechselseitige Verfügung) oder ob es schon vorher ihr Sparkonto war.

Eine typische wechselseitige Verfügung tritt im Zusammenhang mit einer gemeinsamen Immobilie der Eltern auf. Die Kinder sind dann regelmäßig nach dem Tod eines Ehegatten auch als Nacherben in Abt. II des Grundbuches eingetragen.

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Karin: Diese Frage ist in den letzten Tagen in ähnlicher Form mindestens ein halbes Dutzend Mal hier gestellt worden.Privatschriftliche Testamente sind ein Stück Papier von dem die Bank nicht entnehmen kann, ob das nun wirklich vom Erblasser stammt und ob es ggf. nicht spätere anderslautende Verfügungen gibt. Das entscheiden kann nur das Nachlaßgericht und deshalb ist in diesem Fall der Erbscheinsantrag alternativlos. Und um auch das mal zu sagen: Es scheint sich auch um einen großen Nachlaßwert zu handeln. Kosten von 750 Euro erfordern einen Nachlaß von ca. 460.000 Euro. Hälst Du die Klage um 750 Euro da nicht für geradezu lächerlich?

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Kommentar von Karin53HK
08.12.2013, 13:50

Ja, ich muss noch hinzufügen, dass die Sparkasse dieses BGH-Urteil, was ich kenne und auch angesprochen habe, ignoriert, weil - extra von mir beschrieben - kein notariell beglaubigtes Testament vorliegt. Danke für die Antwort und viele Adventsgrüße

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